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Takida

Interview von: Dominik Szelinski mit Robert Petterson, Kristoffer Söderström, am: 18.10.2009 ]

Noch einmal alles auf Anfang. Die aus Schweden stammenden TAKIDA sind in ihrer Heimat wahre Stars. Das 2006 veröffentlichte Debüt der Band, “Make You Breath“, stürmte auf Anhieb die heimischen Charts und avancierte zum meistverkauften Rock-Album des Jahres. Die Kombination aus catchigen Refrains und gut gezähmter Härte zündete. Im darauf folgenden Jahr erschien in Schweden der Nachfolger “Bury The Lies” und die Erfolgsgeschichte für TAKIDA ging weiter. Das Album, als auch die Single zum Song ‘Curly Sue’ belegten den ersten Platz und genossen vor allem bei den Radiostationen des Landes große Beliebtheit.

 

Musicscan: Dieses Erfolgsalbum veröffentlicht Roadrunner Records nun auch außerhalb Skandinaviens und Deutschland bekommt das Album als erstes. Die fünf jungen Rocker setzen dazu an, ihre Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Im Kölner Underground haben sie eine halbe Stunde als Opener wie die Kanadier von Theory Of A Deadman. Die Karten sind also noch einmal neu gemischt und es gibt keine Vorschußlorbeeren für TAKIDA.

Takida: Wir sind fünf einfache Typen aus Schweden. Wir sind aber auch eine wirklich große Band in Schweden. Wir sind eine der am besten verkaufenden Bands zur Zeit. Deswegen haben wir auch jetzt die Möglichkeit, unter anderem nach Deutschland zu kommen.

Musicscan: Wann habt ihr TAKIDA gegründet?

Takida: Wir feiern gerade unser zehnjähriges Bestehen. Wir haben als Trio angefangen, hatten einige Wechsel bei den Mitgliedern und spielen jetzt sechs Jahre in dieser Besetzung.

Musicscan: Wie sieht die Rock-Landschaft in Schweden denn aus?

Takida: Wir haben nicht so viele Clubs in Schweden wie diesen hier. Ihr scheint solche Läden ja an jeder Ecke zu haben und das ist kein Vergleich zu Schweden. In der Stadt, in der wir leben, gibt es nur einen einzigen Club und einen größeren Laden. Wenn Du also spielen willst, musst Du zu den Jugendzentren gehen.

Musicscan: Welche Bands haben Euch beeinflusst, so dass ihr euch dazu entschieden habt, Rockmusik zu spielen?

Takida: Wir hören sehr viele verschiedene Bands. Der Glamrock der 80’er Jahre ist etwas, was wir besonders lieb gewonnen haben. Wir mögen natürlich auch die moderneren Sachen, das hört man uns an. Ich denke aber, dass wir unseren eigenen Stil gefunden haben.

Musicscan: Was passierte mit TAKIDA, nachdem die ersten Schritte gemacht und die ersten Songs geschrieben waren?

Takida: Wir haben sehr viel live gespielt und die Leute fanden es scheinbar sehr gut. Es kamen immer mehr Besucher zu unseren Shows und das ist es, worauf es ankommt. Du kannst diese Musik nicht für dich alleine machen. Es ist zwar kommerzielle Rockmusik, aber jemand muss auch zu deinen Shows kommen, denn ohne deine Fans macht es keinen Sinn. Und für die Kritiker zu spielen, ist ohnehin zwecklos, denn die kaufen deine Platten nicht. 2006 hatten wir dann den großen Erfolg mit der Single ‘Losing’ und das war der Zeitpunkt, ab dem diese Kritiker zu Hassern wurden. Das ist dann der Beleg dafür, dass Du erfolgreich bist, wenn Du diese Hasser auf den Plan rufst.

Musicscan: Während in Schweden gerade euer drittes Album erscheint, steht hier seit wenigen Tagen der Vorgänger “Bury The Lies” in den Regalen. Ist das irgendwie seltsam für Euch?

Takida: Witzig ist, dass die Leute hier, wie vorgestern in Hamburg zum Beispiel, unsere Songs schon kennen. Sie haben es sich wohl im Internet besorgt, oder so. Es ist aber auch eine gute Erfahrung, hier zu spielen und sozusagen zurück zu den Wurzeln zu kommen. Hier fangen wir wieder von vorne an, während wir in Schweden schon sehr erfolgreich sind. Es ist gut, dass wir hier nicht direkt auf einer riesigen Bühne spielen, weil wir schonmal einen Hit hatten, denn das wäre Selbstmord. In unserer Heimat spielen wir in Läden mit 2.000 bis 8.000 Leuten Kapazität, während es in Hamburg 250 waren.

Musicscan: Wie kommt es zum Bandnamen TAKIDA?

Takida: Takida ist der Nachname eines Charakters aus der Mangaserie Silver Fang. Ich habe diese Serien alle verschlungen in den Achtzigern. Dieser Takida ist ein fieser Mann, aber irgendwie auf einer guten Art und Weise. Er ist einer von den Guten und sehr stark. Er übersteht einfach alles.

Musicscan: Wenn TAKIDA auch nur einen Teil der Eigenschaften dieser namensgebendern Comicfigur hat, sollte auch dem Erfolg außerhalb Skandinaviens nichts im Wege stehen. In den 30 Minuten, die sie am Abend hatten, hauten sie den anwesenden Besuchern ihre Hits um die Ohren, die dort sicher noch für viele neu waren. Läuft alles wie geplant, wird das Quintett aber schon bald mehr als ein Newcomer sein und den europäischen Markt erobern.

 
 Links:
  myspace.com/takidamusic
 
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