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Parsifall

Storie von: arne, am 15.07.2009 ]

Das Debüt „Tears To Wine“ ist gerade einmal ein halbes Jahr auf dem Markt, da legen PARSIFALL schon nach und veröffentlichen mit „Hercules Furens” ihren zweiten Longplayer. Dem deutsch-amerikanischen Quartett scheint es wichtig, zeitnah stärkeres und aktuelles Material vorzulegen, nachdem es einige Zeit gebraucht hatte, die erste Platte auf den Markt zu bringen.

 
Der Heavy-Crossover zwischen Neo-Thrash, MidTempo-Death-Metal, modernen NuMetal-Tendenzen und einer kleinen MetalCore-Kante entwickelt sich abwechslungsreich und beständig. Nach kleineren Touren und in einem gefestigten Line-Up wissen PARSIFALL längst, was sie wollen: „An sich waren wir schon bei „Tears to Wine“ von der Qualität der Songs überzeugt, vor allem im Hinblick auf den Weg, den wir eingeschlagen haben,“ rekapituliert Drummer Erik. „Die Songs sind alle erst nach den Besetzungswechseln an Bass und Schlagzeug entstanden. Die wichtigste Erkenntnis für uns war, dass die neue Konstellation organisatorisch und auch beim Songwriting gut funktioniert.“

Shouter Dave nennt weitere Gründe, die zu einem besseren Zweitwerk geführt haben: „Schon vor dem Recording haben wir die Songs auf Tour mit Onslaught und Ektomorf live gespielt und wussten vom positiven Feedback, dass sie gut ankommen. Als Musiker sollte man sich nur darum kümmern, wie die Fans auf Songs reagieren, denn für sie schreibt man die Stücke ja.“ Dennoch lässt sich die Band treiben und folgt dem, was sich natürlich einstellt, wie Erik verrät:

„An das Songwriting für „Hercules Furens“ sind wir mit viel Bachgefühl herangegangen. Wir wollten die Stärken von PARSIFALL, wie wir sie sehen, noch besser auf den Punkt bringen. Heraus stechen die schwer groovenden, atmosphärischen Parts, die mit straighten, thrashigen Elementen kontrastiert werden. Daneben war uns auch die Abwechslung innerhalb der Songs und in Bezug auf die komplette Setlist sehr wichtig. Dennoch ist die neue CD für die Entwicklung unserer Band nicht einfach einzuordnen, da wir meiner Ansicht nach noch immer am Anfang stehen. Wir haben uns eine gute Basis erarbeitet und wollen darauf aufbauen. In dieser Hinsicht ist das Album als Leuchtturm zu sehen, der unseren zukünftigen Weg, wie wir ihn musikalisch gehen wollen, vorzeichnet.“ An Motivation mangelt es der Formation Shouter Dave zufolge nicht:

„Wenn man sieht, dass die eigenen Songs ankommen, ist das ein bestätigendes Gefühl, das motiviert, weiterzumachen. Gerade am Anfang ist es für jede Band schwer,


Fans zu gewinnen, denn man muss sich jenseits aktueller Trends im Metal oder Hardcore einen eigenen Sound erarbeiten, der die Leute anspricht. Das ist gerade live eine Herausforderung, wenn man vor dem ersten Track in zweifelnde Gesichter blickt, die fragen, weshalb man mit diesem Aussehen auf einer Hardcore- oder Thrash-Show auftritt. Inzwischen wird uns immerhin schon Interesse entgegengebracht, und die Leute kommen nach den Shows zu uns und sprechen über das, was wir machen. Das ist ein erster Etappenschritt.“ Mit ihrem explosiven „Hercules Furens” dürften PARSIFALL weitere Fans hinzugewinnen, zumal alle Beteiligten an einem Strang ziehen: „In der aktuellen Besetzung harmonieren wie als Band sehr gut,“ so Erik.

„Die Kommunikation beim Songwriting hat sich mit Fortbestehen der aktuellen Besetzung stark verbessert, da jeder die Einflüsse und Vorlieben der anderen kennt, und wir auch wissen, wie wir uns gegenseitig unsere Ideen mitzuteilen haben. Für mich hat sich nach einer Gewöhnungsphase auch die Sprachbarriere zu den amerikanischen Bandmitgliedern komplett aufgelöst. Außerdem haben wir es uns angewöhnt, Ideen fallen zu lassen, wenn wir mit ihnen nicht weiter kommen oder uns unwohl fühlen. Für das Songwriting zu „Hercules Furens“ war wichtig zu wissen, mit dem Debüt grundsätzlich eine gute Basis gesetzt zu haben, an der wir ansetzen konnten. Am meisten beeinflusst haben uns jedoch der große Zeitdruck (ca. drei Monate für zehn Songs) und mehr noch die persönlichen Situationen der Bandmitglieder, die das Problem noch verstärkt haben. Wir haben berufs- und studienbedingt extrem wenig Zeit zum Proben. Teilweise kamen wir nur zwischen 23:00 und 02:00 Uhr nachts zusammen. Dadurch, dass das Songwriting quasi mitten in den regulären Alltag reingepresst wurde und man vor und nach der Probe keine Zeit zum Runterfahren hatte, entluden sich Stress, Spannungen, Emotionen und die Eindrücke des Alltags ungefiltert im kreativen Prozess des Songschreibens. Man kann sagen, dass der Stress unsere Triebfeder gewesen ist. So entstanden vielseitige und auf den Punkt gebrachte Songs.“

 
 Links:
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