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Molotov Solution

Storie von: arne, am 12.07.2009 ]

Nach ihrer Split mit War From A Harlots Mouth und dem selbstbetitelten Album aus dem letzten Jahr auf Twelve Gauge sind MOLOTOV SOLUTION auf Metal Blade angekommen. Dort veröffentlicht das Death’n’Grind-Quintett mit „The Harbringer“ ein schwergewichtiges und schön rabiates Zweitwerk. Die Gruppe aus Las Vegas ist nach US-Touren mit Whitechapel, Through The Eyes Of The Dead und Knights Of The Abyss glänzend vorbereitet, nun auch international durchzustarten.

 
„War From A Harlots Mouth und wir sind damals irgendwie in Kontakt gekommen und fanden die Idee einer gemeinsamen Split von Anfang an gut,“ erinnert sich Gitarrist Robbie Pina. „Jeder Band gab das die Möglichkeit, sich auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks zu präsentieren und eine erste Duftnote zu setzen. Zuvor hatten weder sie noch wir die Chance, eine CD in einem anderen Land zu veröffentlichen, also war die Split eine tolle Möglichkeit.“ Probleme mit dem Line-Up verhinderten in der Folge eine schnellere Entwicklung des Band-Sounds, doch endlich haben MOLOTOV SOLUTION eine feste Besetzung gefunden:

„Was uns nach vorne gebracht hat, ist vor allem das neue Line-Up, in dem wir tatsächlich zu alter Stärke zurückgefunden haben und nun groß auftrumpfen. Wir sind so dankbar dafür, dass wir unsere originalen Gitarristen und Bassisten zurück haben, die sich vor dem Songwriting von „The Harbringer“ kreativ noch nicht einbringen konnten und am Debüt nicht beteiligt gewesen sind. Dank ihrer Mithilfe ist ein abwechslungsreiches Album entstanden, dessen Einflüsse von Thrash und melodischem Metal bis hin zum Death, schleppenden Passagen und fiesem Grindcore reichen. Verglichen mit dem Debüt ist „The Harbringer“ ein Quantensprung, von dem die Fans sicherlich überrascht sein werden,“

wertet der Gitarrist zurecht selbstbewusst. Die Wechsel im Line-Up hat das Quintett aus Nevada als kreativen Neustart begriffen und die nötigen Anpassungen im Arbeitsprozess reibungslos umgesetzt: „Aufgrund der personellen Veränderungen mussten wir unser Songwriting zwangsläufig umstellen und haben schon allein deshalb viele Dinge anders gemacht. Das beginnt damit, dass wir als Band deutlich mehr Zeit gemeinsam verbracht haben. In der Zeit, in der das Album entstanden ist, lebten wir zusammen, haben intensiv gearbeitet und uns nur dann zum Schlafen hingehauen, wenn nichts mehr ging. Beim Zusammenwachsen, aber auch beim Songschreiben, haben uns Trinken und Rauchen maßgeblich geholfen. Wir sind am Ball geblieben und haben


alles zusammen erledigt. Das Resultat ist ein Gemeinsachftswerk, während unser Debüt nur von einem Einzelnen geschrieben worden ist. Nur so ist es uns gelungen, das Album variabel und überraschend anzulegen, ohne unseren wuchtigen Groove und die Brutalität aufgegeben zu haben.“

Da ist es kein Wunder, dass sich auf „The Harbringer“ die bislang stärksten Tracks von MOLOTOV SOLUTION finden. Robbie benennt sie treffsicher: „Vom Songwriting und der Wirkung her sind ,Monolithic Apparatus’ und ‚Corpus Imperium’ die beiden Stücke, auf die wir besonders stolz sind. In ihnen haben wir schon in einer frühen Arbeitsphase intuitiv all das berücksichtigt, was sich erst später als unser Bandsound herauskristallisiert hat. Sie sind die Quintessence dessen, wofür wir stehen. Was uns herausfordert und reizt, ist vor allem der rhythmische Bereich der Musik, in dem es so viele Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Für die Zukunft ist es unser Ziel, die Barriere zwischen dem sogenannten Deathcore und rhythmischer, grooviger Extrem-Musik noch weiter einzureißen. Daran arbeiten wir schon von Beginn an, doch auf dem neuen Album ist es deutlicher denn je. Unser Stil hat sich ein wenig gewandelt, doch die Basis dessen, was MOLOTOV SOLUTION auszeichnet und wofür wir stehen, ist gleich geblieben.“ Mit einer Einordnung seiner Band im Deathcore hat der Gitarrist keine Probleme und sieht die rege frequentierte Spielart noch längst nicht an einem Scheitelpunkt angekommen:

„Ein Ende des Interesses auf Hörerseite ist für mich nicht in Sicht. Die extreme Deathcore-Szene ist zu einem Monster geworden, dass man weder zähmen noch irgendwie einschränken kann. Auch zukünftig werden wir überrascht sein, was aus dem Underground noch alles zu hören sein wird. Es sind so viele kreative und gute Bands unterwegs. Befürchtungen, das es zu einer Stagnation kommen könnte, habe ich nicht.“ MOLOTOV SOLUTION leisten mit „The Harbringer“ ihren Beitrag, den Fans neues Futter vorzusetzen und sie mit wandlungsfähigen, brutalen Tracks herauszufordern.

 
 Links:
  myspace.com/molotovsolution
 
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