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Baroness – Studioreport

Storie von: arne, am 02.06.2009 ]

Der Relapse-Einstand von BARONESS liegt knapp zwei Jahre zurück. In Support von „Red Album“ ist die Band aus Savannah, Georgia unermütlich auf Tour gewesen. Nun steht endlich ein neuer Longplayer an. Wohin die Reise geht, ist noch nicht abschließend klar, doch in den Weiten zwischen Post-, Prog-, Stoner-/Hard-Rock und Heavy-Doom findet das Quartett vielfältige Spielwiesen, ihren intensiven, fesselnden Sound dynamisch in Szene zu setzen.

 
„Mit der Arbeit am neuen Album geht es gerade erst los,“ äußert sich ein gut gelaunter John Baizley (Gitarre und Gesang) am Telefon. „Solange ich antworten kann, tue ich es, doch aktuell gibt es noch nicht viel zu sagen. Nicht einmal Song-Titel stehen, von einem Platten-Titel ganz zu schweigen. Selbst Arbeitstitel existieren nicht. Geheimnisse gibt es aber keine, also nur zu.“ Der aktuelle Arbeitsstand ist schnell zusammengefasst: „Es läuft super. Wir sind jetzt seit eineinhalb Wochen hier im Studio in Dallas. Schlagzeug und Bass sind bereits im Kasten, so dass Allen und Summer schon wieder zurück nach Hause sind. Jetzt sind die Gitarren dran. Pete und ich haben in den kommenden eineinhalb Wochen noch einiges zu tun.“

Die Musiker nehmen sich die kreative Freiheit, allein ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen: „Mit Erwartungen und externen Einflüssen beschäftige ich mich kaum. Fest steht, dass „Red Album“ vor zwei Jahren veröffentlicht worden ist und wir zwei Jahre lang auf Tour gewesen sind. Viele der Songs sind nach diesen zwei Jahren zu neuen Stücken geworden, so dass wir sie ein zwietes Mal aufnehmen könnten. Natürlich haben wir zwischendurch aber neue Tracks geschrieben, von denen wir bereits einige im Live-Programm spielen. Von der Tendenz her sind die neuen Stücke alle etwas flüssiger angelegt und für uns einfacher zu spielen. Es ist aber kein Risiko, denn wir wissen ja schon, dass sie den Fans gefallen.“

Der Live-Test ist für BARONESS dabei die Bestätigung, mit dem eigenen Anspruch richtig zu liegen: „Wenn wir Songs schreiben, starten wir immer mit den Gitarren. Erst wenn uns die Gitarren etwas bedeuten, nehmen wir Bass und Schlagzeug dazu. Wenn man von den zugrunde liegenden Ideen nicht vollends überzeugt ist oder die Beziehung zu ihnen nicht stimmt, kann man sie nicht guten Gewissens vor einem Publikum performen. Deshalb gehen wir mit jedem Track an die Grenze dessen, was uns möglich ist. Das


hilft dabei, sich nicht zu wiederholen, sich beständig herauszufordern und selbst interessiert zu bleiben.“ Restriktionen kennt das Quartett in seiner Arbeit nicht: „Die einzige Auflage ist es, dass wir mit unserer Musik niemanden ausschließen wollen. Wir kommen aus völlig unterschiedlichen Backgrounds und hören alle vorstellbaren Arten von Musik. Da ist es nur natürlich, dass unsere Stücke Hörern verschiedener Spielarten zusagen. Man muss kein Heavy Metal-Fan sein, um BARONESS zu mögen. Eine größere Ehre gibt es ja gar nicht, als wenn sich jemand angesprochen fühlt, der sonst gar keine Heavy-Musik hört.“ Über die Jahre ist der Sound der Musiker aus Savannah immer rockiger und eingängiger geworden. Das setzt sich auf dem neuen Album fort:

„Das ist nicht geplant, doch es scheint mit dem Alter zusammen zu hängen. Wenn man schon Jahre lang unterwegs ist und viele Bands und Konzerte gesehen hat, erkennt man, dass Melodien und wiedererkennbare Elemente immer wichtiger werden und man stärker mit ihnen arbeitet. Dasselbe gilt für die Variabilität im Songwriting. Auf der neuen Platte entdecken wir die Melodien für uns. Das ist durchaus risikoreich, denn man weiß nicht, wie es ankommt. Einigen Bands hilft es, andere werden deswegen abgestraft. Doch was wir super-slow und super-heavy zu sagen hatten, ist gesagt. Nun geht es dort weiter, wo wir in der Vergangenheit zu selten verweilt haben. Die Mischung aus seichteren und schweren Passagen hat es in sich. Wir nehmen die Herausforderung an und erkunden ein Gelände, das wir noch nicht betreten hatten. Im Ergebnis steht ein neues Level an Abwechslung, das unsere Veröffentlichungen so noch nicht aufgewiesen haben. Die richtige Balance zu finden, hat uns viel Zeit gekostet, denn wenn man nicht nur heavy unterwegs ist, braucht es gute Kontraste. Für jede aggressive Passage gibt es eine relaxte. Für jeden Heavy-Moment gibt es einen leichter verdaulichen. Seid gespannt.“

 
 Links:
  myspace.com/yourbaroness
 
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