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DÅÅth

Storie von: arne, am 27.05.2009 ]

DEN LÜGEN AUF DER SPUR: Mit ihrem Zweitwerk „The Concealers“ beleuchten DÅÅTH die Facetten unterschiedlicher Wahrheitsauffassungen im Kleinen wie im Großen. Anders als beim 2007er Debüt liegt dem neuen Material des Quintetts aus Atlanta, Georgia dieses Mal sowohl ein konzeptioneller Rahmen als auch ein stimmiger Extrem-Sound zwischen Death-, Thrash- und Black Metal zugrunde.

 
„Die Natur beider Alben unterscheidet sich deutlich, denn der zugrunde liegende Anspruch ist jeweils ein anderer,“ erklärt Gitarrist und Bandkopf Eyal Levi. „„The Hinderers“ ist eine Sammlung von Demo-Material gewesen, das über den Zeitraum von zehn Jahren entstanden ist. Als ich Songs wie ,Warborn’ geschrieben habe, bin ich gerade mal 16 Jahre alt gewesen. Bei ,Dead On The Dance Floor’ wiederum habe ich noch versucht, völlig gegensätzliche Stile zu kombinieren, was nicht funktionieren konnte. Von den ganzen Line Up-Wechseln ganz zu schweigen. Das Debüt ist eigentlich ein Vollzeit-Demo gewesen. Erst jetzt mit „The Concealers“ erscheint ein erstes richtiges Album. Es ist das Ergebnis einer überaus intensiven Arbeitsphase von fünf eingeschworenen Musikern, die wütend und angepisst sind und begierig zu zeigen, was in ihnen steckt. Das Songwriting brauchte gerade mal drei Monate und gleich anschließend sind wir ins Studio und haben aufgenommen.“

Entstanden ist eine gleichsam kompakte wie kompromisslose Metal-Platte, auf der sich DÅÅTH von Beginn an in einen Rausch prügeln. Ein Vorzug des Quintetts ist es, dass es europäisch und amerikanisch zugleich klingt, ohne die eigene Herkunft preiszugeben. Dafür entwickelt sich „The Concealers“ zu unberechenbar und brutal: „Jeder von uns hatte seine Gründe, extrem aufzuspielen und ans Limit zu gehen, und das sind wir alle.


Als Band profitieren wir davon, dass alle Involvierten ihren Lebensunterhalt als Musiker bestreiten. Wenn wir pausieren, ist jeder von uns in Projekten, anderen Gruppen oder als Session-Musiker aktiv, so dass wir unsere individuellen Fähigkeiten kontinuierlich erweitern und beständig mit neuen Stilen und Ideen konfrontiert werden. Das führt dazu, dass sich der Sound von DÅÅTH zwangsläufig verändert, wenn wir wieder aufeinandertreffen.“ Eyal Levi schätzt die Herausforderung nicht allein auf der musikalischen Seite:

„Die Platte basiert auf einem Konzept, das sich im Kern um Lügen dreht – sowohl zwischen Personen und in den Medien als uns selbst gegenüber. Egal, ob wir es wollen oder nicht, lügen tun wir alle. Die entscheidenden Fragen sind jedoch, in welchem Ausmaß man es selbst tut und wie viel man sich selbst vormachen lässt. Abhängig von den individuellen Erfahrungen werden die Stücke von „The Concealers“ unterschiedliche Wirkungen und Erkenntnisse in den Hörern hervorrufen.“ Eine dezente Industrial-Edge und füllende Keyboard-Klänge sorgen für zusätzliche Dichte der Songs, während die progressive und experimentierfreudige Haltung von DÅÅTH für vertrackte und herausfordernde Strukturen und geheimnissvolle Atmosphären garantiert. So, wie Lügen nicht immer auf den ersten Blick zu identifizieren sind, geben auch die Musiker ihre Absichten nicht sofort preis.

 
 Links:
  myspace.com/daath
 
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