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Kylesa

Storie von: arne, am 27.03.2009 ]

Die „Underground-Kings“ KYLESA zeigen sich nimmer müde – weder in das nächste Tour-Abenteuer zu gehen noch sich musikalisch weiter zu entwickeln und den eigenen Heavy-Mix immer brachialer und vielschichtiger anzulegen. Die dritte Prosthetic-Platte der Formation aus Savannah, Georgia gleicht einem Manifest, das unglaublich intensiv, dreckig und organisch ist. Wer eine Affinität für Gruppen wie Mastodon, Minsk, Rwake, Neurosis, Torche, Tragedy oder His Hero Is Gone mitbringt und sich den „kleinsten gemeinsamen Nenner“ der Genannten vorstellen kann, findet in „Static Tensions“ die Erfüllung seiner musikalischen Träume.

 
„Diese Charakterisierung trifft es schon ganz gut,“ erwidert Gitarristin und Sängerin Laura Pleasants. „Entscheidend ist für uns das Zusammentreffen von Aggression und Zerstörung mit Emotionen und psychedelischen Elementen. Unser Sound lässt sich im Grunde schlecht beschreiben, man muss ihn hören. Die Breite unserer Einflüsse verwehrt es, dass wir mit einem bestimmten Label zu belegen sind. Am Ende klingen wir eigen und eben nach KYLESA.“ Um die Ausnahmestellung und Klasse der Gruppe weiß man schon längere Zeit. Doch was das Outfit mit seinem vierten Album abliefert, stellt das bislang Gewesene in den Schatten. Hinsichtlich der umgesetzten Konsequenz und der Massivität der Songs erreichen die Musiker ein neues Level, an dem sich der Heavy-Underground zukünftig messen lassen muss:

„Mit etwas Abstand ist uns aufgefallen, dass „Static Tensions“ vielschichtiger und vertrackter ausgefallen ist als die Platten davor. Auf der anderen Seite ist es aber sehr intuitiv geblieben und entwickelt sich als zusammenhängendes Ganzes. Es gab keine bestimmte Richtung, der wir gefolgt sind. Als einziges Ziel hatten wir, das Energie-Level, das „Time Will Fuse Ist Worth“ beinhaltete, abermals zu erreichen und insgesamt noch brachialer und eigenständiger zu klingen. Also haben wir ausgehend von unserer Historie weitergedacht und Sachen ausprobiert, die sich natürlich eingefügt haben. Im Ergebnis ist es einfach mehr und wir sind mehr als zufrieden.“ Zitate aus dem Metal, Doom, Sludge, Hardcore und Crust-Punk formen einen lebendigen und bitterbösen Massiv-Sound, der gleichsam bombastisch wie beängstigend wirkt. Allumfassend und scheuklappenfrei ist er sowieso:

„Wir sind 2001 aus den Überresten von Damad entstanden


und teilten von Beginn an die Überzeugung, uns weder von Genre-Grenzen noch anderen Limitierungen einschränken zu lassen,“ erläutert Laura. „Zentral steht für uns die kreative Freiheit, das zu machen, wonach uns ist und alles auszuprobieren, was sich sinnvoll anfühlt und interessant ist. Im Bereich der Heavy-Musik gibt es noch so viel zu entdecken. Vom Start weg war für uns ebenso klar, dass wir keinen „normalen“ Frontmann haben wollten, denn das setzt für jede Band Grenzen. Bislang sind wir mit unserem Ansatz weit gekommen. Schwere Sounds sind über die Jahre immer populärer geworden. Davon profitieren mittlerweile selbst KYLESA, auch wenn wir uns allen Trends erwehren und die bleiben, die wir schon immer waren. Dafür, dass wir immer an die Grenzen des Machbaren gehen, werden wir inzwischen von vielen Hörern und Kollegen geschätzt und respektiert. Und so wird es für uns weiter gehen.“

Für den Aufstieg mit entscheidend waren die „richtigen“ Touren (u. a. mit Genghis Tron, High On Fire, Planes Mistaken For Stars und bald mit Mastodon) und das hohe Energielevel, das KYLESA auf der Bühne erreichen: „Was das Touren anbelangt, sind wir flexibel. Das muss man als Band ohnehin sein. Solange wir die Gruppen mögen, touren wir mit jedem, unabhängig davon, ob der Stil passt oder nicht. Manchmal scheint es so zu sein, dass es bei zu gravierenden Stil-Unterschieden für die Leute zu viel des Guten ist, aber verallgemeinern lässt sich das nicht. Für die Künstler ist es jedes Mal eine tolle Herausforderung und bringt mehr Spaß, als wenn drei gleich klingende Bands touren, die austauschbar sind. Davon hat das Publikum auch nichts. Wir nehmen jede Herausforderung an und machen das Beste daraus.“

 
 Links:
  myspace.com/kylesa
 
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