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Wbtbwb

Interview von: arne mit Tobi, am: 18.03.2009 ]

Der Debüt-Titel „Das Monster aus dem Schrank“ wirkt angesichts des kreativen und positiv durchgeknallten Schaffens von WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER fast zu gewöhnlich. Um das Feld der Kinderlieder nicht allein Oomph! zu überlassen, setzt sich das Duo aus Lübben auf seinem ersten Album mit Stücken wie ,Alle meine Entchen’, ,Hänschen Klein’ und ,Backe Backe Kuchen’ auseinander, die es in einem Weirdo-Mix zwischen Screamo, Nitendo- und DeathCore inszeniert. Da die musikalische Welt der Brandenburger nicht allein auf drei wesentlichen Stil-Richtungen fußt, fließen mitunter auch Elemente aus dem Sludge, Electronica und Pop mit ein.

 

Musicscan: Bitte fasst anfangs das „Wesen“ von WBTBWB in 3 oder max. 4 Sätzen zusammen. Was muss (!) man über Euch wissen?

Wbtbwb: Hallihallo, wir sind WBTBWB aus dem grünen Spreewald, wo man noch mit dem Kahn zur Schule starken muss. Wir versuchen uns möglichst in keine Musikgenreschublade stecken zu lassen, sondern musizieren einfach nach Lust und Laune so wie es uns grad gefällt, tja und die Texte sprechen ja auch für sich.

Musicscan: Mit welchen Absichten seid Ihr in das „Abenteuer“ der Band gegangen? Welche Ziele habt Ihr Euch gesteckt und wie haben sich diese bis heute weiter entwickelt?

Wbtbwb: Marci und ich (Tobi) waren schon vorher in einer Metalcoreband zusammen, jedoch trafen uns regelmäßig abends um einfach mal neues auszuprobieren. Das sollte eigentlich nur für uns sein jedoch schien es einigen Leuten zu gefallen. Also bauten wir in einer Nacht und Nebelaktion unser Debut „Das Monster aus dem Schrank“. Unser größtes Ziel ist das unser nächstes Album wieder genauso gut ankommt, wenn nicht sogar noch besser.

Musicscan: Welche musikalischen Entwicklungs- bzw. Erkenntnisetappen könnt Ihr rückblickend in der Entwicklung von WBTBWB ausmachen, die Euch zu Eurem jetzigen Sound geführt haben?

Wbtbwb: Angefangen hat das mit dem Versuch zu breen. Die ersten Songs hatten einfach mal gar keine Texte aber darauf kam es auch damals nicht an :-) man konnte es als Grindcore bezeichnen. Mittlerweile sind da unendlich viele Einflüsse hinzugekommen. Fast schon poppig sind einige Nummern.

Musicscan: Da Ihr die Erfahrung ja frisch durchmacht: Wie schwer fällt es heutzutage, den Namen einer neuen Band unter die Leute zu bekommen? Was habt Ihr getan, um erste Aufmerksamkeit zu erregen? (jetzt mal abgesehen vom Stil)

Wbtbwb: Das ist kein Witz, aber wir haben gar nichts gemacht. Einfach nur eine Myspaceseite erstellt und das ganze dann den besten 10 Freunden gezeigt. Die haben es wieder anderen Leuten gezeigt, und jetzt sind es schon so viele. Echt erstaunlich.

Musicscan: Etliche der heute angesagten Bands scheinen weder wirklich Spaß zu haben noch aufrichtig hinter dem zu stehen, was sie spielen. Dieses Gefühl kommt jedenfalls hier und da rüber. Bei Euch scheint es genau anders herum zu sein. Teilt Ihr die vorangestellte Einschätzung, und wie ist es um Euer Selbstverständnis und Eure Motivation bestellt?

Wbtbwb: Um Gottes Willen nein. Musik ist für uns der größte Spaß überhaupt, und grade WBTBWB ist total toll, dass man es nicht umsonst macht, sondern es anderen Leuten auch gefällt. Wir haben bei den Aufnahmen regelmäßig Lachflashs aus denen wir nicht rauskommen. Das liegt wahrscheinlich aber auch daran dass wir unter Schlafmangel leiden und erst um 10 Uhr morgens aufhören.

Musicscan: Was muss ein Song haben, um Euch zu rocken? Und wann wisst Ihr, dass ein Track fertig ist?

Wbtbwb: Er muss interessant sein. Viele Deathcore- und Metalcorebands klingen sehr ähnlich. Da fehlt der Pfiff dann irgendwann. Die richtige Mischung machts. Unsere Songs entstehen parallel zum aufnehmen. Dann weiß man auch gleich wie das Stück klingt. Wenn wir nach ein paar Stunden merken, dass der Song langweilig ist schmeißen wir den auch ohne mit der Wimper zu zucken wieder weg.

Musicscan: Wie wichtig ist es Euch, mit neuen Tracks immer wieder auch Neuland zu betreten und „Sachen“ auszuprobieren, die Ihr bis dahin noch nicht versucht hattet? Was habt Ihr diesbezüglich für das Zweitwerk vorgesehen, an dem Ihr sicherlich schon werkelt?

Wbtbwb: Das ist uns sehr wichtig. Keiner unserer Fans erwartet jetzt ein „das Monster aus dem Schrank 2“. Das wäre auch langweilig. Unsere bereits ersten fertigen Songs fürs nächste Album toppen unser Debüt um längen. brutaler Deathmetal, Techno, Pop, Electro…sehr viele neue Richtungen sind dabei, aber es wirkt komischer weise nicht übertrieben sondern zusammenhängend. Party Party sag ich nur ;)

Musicscan: Wie viel Intuition und Bauchgefühl steckt in Euren Songs?

Wbtbwb: Hmm, gute Frage. Für uns muss ein Song nicht schnelles Gitarrengefiedel sein, obwohl der Marci das ja echt gut kann, sondern muss grooven. Man muss mitnicken können und Spaß haben. Ich hoffe ich hatte die Frage jetzt richtig verstanden.

Musicscan: Neben den Abdreh- und Technik-Parts liefert Euer Debüt immer wieder auch verträgliche Passagen und wuchtige Grooves, die letztlich als quasi roter Faden durch „Das Monster aus dem Schrank“ führen. Mit welcher Intention habt Ihr diese Parts auf die Platte genommen?

Wbtbwb: Wie oben schon gesagt. Ab und zu brauch man halt einen Breakdown der das ganze zum grooven bringt. Uns ist bewusst, dass es wahrscheinlich jeden Breakdown schon gibt, aber das ist ein Musikalisches Mittel welches bei WBTBWB einfach Pflicht ist.

Musicscan: Wie wichtig ist es Euch, in den einzelnen Songs wieder erkennbare Elemente, wie Melodien, Hooklines und Grooves zu haben?

Wbtbwb: Gerade Melodien werden in dem heutigen Metal sehr vernachlässigt. Wir versuchen immer wieder neue Melodien zu komponieren und einzubinden. Das muss natürlich gelernt sein.

Musicscan: Seid Ihr in Euren Herzen Popper? Die Pop-Elemente prägen die Songs ja mindestens ebensosehr wie der Weirdo-Kram…

Wbtbwb: Im Herzen sind wir die brutalsten Deathmetalschlampen der Welt, jedoch muss man offen für alles sein, sonst hätten wir auch nicht so viele popige Einflüsse.

Musicscan: Auch wenn die Leute heute an stilübergreifende Sounds zwischen Metal, Hardcore, Screamo, Grindcore etc. gewöhnt sind, haben viele mit moderner „Crossover-Mucke“ immer noch Probleme. Ich könnte mir vorstellen, dass Metaller mit Euch nicht immer was anfangen können, und Ihr für den Hardcore-Kids wiederum mitunter zu abgefahren seid. Ist es für Euch schwer, einen Hörerkreis zu finden? Wie schätzt Ihr das ein?

Wbtbwb: Mittlerweile haben sich ja die größten Fans schon gezeigt. Wir bekommen jeden Tag Fanartworks oder Ähnliches, was wir dann auch bei Myspace hochladen. Es gibt da 2 Typen die ich noch mal hier grüßen möchte die irgendwie auf jeder Show dabei sind. Die fahren echt teilweise weiter als wir. Natürlich können uns diese ganzen Hardcorekids auf den Tod nicht leiden, aber damit können wir echt leben. Wer Fans hat wird auch immer gehasst, so ist das eben. Ein Metalmensch wird auch immer ein Metalmensch bleiben und wenn dann Popeinflüsse kommen ist die Band natürlich gestorben. Kann ich gut nachvollziehen :)

Musicscan: Letzte Worte?

Wbtbwb: Ja, „Wer das ließt ist doof“ ;)

 
 Links:
  myspace.com/wbtbwb
 
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