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The Sorrow

Storie von: arne, am 13.02.2009 ]

Mit „Blessings From A Blackened Sky“ haben THE SORROW vor zwei Jahren ein Debüt abgeliefert, das perfekt in den Zeitgeist passte und ihnen viele Lobpreisungen eingebracht hat. Da die Österreicher direkt nach der Veröffentlichung der Platte in einen Live-Marathon von mehr als 150 Shows gegangen sind, war zu vermuten, dass sie als Band reifen und eigene Trademarks herausarbeiten würden. „Origin Of The Storm” verschafft nun die Gewissheit darüber, das sich als weitaus straffere und metallischere Platte präsentiert.

 
„Wir haben uns als Band weiterentwickelt und versucht, die nächste Stufe zu erreichen, indem wir unser Debüt toppen.“, berichtet Gitarrist Andi. „Durch das ganze Touren sind wir technisch auf unseren Instrumenten gereift und das hört man. Wir sind eigentlich immer schon Metal gewesen, doch auf „Origin…“ haben wir das noch deutlicher in den Vordergrund gestellt.“ Das Zweitwerk der Alpen-Kombo ist ein knalliger und satt produzierter Metal-Brecher mit moderner Attitüde, auf dem sich THE SORROW erst gar nicht mit unnötigen Standortbestimmungen aufhalten. Mit treibenden Tempo-Parts, markanten Leads, melodischen Zwischentönen und guten Grooves entwickelt sich eine unterhaltsame und fesselnde Platte, bei der selbst das cleane Singen nicht überzogen wirkt: „Es stand nie zur Diskussion, auf den Cleangesang zu verzichten, denn er ist ein wichtiger Bestandteil unserer Stücke. Im Songwriting haben wir jedoch versucht, ein bisschen epischer an die Sache heranzugehen und Melodie und Härte besser miteinander zu verbinden. Im neuen Kontext wirkt auch der Gesang stimmiger.“

Das Album lässt erahnen, dass die Österreicher ihre Songs mit einem „Live-Setting“ im Hinterkopf geschrieben haben: „Ja, bei manchen Parts überlegt man schon, ob das live funktionieren wird, aber wir haben nicht ständig an die Bühne gedacht. Im letzten Jahr haben wir fast 150 Shows gespielt. Da merkt man mit der Zeit schon, was ankommt und was nicht. Für einen guten Live-Song ist der Groove das Wichtigste, denn wenn es groovt, dann wackeln auch die Köpfe.“ Insbesondere das Live-Spiel hat THE SORROW in ihrer Entwicklung voran gebracht und motiviert sie, nachzulegen: „Wir haben die beste Zeit unseres Lebens, lernen überall neue Freunde kennen, können die geilsten Städte bereisen und unsere Songs jeden Abend einem neuen Publikum präsentieren. Natürlich gibt es auch Tage, an denen man den Nightliner nicht verlassen will, weil man einfach müde oder erschöpft ist, aber wir lieben es, auf Tour zu sein und werden damit auch nicht so schnell aufhören.“ Mit ihrem gelebten Crossover-Ansatz dürfte die Band immer auf offene Ohren stoßen:

„Wir sind eine moderne Metal-Band, die extrem viele Stile in ihren Sound einfließen lässt. Man hört 80er-Jahre-Riffs, rockige Passagen und auch progressives Zeug. Wir versuchen, den Songs einen frischen Wind zu geben und sie interessant zu gestalten. Das zeichnet uns aus. Ein Trademark ist sicherlich Mätzes Stimme, die Power und Verzweiflung perfekt vereint und ein hohen Wiedererkennungswert besitzt.“ Das Quartett um den charismatischen Frontmann gibt sich auf „Origin Of The Storm” keine Blöße und schießt über die hohe Messlatte des Debüts deutlich hinaus. Die latente Hymnen-Orientierung trägt einen entscheidenden Anteil an der nachhaltigen Wirkung, doch THE SORROW teilen auch gehörig aus: „Wir wollten einfach das Bestmögliche tun, um „Blessings.


..“ zu toppen. Das letzte Jahr war wie ein Sturm für uns und das hört man der Platte auch an. Unser Ziel war es, uns 100 % treu zu bleiben und alles für die Band zu geben.“ Das bedeutet auch, mögliche Wiederholungen zu vermeiden und kontinuierlich zu wachsen: „Das ist uns sehr wichtig, denn wir wollten auf keinen Fall die gleiche Platte nochmal rausbringen. Wir alle sind sehr kreativ und es würde keinen Spaß mehr machen, wenn wir an einem Punkt stehen blieben und nichts Neues mehr ausprobieren würden. Die zweite Platte ist das Ergebnis einer Arbeitsphase, in der wir unserer Kreativität freien Lauf gelassen und uns keine Grenzen gesetzt haben. Das hatten wir zuvor noch nicht gemacht.“ Das heißt jedoch nicht, dass „Origin Of The Storm” zufällig entstanden ist:

„Es ist immer gut, wenn man sich einen kleinen Plan schmiedet. Sonst verliert man irgendwann den Überblick und überlädt die Songs. Spätestens im Studio werden manche Pläne ohnehin über Board geworfen und die Intuition siegt. Es spricht aber nichts dagegen, eine gesunde Ordnung in den Songs haben.“ Neben den straighten Tempo-Parts liefern THE SORROW immer wieder auch melodische Passagen und wuchtige Grooves, die als roter Faden durch das Album führen: „Für uns ist es das Wichtigste, die Songs interessant zu gestalten und mit groovigen und melodischen Parts aufzulockern. Es ist uns einfach zu langweilig, straight durchzubolzen. Höhen und Tiefen brauchen wir ebenfalls, denn das macht schlußendlich einen guten Song und eine gute Platte aus.“ Was im Ergebnis eine gute Band auszeichnet. Angesichts der Unmengen an jungen Metal-Formationen scheint es dem Quartett gelungen zu sein, etwas Besonderes in den eigenen Sound zu integrieren und so den eigenen Namen ins Gespräch zu bekommen:

„Es ist schon schwierig, herauszustechen. Man muss hart daran arbeiten, immer besser zu werden und stets alles geben. Wir haben ein sehr gutes Team, das hinter uns steht. Das ist sehr wichtig, wenn man eine Band längerfristig aufbauen will. Das klingt vielleicht kitschig, aber wir haben immer an uns geglaubt und den Blick stets nach vorne gerichtet. Glaube, das ist unser Rezept! Jungen Bands kann ich nur eines raten: proben, proben, proben und lasst immer die Musik für euch sprechen.“ Auf der anstehenden Tour mit Sepultura werden THE SORROW wiederum lautstark die eigene Werbetrommel rühren, doch die Österreicher können nicht in ihrer Bestbesetzung antreten: „Weil unser Drummer aus privaten Gründen nicht mitfahren kann, sind wir schon ein bisschen nervös. Mit Nick „Knochenfaust“ Wachsmuth, der sonst bei Maroon die Felle versohlt, haben wir aber einen sehr guten Ersatz für Dominik gefunden. Wir freuen uns, dass wir auch Länder besuchen werden, in denen wir noch nicht gespielt haben und werden sicherlich jeden Abend 120 Prozent geben und den Leuten eine energiegelade Show vor den Latz knallen!“

 
 Links:
  myspace.com/thesorrowmetal
 
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