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A Poetic Yesterday

Storie von: arne, am 11.01.2008 ]

Die aus Birmingham stammenden A POETIC YESTERDAY verbuchen mit „A Little South Of Zero“ einen überaus gelungenen Einstand auf Rising. Das Debüt des englischen Quintetts ist im Spannungsfeld zwischen Emo/Screamo, Post-Hardcore und NBWOHM-Sounds angesiedelt, was für ein dynamisches und abwechslungsreiches Soundbild, vielerlei Melodie und catchy Chöre garantiert. Und tatsächlich, so kommt es.

 
Die Jungs aus den Midlands sind seit Sommer 2005 aktiv und die drei Jahre bis zur Veröffentlichung des ersten Albums hat man genutzt. A POETIC YESTERDAY überraschen mit einem anspruchsvollen und eingängigen Werk, das auf ausgiebige Live-Erfahrung schließen lässt: „Danke für die Blumen. So etwas hört man natürlich gerne, doch es stimmt schon. Wir sind fünf Rabauken, die häufig gemeinsam auf Tour gehen, um eine gute Zeit zu haben und neue Leute kennen zu lernen. Die Art von Musik, die wir spielen, haben wir uns weder bewusst ausgesucht noch ist sie das Ergebnis irgendeines Kalküls. Wir schreiben, wonach uns ist, und solange sich das Ergebnis richtig anfühlt, passt es. In der Durchmischung mehrerer Stile sehe ich die beste Möglichkeit, gute Rock-Sounds zu erschaffen, die einige Leute ansprechen.“

Jedes der elf Stücke von „A Little South Of Zero“ ist ein Garant für intensive Live-Situationen mit einem bestens unterhaltenden Publikum. Die Breite der Einflüsse und das ganzheitliche Songwriting der Briten machen es möglich. A POETIC YESTERDAY tun wirklich eine Menge, aufzufallen und das gelingt ihnen: „Was mich langweilt sind die vielen Bands, die sich damit begnügen, allein so zu klingen, wie es die Vorreiter eines bestimmten Trends tun. Wie kann man sich damit zufrieden geben, nichts wirklich Eigenes zu machen und ständig mit Gruppen zusammen zu spielen, die wie man selbst klingen? Das wäre uns zu wenig, auch wenn es Bands wie der unseren ermöglicht, aus dieser Masse heraus zu stechen.“ Jenseits der harten, wütenden Strophen und wieder erkennbarer, clean besungener Refrains bietet die Rising-Kombo einen ausgeprägten Unterhaltungswert, dem Breitenwirkungspotenzial zuzuschreiben ist: „Wir streben nicht danach, möglichst vielen Hörern zu gefallen, und wenn du mich fragst, hoffe ich, dass wir niemals einen großen Hit haben werden, der uns aus dem Underground reißt. Allenfalls ein Level, wie es beispielsweise Rise Against erreicht haben, wäre für uns noch akzeptabel.“

Schaut man auf die markanten Stärken von A POETIC YESTERDAY, neigt man dazu, die Aussage als Understatement einzustufen: „Da muss ich nicht lange nachdenken. Was uns auszeichnet, sind die eingängigen, fast schon punkigen Chöre unserer Stücke, das Ausmaß an Energie, das wir vertonen, unsere Hingabe und die aufrichtige Liebe zu dem, was wir als Band tun. Unsere Tracks sind so zwingend und energetisch,


dass man sich ihnen quasi nicht entziehen kann.“ Angesichts dieser zutreffenden Charakterisierung verwundert das konsistent starke „A Little South Of Zero“ gleich nicht mehr ganz so sehr: „Wir selbst sind ebenfalls überrascht gewesen, wie reif und vielschichtig das Album geworden ist. Das ist das Schöne, wenn man sich selbst nicht unter Druck setzt und keiner streng definierten Richtung folgt. Man bewahrt sich alle Freiheiten und ist allein sich selbst verpflichtet. Etwas mehr als ein Jahr haben wir an den Songs gearbeitet und als wir aus dem Studio kamen, hatten wir mit „A Little South Of Zero“ ein Album eingespielt, das besser ausfällt, als wir es uns jemals erträumt hätten.“

Fans moderner Crossover-Klänge zwischen Killswitch Engage, All That Remains, Lostprophets, The Used, Thursday und Thrice kommen bei den Birminghamern voll auf ihre Kosten, obwohl das Quintett gerade erst am Beginn seines Weges steht: „Ich würde es wie folgt formulieren: Wir wissen durchaus, was wir mit A POETIC YESTERDAY erreichen wollen, aber noch haben wir eine Menge zu lernen. Als junge Band muss man zunächst die eigenen Möglichkeiten und Leistungsgrenzen bestimmen, um heraus zu finden, an welchen Stellschrauben man ansetzen muss, um sich zu verbessern. Darüber hinaus muss sich jede Gruppe ihre Sporen verdienen und ihren Platz finden. Unser Start ist vielversprechend verlaufen, auch wenn wir uns mit dem Debüt vielleicht noch mehr Zeit hätten lassen müssen. Dennoch sind wir schon jetzt mehr als zufrieden.“

In den metallischen Momenten kokettieren die Briten mit wilden Posen und bestens bekannten Riffs, doch tun sie das jeweils mit einem Grinsen auf den Lippen, so dass man ihnen nicht böse sein kann. Das Streben, A POETIC YESTERDAY eine persönliche Note zu verleihen, ist jederzeit spürbar: „Das ist sicherlich ein Ziel, das man stets im Hinterkopf haben sollte, das allerdings nur schwerlich umzusetzen ist. Natürlich vermeiden wir es, uns offensichtlich zu wiederholen und zu simple Songs zu schreiben, doch wenn es den einzelnen Song besser macht, sind wir zu allen Schandtaten bereit. Wir alle kommen aus unterschiedlichen „Ecken“, was sich in der Art und Weise ausdrückt, wie sich jeder von uns dem Songwriting nähert. Es wäre jedoch vermessen, zu behaupten, dass wir mit „A Little South Of Zero“ einen erkennbar eigenen Stil erschaffen hätten. So weit sind wir noch lange nicht.“

 
 Links:
  apoeticyesterday.co.uk
 
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