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Black Tide

Storie von: arne, am 27.11.2008 ]

Nur für wenige Nachwuchs-Bands erweist es sich als erfolgversprechender Weg, innovative Tendenzen von vorne herein auszuschließen und sich allein mit rückwärts gewandtem Material und offenkundigen Parallelen zu einschlägigen Größen der selbst gewählten Spielart in das Abenteuer einer neu zu begründenden Bandkarriere zu stürzen. In Florida scheint das ein Stück weit anders zu sein, denn ähnlich Trivium schielen nun auch die Jungspunde von BLACK TIDE auf den Metal-Thron und scheinen tatsächlich das Potenzial und die Klasse zu besitzen, in diesem Unterfangen erfolgreich zu sein.

 
„Jim Morrison und The Doors sind dafür verantwortlich, das ich heute Musiker bin“, benennt Bassist Zakk Sandler die eigenen Wurzeln. „Nachdem ich ihre Videos gesehen habe, wollte ich auch so rocken, wie sie es getan haben. Das mischte sich bald mit Van Halen, denn wenn man ‚Ain't Talking 'Bout Love’ hört, gibt es nur eines, was man tun will; sein Instrument greifen und auf der Bühne herum zu rennen. Seit den Zeiten von Van Halen gibt es im Hard Rock eine große Leere. Wir hoffen, diese mit unserem Album ausfüllen zu können.“ BLACK TIDE verfügen über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, doch nach einem Major-Signing, erfolgreich absolvierter „Ozzfest-Tour“ auf der Mainstage und dem abgefeierten Debüt „Light From Above“ ist das nachvollziehbar:

„Das Ozzfest zu spielen war ein Traum. Allein schon die Tatsache, all die tollen Bands Abend für Abend zu sehen und von ihnen zu lernen, war fantastisch. Was gibt es Größeres, als morgens aufzuwachen und zu wissen, dass du gemeinsam mit deinen Helden unterwegs bist?! Anfangs sollten wir eigentlich nur eine Show in Florida mitspielen, doch schnell bekamen wir von den Promotern das Angebot, die gesamte Tour mitzumachen. Acht Stunden, bevor es losgehen sollte, gab es jedoch einen Anruf mit der Mitteilung, dass uns Jägermeister nicht auf ihrer Bühne haben wollte, weil wir zu jung sind. Anstatt uns von der Tour zu werfen, haben uns die Booker auf die Hauptbühne gepackt.“ Die Jungs von BLACK TIDE sind zwischen 15 und 19 Jahren alt und in dem Ziel vereint, ihre Fähigkeiten als Musiker so schnell wie möglich auszubauen und sich als Band zu professionalisieren. Für gestandene Kapellen erschreckend dürfte die Tatsache sein, dass der Vierer trotz seines jungen Alters schon jetzt ungemein


abgezockt und zwingend klingt:

„Ursprünglich hießen wir gar nicht BLACK TIDE, sondern Radio,“ blickt Bassist Zakk auf den bisherigen Werdegang zurück: „Wenn es in der Schule nur vier Typen gibt, die Gefallen an härteren Sounds finden, lernt man sich automatisch kennen. Bis zur Band war es dann nicht mehr weit, auch wenn ich eigentlich gar nicht dabei sein wollte. Da sie jedoch keinen Bassisten fanden, habe ich meine Gitarre an den Nagel gehängt und diese Position übernommen. Was uns motiviert hat, loszulegen, war die geteilte Liebe zu Guns N Roses und AC/DC. Anfangs mussten wir noch lernen, miteinander auszukommen. Freunde sind wir erst mit der Zeit geworden, doch heute, vier Jahre später, kommen wir alle super miteinander aus. Auch mit unserem neuen Drummer, der jetzt ein Jahr bei uns ist, gibt es keine Probleme.“

Da BLACK TIDE gerade erst am Beginn ihres Weges stehen und mit „Light From Above“ ihr Debüt vorlegen, kann einem schon Angst und Bange werden. In ihrer stilistischen Mischung aus Thrash Metal und hymnischem Hardrock ist die Scheibe zutiefst unterhaltsam und das gerade weil sich die jungen Musiker so ungezwungen und frech durch alle nur erdenklichen Klischees und „Fettnäpfchen“ spielen. Interscope hat sich eine potente Gruppe geangelt, die zukünftig noch stärker für Furore sorgen wird: „Es ist ein Traum, auf Interscope gelandet zu sein. Viele Musiker beneiden uns dafür, denn sie haben nicht mehr als zwei Künstler im Programm, die miteinander vergleichbar sind, und kümmern sich sehr intensiv um ihre Gruppen. Wenn sie einen Act signen, glauben sie an diesen ohne Vorbehalte. Im Roaster neben Beck und Marilyn Manson zu stehen, hat schon etwas, auch wenn es sich immer noch ein wenig irreal anfühlt.“

 
 Links:
  blacktidemusic.com
 
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