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Ehnahre

Interview von: Daniel mit Ehnahre, am: 26.10.2008 ]

Denkt man an Death Metal, dann kommen einem sicher viele, heute als beinahe klassische geltende Bands in den Sinn, seien es us-amerikanische Bands wie Cannibal Corpse, Morbid Angel und Co.,vielleicht auch das europäische Pendant in Form von Hypocrisy, Unleashed und anderen. EHNAHRE aus Boston gehen das Thema allerding völlig anders an und kaum wird man obige Veteranen auf "The Man Closing Up" heraushören können. Sperrig, dem Ohr wenig schmeichelnd und sehr künstlerisch präsentiert sich hier eine Band, die den Soundtrack zur Apokalypse geschaffen hat.

 

Musicscan: Da man euch in Europa wohl noch kaum kennt, bitte verrate mir ein wenig über die Genese von EHNAHRE.

Ehnahre: DJ, John und ich sind zusammen auf der High School gewesen und spielten bereits damals in verschiedenen Bands. Dann trennten sich unsere Wege für eine Zeit, aber wir kamen wieder zusammen, um Kayo Dot zu gründen. Als wir dann dort allesamt ausstiegen, war schnell der Entschluß gefasst mit einer anderen Band weiter zu machen. Wir rekrutierten Andrew Hock, den wir schon vorher von seiner Band Biolich kannten.

Musicscan: Boston scheint, vornehmlich durch die zahlreichen großen Colleges eine Art Hauptquartier der HC-Szene zu sein. Euer Sound allerdings unterscheidet sich um Meilen davon. Wie ging eure musikalische Erziehung vonstatten und war es eine bewußte Entscheidung Death Metal mit Doom zu mischen?

Ehnahre: Nun, wir nennen es noch nicht einmal Doom, oder Death Metal. Wir bevorzugen den Terminus "Witch Metal". Musikalisch sind wir alle mehr oder weniger Eklektiker, also beeinflusst von vielen Dingen, u.a. eben auch durch Death Metal, Drone (sic!), zeitgenössische klassische Musik, freie Improvisation, Free Jazz, Electronic...

Musicscan: Was hat euch dazu bewogen die Texte von David Justice als Ausgangspunkt für eure Musik zu wählen und wie passt das in den musikalischen Kontext?

Ehnahre: Ich stolperte zufällig über seine Texte, als ich auf der Suche war nach ein wenig Poesie, zu der ich einen klassischen Kunstsong hatte schreiben wollen. Ich dachte mir, es wäre durchaus eine gute Basis für ein Death Metal Album. Die Texte passen nicht auf die Musik, es ist umgekehrt. Die Musik passt auf die Worte, denn das Gedicht kam zuerst und all die Musik wurde darum herum komponiert.

Musicscan: "The Man Closing Up" scheint wie ein ganz neuer Ansatz, egal ob man es als Death Metal oder Doom bezeichnet. Gibt es irgendwelche zeitgenössischen Bands, die euch dabei "geholfen", einen Impuls gegeben haben?

Ehnahre: Ich würde vermuten, daß die Bands der frühen 90er, wie eben Morbid Angel, Incantation und Immolation, Doombands wie Corrupted Eyehategod und Burning Witch uns am meisten beeinflußt haben. Daneben Komponisten und Improvisationskünstler wie Luciano Berio, Arnold Schönberg, Tatsuya Nakatani und Greg Kelley, letzterer hat auch zu unserer Scheibe etwas beigetragen.

Musicscan: Aus eurer Sicht: Ist EHNAHRE eher eine Band für die Bühne, oder doch eher ein Vergnügen für die heimische Anlage?

Ehnahre: Das komplette Bild bekommt man wohl doch eher, wenn man sich das Album von CD anhört.

Musicscan: Manches mal, wenn ich das Album gehört habe, hatte ich den Eindruck, daß "The Man Closing Up" einen guten Soundtrack abgeben würde. Ist das etwas, was ihr euch für die Zukunft der Band vorstellen könntet?

Ehnahre: Ich würde es lieben einige Parts von "The Man Closing Up" als Soundtrack zu benutzen. Am besten ein Film wie "Troll 3" oder "ET 2"...

 
 Links:
  myspace.com/ehnahremetal
 
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