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Anima

Storie von: arne, am 28.09.2008 ]

Die Nordhausener Jungspunde von ANIMA sind schneller als sie es selbst für möglich gehalten haben auf Metal Blade gesignt und eine der (!) deutschen Deathcore-Bands der Stunde geworden. Für das Quintett dürfte es einem Traum gleich kommen, im Roaster neben eigenen Favoriten wie The Black Dahlia Murder, Job For A Cowboy oder The Red Chord zu stehen. Obwohl die Inspirationsquellen der Thüringer offenbar sind, entwickelt sich „The Daily Grind“ als unterhaltsame und schön rabiate Scheibe.

 
Überraschungen gibt es im Verlauf der neun Stücke kaum, doch ANIMA wissen zweifellos, was sie da tun. Bassist Justin Schüler stellt die seit zweieinhalb Jahren werkelnde Band zunächst kurz vor: „Man braucht nicht viel zu uns sagen, denke ich. Wir sind fünf Jungs, die einfach brutale Mucke machen wollen und ihren Spaß daran haben. ANIMA war aber nicht immer ANIMA. Anfangs bestanden wir unter dem Namen Today Heaven´s Dying und waren musikalisch sehr frisch, noch viel frischer, als wir es jetzt sind. Mit der Zeit haben wir gemerkt, dass wir das, was wir machten, so nicht mehr wollten. Ein neuer Sänger kam und gleichzeitig ein neuer Name. Mit ANIMA war es nun daran, brutal durchzustarten. Eine der größten und wichtigsten Hürden war es, bei einem großen Label wie Metal Blade zu unterzeichnen. Dass das nun so schnell geklappt hat, ist natürlich ein absoluter Glücksfall für uns und wir sind sehr stolz darauf!“ In ihrer immer noch kurzen Karriere haben die Nordhausener schon Einiges durchgestanden. Ein Album auf Metal Blade kommt schließlich nicht von ungefähr:

„Es gab eine Menge Ereignisse, ohne die wir heute nicht da wären, wo wir jetzt sind. Nachdem wir begonnen hatten, erste Shows zu spielen und ein wenig rum zu kommen, galt es erstmal ein Label zu finden. Nach nicht einmal einem Jahr hatten wir das geschafft, indem wir bei All Life Ends Records unter „Vertrag“ genommen wurden. Das war für uns kleine Hosenkacker natürlich schon was absolut Geniales und wir hofften, dass es stetig so weiter geht. Was danach geschehen ist, konnte man zur damaligen Zeit absolut nicht ahnen. Ein weiteres Highlight waren selbstverständlich die ersten Aufnahmen zu „Souls Of The Decedents“ im Sommer 2006. Das war unsere erste CD mit elf Titeln. Das hat uns natürlich mit Stolz erfüllt. Knapp eineinhalb Jahre später, nach vielen regionalen und überregionalen Shows, nahmen wir uns vor, eine weitere MCD aufzunehmen, welche letztendlich an größere Labels geschickt werden sollte. Zusammen mit Basti von Deadlock und den Rape Of Harmonies Studios haben wir vier Tracks aufgenommen, gemixed und gemastered, aber nie prodziert.


Denn noch bevor wir diesen Schritt in Angriff nehmen konnten, hatte sich Metal Blade via MySpace bei uns gemeldet, wo wir bereits zwei Songs hochgeladen hatten. Die Lieder haben ihnen sofort zugesagt und nach zwei Monaten standen wir bereits im festen Roaster dieses großartigen Labels.“

Für ihren Label-Einstand „The Daily Grind“ mussten ANIMA allerdings noch weitere Songs schreiben und das war erst der Anfang: „Ja klar, es war viel Arbeit von der MCD bis zur fertigen Full-Length. Uns war direkt nach dem Unterschreiben des Metal Blade-Vertrages klar, dass mit dem eventuellen Erfolg auch der Stress enorm ansteigen wird, und dass es nicht einfach ist, im Music-Business dauerhaft zu bestehen. Wir wachsen definitiv mit den Aufgaben! Es ist schließlich auch komplettes Neuland mit dieser Masse an Interviews und allem anderen rund herum fertig zu werden. Aber es macht auch viel Spaß, und es ist mit einem Mal eine komplett andere Ebene, auch was unsere Auftritte angeht. Alles muss durchdachter und strukturierter von statten gehen.“

Was auch für den nächsten Longplayer gilt. Auf „The Daily Grind“ scheinen die Thüringer in einigen Momenten an ihre derzeitige Leistungsgrenze zu stoßen. Dass sie gleichfalls über ein großes Entwicklungspotenzial verfügen, wird offenbar, und Deathcore-Fans werden am Metal Blade-Einstand von ANIMA viel Freude haben. Die Aufgabe für die nächste Platte muss es allerdings sein, einen eigenständigen Sound heraus zu arbeiten: „Finde ich wirklich sehr konstruktiv! Du hast absolut Recht. Was die technische Seite angeht, ist es bis dato das absolute Ultimo gewesen, und wenn du sagst, dass du Entwicklungspotenzial siehst, dann freut mich das natürlich mächtig! Wir wissen, dass da noch viel viel mehr geht. Das hört man ja bei anderen Bands. Es gibt in dem Bereich so viele Truppen, die ein unglaubliches spielerisches Know-How an den Tag legen. Um aus dieser Masse irgendwie hervorzustechen, müssen wir sicherlich einen eigenen, oder einen noch individuelleren, Sound ausarbeiten. Doch schon jetzt sind wir gut dabei, denke ich.“ Wohl wahr, und ANIMA stehen ja gerade erst am Anfang.

 
 Links:
  myspace.com/animamusic666
 
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