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Don Caballero

Storie von: arne, am 16.09.2008 ]

DON CABALLERO meldeten sich 2006 mit ihrem „World Class Listening Problem“ nach einem mehrjährigen Split eindrucksvoll im Segment instrumentalen Rocks zurück. Das Umfeld war für die progressiven und herausfordernden Kompositionen von Mastermind und Schlagzeuger Damon Che endlich bereit, so dass die Band allerorten mit Interesse und Wohlwollen aufgenommen wurde.

 
Obwohl sich das „musikalische Antlitz“ gegenüber dem alten Line-Up etwas gewandelt zeigte, knüpften DON CABALLERO mehr oder minder nahtlos an ihre große Historie an. Nun legt man mit „Punkgasm“ nach und verändert sich. Die Wertschätzung für die Verdienste des Quartetts um herausfordernde Post-Rock-Kompositionen verdeutlichte nicht zuletzt das Signing auf Relapse, dem nach Veröffentlichung der Comeback-Scheibe etliche Touren folgten: „Wir haben uns von jeher als Live-Band verstanden.“, so Che.

„In Support von „World Class Listening Problem“ sind wir zwei Jahre unterwegs gewesen und haben alle Venues in Nordamerika mindestens zwei Mal gespielt und auch Japan einen Besuch abgestattet. Durch die Veröffentlichung der neuen Platte ist unser Termin-Kalender schon wieder ordentlich gefüllt. Im Oktober geht es nach Europa, wo wir uns durch die Niederlande, Belgien, Italien, Frankreich und natürlich auch Deutschland spielen werden. Wer uns noch nicht live gesehen hat, sollte diese Chance unbedingt wahrnehmen, denn es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis und mit den Platten nicht zu vergleichen. Wir leben für die Bühne.“

Doch auch „Punkgasm“ hat es in sich, denn DON CABALLERO tun eine Menge dafür, sich weiter zu entwickeln. Die Band aus Pittsburgh punktet wider Erwarten gerade mit den Stücken, in denen erstmals zaghafte Vocals zum Einsatz kommen und denen, die melodisch eingängig ausfallen und gerade nicht unzählige Male aufgebrochen werden: „Das heute generellere Sound-Bild hat sich über die Jahre von selbst heraus gebildet.“, erklärt der Drummer. „Wir sind da einfach hinein gewachsen und folgen dem, was sich als DNA unserer Band entpuppt. Es gibt nichts Schöneres, als sich selbst zu überraschen. Die Bandbreite


unserer Einflüsse, von denen der überwiegende Teil außerhalb von Metal und Prog liegt, eröffnet uns viele Möglichkeiten. Von AC/DC bis Petr Brotzman ist alles dabei. Wir sind Fans von Gone, eben so, wie wir die Tar Babies und die frühen Tage von SST schätzen.”

Die musikalische „Neuausrichtung“ zwischen Post- und Noise-Rock nimmt man als Hörer interessiert zur Kenntnis, denn sie eröffnet DON CABALLERO neue Wege: „Wann immer wir mit der Arbeit an einer neuen Platte beginnen, fragen wir uns ausgehend vom direkten Vorgänger, was wir tun müssen, um besser zu werden. Man muss nur warten und dann stellt sich die Antwort ganz von selbst ein. Albert Einstein hat sich dieser Technik ebenfalls bedient, und sie ist wirklich hilfreich. Am Ende ist der Weg das Ziel, denn es geht doch darum, Neuland zu erkunden. Vielleicht werden wir ja sogar damit anfangen, mit umfangreichen Vocals zu experimentieren. Ausgeschlossen ist nichts.” Das abgefahrene Schlagzeug-Spiel von Che, die vielschichtigen Poly-Rhythmen und die aufgebrochenen Melodien sind die Pfunde, mit denen die zweite Relapse-Scheibe der Gruppe wuchtet. Im Bereich (überwiegend) instrumentellen Rocks führt an DON CABALLERO noch immer kein Weg vorbei:

„Der entscheidende Unterschied ist, dass wir uns auf „Punkgasm“ nur wenig Raum für Spontanitäten im Studio gegönnt haben. Die Marschrichtung war nach dem Songwriting gesetzt, wodurch die Stücke im Ergebnis straffer und klarer strukturiert klingen. Ich musste es sogar lernen, Polyrhythmen zu spielen. Das hatte ich zuvor noch nie getan. Die Songs profitieren davon ungemein, und auch das ist ein Unterschied zu den früheren Platten. Im Ergebnis klingen wie sowohl rockiger als auch etwas „heißer“.“ Word!

 
 Links:
  myspace.com/doncaballeropgh
 
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