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Stonerider

Storie von: Daniel, am 03.09.2008 ]

Hört man sich die neue Scheibe der STONERIDER an, so mag man glauben, Atlanta läge inmitten einer Wüste. Trockene, sandige Straßen, Dreck, heruntergekommene Gegenden. Alles sehr dirty offenbar und ein guter Nährboden für kompromisslose Musiker und ihre Songs. Denn "Three Legs Of Trouble" (ein Schelm wer hier eine sexuelle Anspielung hineindeutet) ist ein Paradebeispiel, wie schmutzigster Rock zu klingen hat.

 
Das Quartett macht hier wahrlich keine Gefangenen sondern kommt mit ganz coolem Gesang, Sänger Matt klingt dabei wohltuend wie der böse, drogensüchtige und aggressive Bruder von Lenny Kravitz), knallenden Gitarren, treibenden Beats und eiskalten Soli genau auf den Punkt. "Alles hat sich ein bisschen verändert, seitdem wir das erste Album aufgenommen haben und einen Plattenvertrag unterschrieben. Was sich nicht geändert hat, das ist unser Hunger. Wir sind genauso hungrig, wie wir es immer waren. Allerdings haben wir eine genauere Vorstellung von dem, wo wir hinwollen. Wir haben eine Menge gelernt", resümiert Sänger Matt die letzten Jahre.

Das könnte nicht wahrer sein. STONERIDER führen das weiter, was die genialen Kreativ-Duos a la Page&Plant vorgemacht haben, zielgerichtet und dabei zeitlos. Während andere Rockbands, die sich auf derlei Vorbilder berufen schnell wie eine Kopie klingen, oder aber schlimmstenfalls altbacken, klingt "Three Legs Of Trouble" knackfrisch und funktioniert auch anno 2008 ohne jede Trendanbiederung oder ein Schielen nach links oder rechts. Hervorgegangen sind STONERIDER aus der Band Fight Paris, als sich Sänger Matt mit Jason Krutzky (Bass), Gitarrist Warren und Drummer Champ Champagne zusammentat und sich dem Thema Rock ganz klassich näherte. Die vier saßen einfach im Proberaum zusammen,


jammten und entwickelten so das Album. Was sich wenig außergwöhnlich liest, klingt auf "Three Legs Of Trouble" erstaunlich zwingend. "Dieses Album ist heavy in einer ganz neuen Art und Weise. Eher fühlst du das "heavy", als daß du es hörst", gibt Matt dem ganzen eine unvergleichliche Interpretation.

Während andere Bands sich zum Schreiben von Songs eher zurückziehen, um in der Abgeschiedenheit an Sounds zu tüfteln und sich auf das Songwriting zu konzentrieren, gehen STONERIDER hier einen erstaunlich neuen weil offenen Weg. Während des ganzen Prozesses und auch daüber hinaus halten STONERIDERengen Kontakt zu ihren Fans, durch ihre Blogs. "Wir meinen, daß wir gegenüber den Kids eine gewisse Art von Verpflichtung und Verantwortung haben. Die meisten kennen einfach durch ihr junges Alter nicht solche Bands wie Led Zeppelin oder The Who, Bands die jede für sich wahre Innovatoren in ihrer Zeit waren. Wir versuchen jedoch der Essenz dieser Musik treu zu bleiben".

Das ist auf "Three Legs Of Trouble" ohne jeden Zweifel gelungen. Man möchte gar nich vom Crossover sprechen, aber letztlich atmet diese Musik die Seele des Rock, bündelt die Essenz von Jimi Hendrix und so vielen anderen verdienten Rockgrößen. Vereinfacht dargestellt: Es ist alles hier: Die Frauen, der Rock, der Alkohol, der Schweiß, die lauten Gitarren.

 
 Links:
  myspace.com/stoneriderband
 
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