Go There
INFOS > Interviews-Stories > Details
/ 1 2 3 6 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z [
Interviews/Stories gesamt: 1769

Make It Count!

Storie von: arne, am 24.07.2008 ]

Was einst als spaßiges Old School-Projekt begonnen hat, ist längst zu einer richtigen Band mit hohem Unterhaltungswert und überzeugendem Debüt-Album gereift. Die Berliner von MAKE IT COUNT! waren von Beginn an mit den Herzen am rechten Fleck und immens großer Motivation unterwegs. Das gilt sowohl für ihre intensiven und unterhaltsamen Live-Shows als auch die in sich stimmigen und schön zwanglosen Tracks von “Leeway“ (GSR), die sich im Spannungsfeld zwischen Old School-Hardcore und Punk-Rock bewegen.

 
„Wir machen das, worauf wir Lust haben und den Sound, der für uns nach gutem Hardcore klingt. Bands wir Strife, Champion oder Cro-Mags haben uns beeinflusst und das, was man hört, ist dabei rausgekommen. Außerdem wäre es doch langweilig, wenn jeder nur den Sound macht, der gerade angesagt ist. Also schauen wir zurück und lernen. Wir sind eine frische Hardcore-Band mit einer Menge Energie und gutem Sound. Wer uns noch nicht gesehen hat, sollte uns unbedingt mal live auschecken.“

Was einen dann erwartet, skizzieren die Jungs treffsicher: „Wir erfinden das Rad nicht neu und kommen auch nicht mit Räucherstäbchen auf die Bühne. Doch wir spielen einen angepissten HC-Sound und ziehen ihn bis zur letzten Sekunde durch. That’s it.“ Textlich zeigen sich die fünf Hauptstädter als PosiCorer aufgestellt, die sehr sympathisch gängige Klischees in unverkrampfte Durchhalteparolen überführen. Es passt ins Bild, dass MAKE IT COUNT! im Booklet allen „kids who still got heart and keep hardcore alive“ danken. Hier regiert Straight Edge-Youth Crew mit ausgeprägtem Unity-Gedanken! Das ist die Welt, in der sich “Leeway” bewegt und wer sich davon angesprochen fühlt, sollte der Scheibe eine Chance geben:

„Ich denke, was Hardcore 2008 am Dringendsten braucht, ist eine Message. Zurück zu Musik, die auch aus Inhalten besteht und die etwas zu sagen hat. Musikalisch orientiert sich unsere Band an einem guten Mix aus verschiedenen Stilmitteln und Hardcore-Spielarten.“ Die Berliner sind dem klassischen HC-Gedanken verpflichtet: „Hardcore ist für uns kein Geschäft. Wir verdienen damit kein Geld. Man muss schon ganz schön crazy sein, um das jedes Wochenende durchzuziehen, aber wir machen das trotzdem. Jedes Mal, wenn wir eine gute Show gespielt haben, wir neue Leute kennen gelernt haben oder guten Support spüren, sind wir überzeugt, unsere Zeit sinnvoll zu opfern.“

Songtitel wie ’Still Carry On’, ’We Don't Give A Fuck’ oder ’Whatever It Takes’ (gelungenes Battery-Cover!) geben die Richtung vor. Musikalisch geht es bei MAKE IT COUNT! mal explosiv-spritzig,


dann wiederum eingängig oder auch moshig zur Sache. Das zahlt sich aus:

„Das Feedback auf unsere Platte “Leeway“ war eigentlich voll positiv. Es freut uns, dass die ganze harte Arbeit was genützt hat und wir einigen Leuten da draußen mit Live-Shows oder der Platte Freude bereiten können. Natürlich gibt es auch ein paar negative Resonanzen, aber das ist doch ganz normal. Nichts ist schlimmer als ein arschglattes Produkt. “Leeway“ liefert als unser Debüt-Album eine Zusammenstellung aller Songs, die MAKE IT COUNT! jemals geschrieben hat. In diesem Album stecken unzählige Live-Shows, Proben, Geld und Zeit – und jede Menge Hardcore-Attitüde. Wir lieben diese Musik und das, was wir machen. Jetzt heißt es, mit frischem und besserem Material anzuschließen und das wird uns gelingen. Watch Out!“ Der Einstand auf GSR ist den Hauptstädtern überzeugend geglückt, auch wenn die Band nicht so recht in den Roaster des niederländischen Labels zu passen scheint:

„Man muss wissen, dass es dieser Tage sehr schwer ist, in einer Flut von Bands Aufmerksamkeit zu erlangen. Wie jede andere Gruppe auch haben wir ein Demo hingeschickt und uns beworben. Den Rest hat unsere Booking-Firma klargemacht, die uns auch managt. Auf den Deal mit GSR sind wir sehr stolz, denn wir haben uns dafür den Arsch abgespielt und sehr hart gearbeitet.“ Und die Berliner Hardcore-Szene maßgeblich bereichert:

„Berlin ist eine große Familie und es gibt ein Riesen Kreativ-Potenzial hier. Es entstehen immer wieder neue Bands, während sich andere wieder auflösen. Wie zuletzt Shortage, Disrespect oder Alithia. Im Moment kommen Predict mit guter Message an den Start. Checkt die Jungs mal aus.“ Dasselbe gilt auch für MAKE IT COUNT!, die das ihre dafür tun, das möglichst viele Hardcore-Kids die Gelegenheit dazu erhalten: „Bei uns wird es dieses Jahr noch jede Menge Live-Shows geben. Außerdem planen wir gerade ein tolles neues Ding, über das ich allerdings noch nichts verraten kann. MAKE IT COUNT! lebt mehr als je zuvor, also haltet die Augen und Ohren offen.“

 
 Links:
  myspace.com/makeitcountx
 
oben
Platte der Woche:

Die letzten Reviews:

  Aleister
  Beneath The Massacre
  Regarde Les Hommes Tomber
  Sylosis
  Eizbrand

Interviews/Stories:

  Spoil Engine
  Une Misere
  Eskimo Callboy

Shows:

  20.02. Engst - Wiesbaden
  20.02. Erik Cohen - Dortmund
  20.02. Beartooth - Munchen
  21.02. Beartooth - Oberhausen
  21.02. Engst - Weinheim