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All Shall Perish

Storie von: arne, am 23.06.2008 ]

ALL SHALL PERISH aus Oakland zählen weltweit zur Speerspitze der Deathcore-Bands und sind einer der populärsten Vertreter ihrer Spielart. Im Roaster von Nuclear Blast ist die Gruppe bislang die einzige geblieben, die sich mit modern-brutalen Sounds zwischen Ami-Death, Grind und toughem Hardcore auf dem Label etablieren konnte und der zugestanden worden ist, mehrere Longplayer zu veröffentlichen.

 
Mit “Awaken The Dreamers” steht die dritte Platte unmittelbar vor der Tür und Gitarrist Ben Orum ist der Stolz auf die eigene Arbeit förmlich ins Gesicht geschrieben. Auf ihrem Zweitwerk “Hate.Malice.Revenge“ kultivierten ALL SHALL PERISH die stimmige Symbiose von Groove, Mosh und Brutalität und konnten im direkten Vergleich mit dem Debüt “The Price Of Existence“ eine beachtliche Weiterentwicklung unter Beweis stellen. Einen mindestens eben so großen Schritt hat man zum neuen Album genommen, was der Gitarrist ganz selbstverständlich nimmt:

„Schon vorab hatten wir nicht den geringsten Zweifel daran, dass mit “Awaken The Dreamers” unser prägnantestes und brutalstes Album entstehen würde. Die Wahl für Zach Ohren und seine Castle Ultimate Studios für die Produktion hat sich als richtig erwiesen, denn alles ist so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben und sogar noch besser. Im Vergleich zu “The Price Of Existence“ haben wir nochmals nachgelegt und uns sowohl handwerklich als auch im Songwriting gesteigert. Bereits nach der Pre-Production wussten wir, dass wir alles richtig gemacht hatten. Bei den eigentlichen Aufnahmen lief dann alles zügig und unerwartet problemlos. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir Schlagzeug, Rhythmus- und Bass-Gitarren im Kasten und konnten uns vollends auf Vocals uns Gitarren-Soli konzentrieren. Es greift nicht zu weit zu sagen, dass ALL SHALL PERISH eine eingefahrene Maschine ist, die durch nichts zu stoppen ist, wenn sie erst einmal Betriebstemperatur erreicht hat.“

Während die Oaklander zu Beginn ihrer Karriere noch mit ungezügeltem Tempo und rigoroser Kompromisslosigkeit auffielen, hat sich der Sound der Kalifornier über die letzten beiden Longplayer hinweg immer stärker strukturiert. Für “Awaken The Dreamers” sind ALL SHALL PERISH diesen Weg weiter gegangen und warten wiederum mit einigen Überraschungen auf:

„Es heißt ja immer, dass die dritte Platte


ein Gradmesser dafür ist, ob es eine Band längerfristig machen wird, oder ob sie bald schon wieder vergessen sein wird. Aus diesem Grund haben wir die Arbeit an “Awaken The Dreamers” sehr ernst genommen. Über zwei-drei Monate haben wir uns täglich im Proberaum getroffen und häufig mehr als zwölf Stunden an den Songs gewerkelt. Als Ergebnis standen so viele Tracks, dass wir locker mehrere Longplayer füllen könnten, doch nur die besten haben es auf die neue Platte geschafft. Unser berüchtigter „Shit Filter“ ist gnadenlos, wenn es darum geht, die guten von den weniger gelungenen Tracks zu trennen. In diesem viertel Jahr haben wir ausschließlich an der neuen Scheibe gearbeitet und alles andere in den Hintergrund gerückt. Nur wenige Bands sind so konsequent und wir können nur hoffen, dass die Fans unser Engagement schätzen werden.“

Davon ist auszugehen, denn zu Vergleichszwecken ist im Falle von “Awaken The Dreamers” neben den üblichen Verdächtigen Despised Icon, Ion Dissonance, Suicide Silence und The Black Dahlia Murder nun auch auf Becoming The Archetype und The End zu verweisen, deren progressive Orientierung ALL SHALL PERISH inzwischen teilen. Phasen traditionellen Heavy Metals finden sich auf dem Drittwerk ebenso wie cleane Vocals und ausladende Soli vor einem melodisch-zurück genommenen Kontext. Doch keine Angst, gewohnt komplexe Prügelkost gibt es nach wie vor ausreichend:

„Von Beginn an fiel es den Leuten schwer zu beschreiben, wie ALL SHALL PERISH nun eigentlich klingen. Das gefällt uns, denn wir wollen ohnehin nicht in Kategorien, sondern am Gesamtsound gemessen werden. Was wir schreiben, kommt aus unseren Herzen und ist nicht dem Ziel untergeordnet, CDs zu verkaufen. Wir wollen als Menschen und als Musiker wachsen und sind nur uns selbst verpflichtet. Die Stücke von “Awaken The Dreamers” sind intensiv, verrückt, melodisch, aber auch extrem brutal. So, wie wir es mögen.“

 
 Links:
  myspace.com/allshallperish
 
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