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Memphis May Fire

Storie von: Dominik, am 27.05.2008 ]

Die mit reichlich Vorschusslorbeeren bedachten Memphis May Fire legen mit einer selbstbetitelten MCD ihr erstes reguläres Release vor. Nachdem sich das texanische Quintett zunächst auf einschlägigen Internet-Seiten in den prominenten vorderen Rängen festsetzen und Plays in Zehntausender-Schritten sammeln konnte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Signing auf einem der etablierten Hardcore-Label folgen würde. Trustkill hat letztlich das Rennen gemacht und fügt seinem Roaster eine überaus potente Band hinzu, von der man in Zukunft wohl noch einiges hören und erwarten darf.

 
“The most exciting thing happening in Texas” klingt nach ziemlich vielen Vorschusslorbeeren für das junge Quintett aus Dallas, Texas. „Zugegeben, das ist eine kühne Behauptung“, antwortet Drummer Jeremy Grisham etwas verlegen auf den mutigen Euphemismus ihres Labels Trustkill, der durch das World Wide Web schallt. „Die Reaktionen sind schon gut, denn die EP ist in Amerika schon länger auf dem Markt und bereits vor dem Deal mit Trustkill haben die Scheibe verkaufen können“, legt er aber direkt hinterher, um deutlich zu machen, dass die Band dennoch sehr überzeugt davon ist, was sie da auf Polycarbonat gebannt hat. Die erst kurze Geschichte der Band und ihr Tempo sind schon beeindruckend. Erst vor einem guten Jahr gegründet, haben MEMPHIS MAY FIRE schon zwei Monate später ihre EP fertig produziert und touren wie die wilden. „Wir haben worher bereits zusammen in verschiedenen Bands gespielt und so wollten wir so schnell es ging wieder nach vorne“, kommentiert Jeremy die Entwicklung der Band. MEMPHIS MAY FIRE mischen wie kaum eine andere Band Southern Rock –Riffs ala Lynyrd Skynyrd und modernen Screamo der Marke Underoath und direkt nach dem Opener ‘Cowbell’s Makin’ A Comeback’ ist bewiesen, dass diese Band ihre Hausaufgaben gemacht hat. Mit astreinem Sound packen besonders die Gitarristen Kellen McGregor und Ryan Bentley die gute Schule der Laut-Leise-Dynamik und verschnörkelten Einspieler aus.

Hardcore / ich weiss nicht was

Wunderschön kreischend


und verschoben fräst sich Song für Song in die Gehörgänge und besonders die Refrains verbleiben dort langfristig. “Der Style ist schon verrückt. Wir haben auf der EP ziemlich viele Styles vermischt und jetzt, wo wir gerade dabei sind, für das Album zu schreiben, merken wir, dass es immer noch die selben Einflüsse gibt. Aber es stellt sich heraus, dass es ein wenig mehr Richtung Hardrock bzw. Hardcore – Querstrich – “ich weiss nicht was” geht”. Dass man beim Hören fortwährend hin und her gerissen ist zwischen den mehr klassischen Rockelementen und modernem Screamo stellt Jeremy als natürlichen Prozess und nicht als beabsichtigte Herangehensweise dar. “Natürlich war es schwierig, sich für fünf Songs zu entscheiden, aber es war nicht so, dass wir uns vorgenommen hätten, in bestimmten Songs bestimmte Styles zu verarbeiten. Am Ende suchten wir einfach nach unserem eigenen Sound”. Diesen haben MEMPHIS MAY FIRE wohl recht schnell gefunden und untermauern mit konstant cleverem Songwriting, dass auch heute noch Musik gemacht werden kann, die hart und innovativ ist, aber dennoch nicht einem gewissen Massenappeal entsagt. “Wir sehen total unterschiedliche Leute auf unseren Shows. Zum Teil sind da wirklich Hardcore-Tänzer und aber auch Kids, die nicht einmal wissen, was Moshen überhaupt ist”, freut sich der Trommler über die unterschiedlichen Fans. So steigern die gesamten 19 Minuten und zwölf Sekunden die Vorfreude auf das für den Herbst geplante full-length Album.
 
 Links:
  myspace.com/memphismayfire
 
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