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Parachutes

Storie von: Dominik, am 29.03.2008 ]

„Sieh, das Gute liegt so nah“ wusste schon Goethe und schrieb es vor mehr als 200 Jahren auf. Wie viel Wahrheit in diesem Vers steckt, beweisen die Saarländer PARACHUTES mit ihrem aktuellen Release „Vultures“. Die nunmehr seit knapp acht Jahren agierende Band stellt einmal mehr klar, dass es nicht immer direkt der Blick zu Bands jenseits des großen Teichs sein muss, um absolute Topacts zu hören. Nach ihrer Gründung 2003 ging es für das Quintett dank kontinuierlicher harter Arbeit in schöner Regelmäßigkeit nach vorne. Tourten sie 2005 bereits als sichere Locationzerstörer durch die Gegend, unterschrieben sie kurze Zeit darauf ihren Plattenvertrag.

 
„2006 haben wir dann nach dem Albumrelease, dank der vielen guten Kritiken, viele große Shows mit unter anderem Boysetsfire, Silverstein oder Aiden gespielt und unsere erste Englandtour bewältigt. Ende 2006 gab's dann noch die Show auf der Taste Of Chaos in München und ansonsten auch viele wunderbare Shows, auf denen wir jede Menge coole Bands und coole Leute kennen gelernt haben. 2007 fing dann etwas schwierig an, da Stefan unser Sänger für 2 Monate wegen einer Stimmbandverletzung außer Gefecht war und wir gerade dabei waren die ersten Demos fürs neue Album aufzunehmen. Allerdings sollten später im Jahr noch die Aufnahmen zum neuen Album, die Unterschrift bei Redfield und wieder Taste of Chaos, diesmal in Saarbrücken, folgen“

rekapituliert Gitarrist und Schreihals Carsten Jung den Werdegang bis zum im Februar veröffentlichtem „Vultures“. Schon am 2006’er Debüt „And I Won’t Stop Until You’ve Lost Everything You Ever Loved“ mussten sich die Kritiker die Zähne ausbeißen und lobten den Longplayer in höchsten Tönen. „Bei "And I Won't Stop[…]" haben wir einfach zu viele Anfängerfehler gemacht, die wir bei Vultures dank gesammelter Erfahrungen einfach vermeiden konnten. „And I Won't Stop[…]“ war so ein wenig ein Schnellschuss und wir haben einfach 12 Songs, die wir geschrieben hatten, auf das Album gepackt. Da hätten zehn mit Sicherheit gereicht. „Vultures“ dagegen ist einfach in sich logischer, wir haben uns besser auf das Album vorbereitet und wussten einfach genau, was wir wollten. Wir haben lange und hart an unserem Songwriting gearbeitet und auch das Drumherum mit Produktion, Mastering und Artwork hat einfach gestimmt und macht „Vultures“ zu einer reiferen und logischeren Platte, “ erklärt Carsten die neue Herangehensweise an das zweite Album.

PARACHUTES wissen, wie das Songwriting funktioniert, haben sich mit mehr als 200 Shows ganz genau angucken können, was live


die Meute zum Bewegen zwingt und bannen diese Energie konsequent auf CD. Scheinbar haben die Fünf alle Vorbilder hinter sich gelassen und verfolgen ihr eigenes Konzept. „Klar hat man immer Vorbilder, “ berichtet Carsten im Interview, „aber wir versuchen nicht unbedingt wie diese zu klingen. Dank der gesammelten Live-Erfahrungen haben wir viele neue Ideen für das Album gehabt, aber wir versuchen ja eh immer alles was uns gerade gefällt in einen großen Topf zu schmeißen und irgendwann ist dann ein Song fertig, der uns gefällt oder den wir wieder verwerfen oder überarbeiten. Es ist ein großes Kompliment mit Bands wie Underoath oder Alexisonfire verglichen zu werden, weil diese Bands ja eine Menge Einfluss auf uns hatten.“ Schon fast schüchtern wirkt der 26-jährige da bei der Einschätzung seiner eigenen Band. „Wir selbst sehen uns halt weiterhin als die kleine deutsche Band von nebenan auch wenn wir mit der momentanen Entwicklung absolut zufrieden sind.“

Mit einem aller Orts abgefeiertem Album in der Tasche beackern die PARACHUTES folglich zuerst einmal Deutschland im Rahmen der Royal League Tour mit ihren Labelkollegen Fire In The Attic und Sonah. Aber auch danach wird es definitiv nicht ruhig um die ambitionierte Truppe. „Eine US-Tour haben wir schon eine ganze Weile im Hinterkopf und es gibt auch einige Freunde wie Across Five Aprils oder Hand To Hand in den USA , die uns dabei unterstützen wollen, was Organisation und Booking angeht. Allerdings wollen ja auch die Tickets irgendwie bezahlt werden und das ist natürlich auch ganz und gar nicht einfach. Nach der Royal League Tour sind bereits weitere Touren, unter anderem mit unseren Kumpels von Eternal Tango, geplant. Gegen Ende des Jahres werden wir dann anfangen, an einem neuen Album zu arbeiten und vorher wollen wir einfach nur spielen, spielen, spielen und so viele neue Leute kennen lernen wie irgendwie möglich.“

 
 Links:
  myspace.com/parachutesnk
 
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