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Bloodjinn

Storie von: arne, am 21.02.2008 ]

Tot gesagte leben länger: Getreu diesem Motto melden sich BLOODJINN aus North Carolina nach mehrjähriger Release-Abstinenz mit einem Paukenschlag in der US-Metal-Szene zurück. “This Machine Runs On Empty“ (Listenable) ist eine drückende NAWOHM-Scheibe mit europäisch geprägtem Soundbild und einem Schwerpunkt im Brutalo-Death.

 
Es ist kaum zu glauben, dass die Band 1999 als New School-Kombo mit Chaos-Einschlag startete: "Mit BLOODJINN haben wir schwere Zeiten durchgestanden, aber wir sind noch immer da.", fasst es Sänger Joel Collins zusammen.

"Was uns antreibt, ist der Wunsch, eine Band auf professionnellem Level zu sein und von unserer Musik leben zu können. Natürlich ist es schwer, wenn dein kreatives Schaffen und die Möglichkeiten, die sich hinsichtlich Touren usw. bieten, von wirtschaftlichen Fragen oder der jeweiligen Personalsituation abhängen, aber das gehört einfach mit dazu. Wir lassen uns davon nicht entmutigen oder aufhalten. So lange wir mit Spaß bei der Sache sind, ist alles in Ordnung und so haben wir bislang noch jede Krise überlebt. Ich startete die Band vor mehr als neun Jahren und bis heute ist sie ein essentieller Teil meines Lebens. Meine Motivation ist immer noch hoch wie zu Beginn. Das gilt für jedes Mitglied unserer aktuellen Besetzung. Jeder steckt sein ganzes Herzblut in die Gruppe und das macht uns stark. Der Glaube an BLOODJINN hilft uns, die nicht so angenehmen Seiten des Banddaseins, wie stupide Aushilfsjobs, durchzustehen, denen wir nachgehen, wenn wir nicht auf Tour sind."

Den deutlichen Stilwechsel zwischen den Releases erklärt Joel wie folgt: "Das passierte mit den Jahren und Besetzungen ganz nebenbei. Dahinter steckt kein Plan. Wir sind zu einer Zeit gestartet, in der auch heute großen Gruppen wie Shadows Fall, Lamb Of God oder God Forbid ihre ersten Schritte getan haben. Wie sie auch haben wir uns entwickelt und sind mit der Zeit metallischer geworden. Durch Fehlentscheidungen in Bezug auf Touren, die wir nicht gespielt haben, und nicht enden wollende Line-Up-Probleme sind wir in unserer Entwicklung leider stark behindert worden. Und doch können BLOODJINN auf Hunderte von Support-Shows im ganzen Land sowie einen treuen Kreis von Supportern zurück blicken."

Die Releases auf Tribunal und Goodfellow


sollte man ebenfalls erwähnen. Nach Jahren im Schwebezustand verfügt das Quintett aus North Carolina heute endlich über eine feste Besetzung und setzt zum Sprung an:

"Wir verstehen “This Machine Runs On Empty“ als Startschuss, die durch unser Verschulden vergeudete Zeit aufzuholen und die moderne Metal-Szene noch konsequenter als in der Vergangenheit zu bearbeiten. Die Bandchemie stimmt endlich und wir haben uns einen neuen Stil erarbeitet, der unsere Zukunft und vielleicht auch die des Metal sein wird. Die Kreativachse um Kyle, Brain und mich ist fest eingeschworen und wir lassen uns nicht mehr aufhalten. Wir pushen uns gegenseitig zu immer neuen Höchstleistungen. Das schlägt sich auf dem neuen Album nieder und wir forcieren es weiter. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis irgendwann kein Weg mehr an uns vorbei führt."

Vor dem Eindruck des starken Drittwerks von BLOODJINN ist dieses Selbstbewusstsein durchaus begründet. Die Mischung aus US-Brutalo-Death und europäischem Anstrich ist zwingend wie catchy:

"Bands wie At The Gates oder Carcass sind nach wie vor Highlights in meiner Plattensammlung und kommen häufig zum Einsatz. Als Musiker kann man seine Einflüsse nicht verbergen, schließlich ist kaum ein Künstler wirklich eigenständig. Wenn man versucht, seine Helden nicht als Einfluss zuzulassen, verkrampft man und kann keinen guten Songs mehr schreiben. Im Songwriting orientiert man sich ohnehin unbewusst an der einen oder anderen Band. Das passiert ganz nebenbei. Man kann es nicht verhindern. Dennoch sind wir bestrebt, jedem Song unseren Stempel aufzudrücken, schließlich will sich jede Band differenzieren und im Rahmen der Möglicheiten eigen klingen. Das hält den Wettbewerb am Laufen und pusht die Weiterentwicklung. Wir wollen ja auch nicht die nächste Soilwork- oder Killswitch Engage-Platte vorlegen, nur weil wir mit ihnen gerade auf Tour gewesen sind. Uns geht es darum, BLOODJINN voran zu bringen."

 
 Links:
  myspace.com/bloodjinn
 
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