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Blind

Storie von: arne, am 06.02.2008 ]

Die Newcomer BLIND haben ihr selbstbetiteltes Debüt-Album von langer Hand vorbereitet und gehen kein Risiko ein. Mit harten wie poppigen Stücken zwischen Crossover sowie Modern- und Alternative-Rock sorgt das Quartett aus Koblenz für Kurzweil und durchgängig ansprechende Radiokompatibilität.

 
Gegenüber der Konkurrenz punktet man mit 13 rundum stimmigen Kompositionen, die allesamt Hit-Potenzial aufweisen, und mit einer optimaler Produktion: „BLIND ist eine kompromisslose Rockband mit dem Drang zum Unmöglichen. BLIND ist ehrlich. BLIND ist Rock!“ Mit diesen drei Sätzen fasst Gitarrist Fabian Zimmermann das Selbstverständnis der Band zusammen und trifft den Kern des eigenen Schaffens. Ein großer deutscher Mailorder bringt die Koblenzer schon jetzt als Erben der Guano Apes und Donots ins Gespräch, was durchaus vorstellbar scheint:

„Wir kennen beide Bands persönlich und haben auch schon einige Male zusammen auf der Bühne gestanden. Mit Vergleichen zu anderen Bands haben wir kein Problem, denn wir wissen, dass heute niemand mehr das Rad neu erfinden wird. Dass wir nun das Erbe einer dieser Bands antreten wollen, denke ich allerdings nicht. Wir springen ja nicht auf den Erfolg anderer Bands auf oder ruhen uns auf dem aus, was andere geschaffen haben. Das, was wir bis heute erreicht haben, haben wir uns in den letzten Jahren im Proberaum und auf der Bühne erarbeitet.“

Im Gegensatz zu vielen anderen Nachwuchsbands wissen BLIND ganz genau, was und wohin sie wollen, und haben große Ambitionen: „Wir waren von Beginn an viel live unterwegs und haben dabei immer wieder Bands und Musiker kennen gelernt, mit denen im Laufe der Zeit eine enge Freundschaft entstanden ist und die sich für uns engagiert haben. So zum Beispiel Kuddel von den Toten Hosen, der uns letztendlich zu unserem Manager Patrick Orth gebracht hat. Oder Micha und Basti von In Extremo, die den Kontakt zu unserem Produzenten Vincent Sorg hergestellt haben. Über Björn Gralla, den Chef unserer Booking-Agentur Contra Promotion, kamen wir zu unserer Plattenfirma Virgin. Es lief immer alles über das Live-Spielen und die daraus resultierende Mund-zu-Mund-Propaganda. Wir haben bis heute nicht ein einziges Demo


verschickt.“

Die Live-Qualitäten von BLIND sind legendär, wie ihre Songs rund und eingängig sind. Es überrascht nicht, den Vierer schon mit seiner ersten Platte auf einem Major zu sehen. Möglichen Sell-Out-Vorwürfen begegnet Fabian erklärend bis gleichgültig:

„Wir scheren uns ehrlich gesagt nicht sehr um das, was andere denken, sagen oder schreiben. Wir machen unser Ding und gehen unseren Weg. In unserer Plattenfirma haben wir ein Team gefunden, mit dem wir unsere Ideen und Vorstellungen umsetzen können und dem wir vertrauen. Es gibt niemanden, der uns irgendwelche Vorgaben macht, uns sagt, wie unsere Songs sein sollen, oder wie unsere Platte zu klingen hat. Wir hatten auch Angebote von Indie-Labels, doch da passten die Philosophien von Label und Band nie zusammen. Es ist uns wichtig, in allen Bereichen als Team mit unseren Partnern zusammen zu arbeiten.“

Für ihren Erfolg bzw. die guten Startbedingungen haben BLIND zudem hart gearbeitet: „Wir haben im Proberaum jahrelang an uns, unserem Sound und unseren Songs gearbeitet. Vor der Band haben wir alle ein Instrument erlernt. Daher stammt wohl auch der Anspruch, immer eine hohe Qualität bzw. ein gewisses Level zu erreichen. Als es dann ins Studio ging, hat sich dieser Ehrgeiz fortgesetzt. Wir sind sehr selbstkritisch und setzen uns hohe Maßstäbe. Diese galt es zu erfüllen. Höher, schneller, weiter war schon immer unser Motto. Warum sollten wir uns auch mit weniger zufrieden geben?“

Auf das eigene Debüt übertragen bedeutet dies konkret: „Wir wollten ein Album, das unsere Bandbreite und Individualität widerspiegelt. Ein abwechslungsreiches aber gleichzeitig auch ein in sich rundes Album. Wir wollten ein Album, dass bewegt und berührt, dass den Hörer in gewisse Stimmungen versetzt und ihn gefangen hält. Wir wollten ein Album auf internationalem Niveau und das ist uns meiner Meinung nach auch gelungen.“ Word.

 
 Links:
  myspace.com/officialblind
 
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