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Vancouver

Storie von: arne, am 28.12.2007 ]

Mit einer Split-CD heißt Get A Life Records seinen Neuzugang VANCOUVER willkommen. Die aus dem schweizerischen Yverdon stammende Gruppe rekrutiert sich aus den Überresten von Unfold und blickt bereits auf den Debüt-Longplayer “The Moment” (2004) sowie eine Split-7Inch mit Fresnel aus Österreich zurück. Mittels der Split-CD mit Zatokrev liefert die Band ein neuerliches Lebenszeichen und bereitet auf ein neues Album vor, das im nächsten Jahr escheinen soll.

 
„VANCOUVER ist heute eine echte Band, für die wir neben Jobs, Studium, Ausbildungen, usw. aber leider nicht viel Zeit haben.“, erzählt Gitarrist Elie. „Wir können nicht so viel wie eigentlich nötig proben und es ist schwierig, größere Projekte wie ein Album umzusetzen. Die Split-CD mit Zatokrev und die 7 Inch mit Fresnel boten uns die Gelegenheit, neue Songs aufzunehmen und zwei neue Veröffentlichungen zu haben. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, denn seit unserem ersten Album sind schon drei Jahre vergangen. Mit den Splits konnten wir zeigen, dass wir noch immer aktiv sind. Songs für eine zweite Platte sind aber auch schon fertig und hoffentlich werden wir es nächstes Jahr aufnehmen können.“

Die Schweizer Band bewegt sich im Spannungsfeld von Heavy Metal, Post-Rock und Düster-Hardcore; zimmert gleichsam dichte wie wuchtige Soundwände: „Zuerst muss ich sagen, dass wir uns zu unseren Einflüssen bekennen. Das sind natürlich Bands wie Breach, Keelhaul, Botch, Entombed oder Russian Circles.“, so Elie. „Für mich verliert keine Band an Wert, die sich zu ihren Einflüssen bekennt. Leute, die sagen, sie hätten keine Inspirationsquellen, lügen. Sogar die originellsten Bands wie Tool, The Dillinger Escape Plan oder Meshuggah haben Künstler, an denen sie sich orientieren oder die sie beeinflussen. Am Ende ist das ohnehin alles ein Spiel mit den Journalisten, die Etiketten brauchen, um zu kategorisieren. Je deutlicher und einfacher diese sind, desto mehr werden sich Leute für eine Band interessieren. Und desto mehr werden Platten verkauft.“

Das Statement des Gitarristen ist ehrlich und selbstbewusst zugleich. Es überrascht nicht, wenn der VANCOUVER-Sound vom Gitarristen als „harte Musik mit viel Dynamik und großer Komplexität“ charakterisiert wird. Um dieses Ziel zu erreichen, ist allein die Instrumental-Fraktion für das Songwriting verantwortlich:


>„Wir haben noch nie mit unserem Sänger komponiert. Wir schreiben alle Stücke zuerst mit den Instrumenten und schicken sie dann zu ihm, damit er seine Stimmlinien hinzufügt. Wenn wir komponieren, müssen wir mit allen Teilen des Songs wirklich zufrieden sein. Der Song muss dabei mehrere Qualitäten haben, die natürlich bei jedem Song andere sind: Dynamik, Spannung, Atmosphäre, Erstaunlichkeit, usw. Es gehört zu unserer Arbeitsweise, dass wir jeden Song aufnehmen, wenn wir proben, und uns alles das nächste Mal noch eimal anhören und diskutieren. Wenn nur einer von uns mit einem Riff, Teil oder Break nicht zufrieden ist, dann arbeiten wir drüber oder werfen den Song weg. Das ist unser “Qualitäts-Check“ und das hat bisher immer gut funktioniert.“

Diese Arbeitsmaxime zahlt sich bei VANCOUVER aus, denn die Stücke ihrer Split mit Zatokrev sprechen für sich selbst; sind sie doch fesselnd und unterhaltsam zugleich: „Die Scheiz hat schon immer gute Bands der Richtung, wie auch wir sie spielen, hervor gebracht. Dafür gibt es allerdings keinen wirklichen Grund. Jedenfalls sehe ich keinen. Das Niveau wurde mit Bands wie Knut, Shovel oder Nostromo von Beginn an sehr hoch geschraubt, so dass andere Gruppen auch nichts anderes als gute Sachen machen konnten. Das ist bis heute so geblieben.“

Und doch reicht es zumeist nicht für überregionale Beachtung, was die Frage aufwirft, welchen Stellenwert deutsche Kapellen wie The Ocean, Tephra oder Long Distance Calling in der Schweiz besitzen: „Außer The Ocean kenne ich keine der Bands, nach denen Du fragst. Hier in der französischsprachigen Westschweiz liest man nicht viel über deutsche, sondern mehr über französische Bands. Leute interessiern sich aber immernoch für Gruppen wie Breach oder Cult of Luna. Von einem Hype würde ich allerdings nicht sprechen, denn sie bleiben am Ende allesamt Underground. So wie wir auch.“

 
 Links:
  myspace.com/vancouverrocks
 
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