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Bloodsimple

Storie von: arne, am 22.11.2007 ]

Mit ihrem Debüt wirbelten BLOODSIMPLE vor zwei Jahren mächtig Staub auf. Nun legt die neue Band der früheren VISION OF DISORDER-Musiker Tim Williams (Vocals) und Mike Kennedy (Gitarre) mit ihrem Zweitwerk „Red Harvest“ (Warner) gewichtig nach. Die Songs der New Yorker Formation verbinden das direkte Moment des Hardcore mit relaxten MidTempo-Grooves und brachialen Metal-Brechern.

 
“A Cruel World” hat Grenzen durchbrochen, denn musikalisch haben wir etwas erschaffen, was andere MetalCore-Bands nicht spielen wollten oder konnten.“, so Shouter Tim im Interview: „Als wir mit dem Songwriting für das Album starteten, haben wir nicht eine Sekunde daran gedacht, wer unsere Hörer sein würden. Wir haben einfach das rausgelassen, was in uns war und das so, wie wir es als richtig und gut erachteten. Nun stehen wir vor der Herausforderung, unseren Stil mit jedem Release weiter zu perfektionieren.“

Auf ihrem Zweitwerk präsentieren sich BLOODSIMPLE noch stilübergreifender und wuchtiger aufgestellt. Die Platte bietet schlichtweg mehr von allem: „Für die Arbeit an „Red Harvest“ ist für uns das Wichtigste gewesen, ein insgesamt stimmigeres Album zu schreiben und besser zu werden. Das war unser Ansporn. Und wirklich, es ist eine in allen Belangen bessere Platte geworden. Die einzelnen Songs haben klarere Aussagen und sind musikalisch sowohl gefährlicher als auch lebendiger.“

Die New Yorker betonen die Kontraste von Brachialität und Eingängigkeit noch stärker. Satte Riffs und brutale Moshparts wechseln beständig, wobei BLOODSIMPLE ihre entspannte Grundhaltung niemals aufgeben: „Um das Album zu schreiben, nahmen wir uns ein Tour-Aus. Zuvor sind wir mit Gruppen wie Mudvayne, Deftones, Stone Sour, Disturbed oder Mastodon unterwegs gewesen.


Die ganze Zeit waren wir von solch herausragenden Künstlern umgeben. Wir wollten ein Album einspielen, das ihnen allen gefallen würde. Und es sollte eine Platte werden, die möglichst jedem, der sie hört, gefällt. Einige dieser Ziele haben wir erreicht, andere nicht. Unser Streben, den perfekten Rock-Song zu schreiben, geht weiter. Das ist für uns allerdings schon vorher klar gewesen, denn unser Mantra im Studio lautete: „Das fühlt sich nicht richtig an, das kann nicht gut sein.“

Und doch klingen BLOODSIMPLE durchgängig unterhaltsam und latent Hymnen-orientiert: „Die Songs sind im ersten Moment leichter hörbar und doch geben sie sich nicht so schnell preis.“, so Williams:

„Das liegt daran, dass unser Sound noch organischer geworden ist und wir uns eine eigene Signatur erarbeitet haben. Das gelingt heute nur noch ganz wenigen Bands und darauf sind wir stolz. Wir haben großes Augenmerk auf die Melodien gelegt und aufgepasst, dass diese nicht erzwungen klingen. Dieses Problem haben viele moderne Metal-Platten, nicht so „Red Harvest“. Vordergründige Melodien kommen nur gelegentlich zum Einsatz und das nur dann, wenn es auch sinnvoll ist. Für cleanes Singen gilt dasselbe.“

BLOODSIMPLE gehen zweifellos ihrem eigenen Verständnis schwerer Musik nach, das weder Metal noch Hardcore und dessen Output nur mit wenigen anderen Bands vergleichbar ist.

 
 Links:
  bloodsimpleband.com
 
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