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Fall Of Serenity

Interview von: Flo mit Eddy, am: 16.11.2007 ]

Nach diversen Umbesetzungen innerhalb der Band starten FALL OF SERENITY eine Art „Neuanfang“ und wollen uns mit ihrer neuesten Abrissbirne „The Crossfire“ beweisen, dass sie die Band der Stunde im deutschen Death Metal sind!

 

Musicscan: Ihr habt im Rape of Harmonies Studio aufgenommen. Ist dort ein spezieller Vibe zu spüren bzw. ist das die momentane Schmiede für angesagte moderne Sounds?

Fall Of Serenity: Für uns gibt es kein besseres Aufnahmestudio und keine besseren Grundvoraussetzungen als im Rape of Harmonies. Bis dato sind alle Fall of Serenity-Platten dort entstanden und dabei wird es bleiben. Ralf war bereits vor den Aufnahmen mit im Proberaum um uns kompositorisch ein wenig auf die Finger zu schaun und sich die richtige Stimmung für die Aufnahmen zu holen. Auch der Aufnahmeprozess war wieder ganz großes Tennis. Wir haben am Tag meistens 14 Stunden oder mehr an den Songs gesessen, wo jeder vernünftige Mensch doch nach 8 Stunden Feierabend macht, haha. Unser Ziel war es, soviel wie möglich von der Live-Energie und Spielfreude auf die Scheibe zu bannen, und das ist uns diesmal sehr gut gelungen. Der "spezielle Vibe" ist einfach die Hingabe der Produzenten und die produktive Arbeitsatmosphäre die ja auch viele andere namenhafte bands mittlerweile zu schätzen wissen.

Musicscan: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Dan Swanö?

Fall Of Serenity: Ganz einfach, durch unser Bestreben von Anbeginn an ein wirklich ehrliches und "atmendes" Album zu machen. Ohne die ganze Sache zu sehr zu durchdenken. Das ging beim Songwriting los, bei dem wir mit viel mehr Bauchgefühl und auch noch größerem Engagement als bei den letzten Platten zu Werke gingen. Im RAPE OF HARMONIES bei Ralf Müller wurden die Aufnahmen nur dann für gut befunden wenn sie nicht nur präzise, sondern auch mit dem jeweilig richtigen Feeling eingerupft wurden. Das war vollkommen neu für uns und somit eine echte Herausforderung. Ralf hat sich da als ganz groß erwiesen und uns immer wieder gepusht. Und Dan Swanö war aufgrund unserer Soundvorstellungen eine nur logische Wahl, weil seine Produktionen bzw Mixe genau das wiedergeben was wir wollten. Die "Arbeit" mit ihm war wirklich sehr cool und irgendwie "Underground"....damit meine ich ohne irgendwelche terminlichen Zwänge. Also definitiv kein Sound von der Stange. Wir sind stolz, dass die Platte ballert und trotzdem verdammt ehrlich ist.

Musicscan: Bei euch hat sich innerhalb der Band einiges geändert. Wie ist es zu dem Wechsel-Karussel gekommen und wie lief die Neuformierung ab?

Fall Of Serenity: Naja, seit "Bloodred Salvation" ist ja nur Ferdinand an der Gitarre neu dabei. Alle anderen vier haben schon beim letzten Album mitgewirkt. Allerdings teilweise an anderen Instrumenten! Sozusagen einmal durchgemischt und einen 6er Pasch gelandet...haha! Da es innerhalb der Band stagnierte, mussten wir was ändern. Das ist eine logische aber auch harte Sache. Letztendlich waren alle derartigen Entscheidungen die Richtigen und wir fühlen uns wohler als je zuvor.

Musicscan: Warum kein komplett neuer Sänger, sondern die interne Umbesetzung?

Fall Of Serenity: Warum einen Porsche kaufen wenn du einen Ferrari in der Garage hast? Es war für uns so logisch John hinters Mikro zu stellen, so dass wir über einen komplett neuen Sänger gar nicht nachgedacht haben. Warum auch...John hat bereits auf den letzten Releases viel an Gesangslinien mitgearbeitet und verfügt über ein breites Stimmspektrum. Des Weiteren stand er bereits in einigen Projekten am Mikro und hat für mehrere andere Bands ausgeholfen. Es ist also für ihn auch der bessere Posten innerhalb der Band.

Musicscan: Sabina Classen ist ein eher ungewöhnlicher Gast - warum ausgerechnet sie? Wer hat den Song für sie ausgewählt?

Fall Of Serenity: Sabina ist ein absolutes German-Trash-Metal-Urgestein mit jeder Menge Power in der Stimme. Das war der Grund sie auf "The Crossfire" zu einem Feature zu bewegen. Damit setzen wir eine Tradition fort - denn auf unserem letzten Album hatten wir u.a. Leif Jensen von Dew Scented dabei. John kannte Sabina schon flüchtig von einigen Holy Moses-Shows, daher die Idee. Den Song haben wir wärend der Aufnahmen zusammen ausgewählt und jeder von uns hat unabhängig "Blindfolded" vorgeschlagen. Somit war klar dass es dieser wird. Auch die tatsächlich von ihr gesungenen Parts passen musikalisch sehr gut zu Ihrer Stimme...also auch hier alles richtig gemacht. ;-)

Musicscan: Wie seht ihr selbst die Entwicklung seit "Bloodred Salvation"?

Fall Of Serenity: Es weht ein frischer Wind. Jeder ist voll und ganz dabei. Das bläst uns voran. Und wie gesagt, in der Musik ist es nicht immer richtig viel zu denken. Da läuft man Gefahr zu konstruiert zu klingen. Das ist vielleicht eine Sache die uns verändert hat, allerdings gibt es da so viele kleine Sachen die den Knopf ungewollt und irgendwie unbewusst auf Reset gestellt haben. Uns freut es, dass es funktioniert und nach vorn geht. Mit der Zeit werden wir nämlich auch immer fetter, und da ist es cool auch auf größeren Bühnen zu stehen. Dort wo man sich nicht ständig den Wanst stößt!

Musicscan: Seht ihr den "Neustart" als neue Chance oder eher pessimistisch? Wo werden die FOS Wege die nächste Zeit hinführen?

Fall Of Serenity: Wir blicken 666% nach vorne und etwas besseres als dieser "Neustart" in einer Personenkonstellation, die funktioniert wie eine geölte Maschine, konnte uns gar nicht passieren. Intern fühlt es sich an als hätte jemand kräftig im Topf gerühert und uns ordentlich zum brodeln gebracht. Wo unsere Wege hinführen? - mal sehen ... aber immer gerade aus den Berg hoch!

 
 Links:
  fallofserenity.com
 
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