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Today I Wait

Storie von: arne, am 06.11.2007 ]

Das Berliner Label Grapes Of Wrath bleibt seiner Veröffentlichungsmaxime treu und legt auch mit dem Euro-Release des vierten Longplayers von TODAY I WAIT – „Already Dead In Their Eyes“ – eine geradlinige und brutale Hardcore-Metal-Scheibe vor.

 
Ähnlich BURY YOUR DEAD, ALL OUT WAR oder SHATTERED REALM verbindet das seit acht Jahren bestehende Quintett aus Detroit einschlägiges Metal-Riffing mit ausgiebigen Breakdowns und kreiert so eine wuchtige Platte: „Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn dein Album mehr als ein Jahr später noch einmal veröffentlicht wird.“ so Shouter Jason Shrum: „Schon zu diesem Zeitpunkt ist es ja einige Monate alt gewesen. Inzwischen ist es für uns eine mehr oder weniger alte Scheibe, und wir arbeiten derzeit wir bereits am Nachfolger. Dennoch sind wir stolz darauf, nun auch ein offizielles Euro-Release vorweisen zu können, schließlich sind wir als Band schon einige Zeit unterwegs.“

Dabei war der Kontakt zum Berliner Label schnell geknüpft und im Grunde naheliegend: „Grapes Of Wrath wurde uns von einem deutschen Freund empfohlen, also nahmen wir Kontakt auf. Der Rest ist Geschichte. Sie haben einige legendäre Releases von u. a. AGNOSTIC FRONT oder HATEBREED vorzuweisen und nun auf demselben Label wie sie zu sein, ist für uns eine große Ehre. Den letzten Ausschlag für die Zusammenarbeit gaben THE ALLIANCE, die wie wir aus Detroit stammen und die bereits einige Platten über Grapes Of Wrath herausgebracht haben. Unser neuer Bassist Pat spielt mit drei von ihnen bei HYDE und so konnten wir uns über sie informieren.“ Apropos Bassist: Im letzten Jahr griff die wohl bekannteste Extrem-Kombo Detroits auf einen Musiker von TODAY I WAIT zurück:

„Wir


haben einen verdammt guten Bassisten verloren, doch für ihn hätte es nicht besser laufen können und das freut uns sehr. Heute kann er davon leben, Musiker zu sein und dafür würden auch wir anderen alles geben. Mit den Jungs von THE BLACK DAHLIA MURDER sind wir bereits vorher befreundet gewesen, doch seit Bart dabei ist, sind beide Bands noch enger. Für uns haben sich so gerade hinsichtlich des Tourens tolle Möglichkeiten eröffnet. Sie haben uns auf eine kurze US-Tour mitgenommen, an deren Ende wir auf der zweiten Bühne des New England Metal Hardcore Festes standen. Das war fantastisch.”

Den aktuellen Entwicklungen im MetalCore-Lager steht der Shouter indes kritisch gegenüber: „Hier in den Staaten verliert die MetalCore-Szene langsam aber sicher ihre Richtung. Das „Big Business“ hat Einzug gehalten und heute stehen vorwiegend Mode und Trends im Mittelpunkt. Das ist nicht unsere Welt, und schon von der Einstellung her teilen wir das ganz und gar nicht. Wir spielen Hardcore-verwandte Musik, weil sie aufrichtig und doch auch aggressiv ist. Deshalb lieben wir sie ja. Hardcore hat nichts mit In-Kleidung oder Popularitätswettbewerben zu tun. Es geht darum, Ideen auszutauschen und für seine Wut und Frustration eine positive Kanalisation zu finden. Vor diesem Hintergrund stehen wir in jedem Fall in einer Hardcore-Tradition, obwohl wir nicht dem klassischen Stil folgen. Denn wir schätzen auch Metal; besonders Death- und Thrash Metal.“

 
 Links:
  todayiwait.com
 
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