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As I Lay Dying

Storie von: arne, am 19.08.2007 ]

“An Ocean Between Us” ist der Titel des von den Fans so sehnlichst herbeigesehnten vierten Longplayers von AS I LAY DYING. Auf diesem setzt die Metal Blade-Kombo wieder offensiver auf Tempo und wuchtige Härte. Der Anteil dominanter Melodien ist unverändert stark ausgeprägt geblieben, doch erklingen diese nicht länger zum Selbstzweck sondern stets in Verbindung mit treibenden Gitarren oder markanten Refrains.

 
In freudiger Erwartung der Veröffentlichung des neuen Albums gibt der gut gelaunte Gitarrist Phillip Sgrosso aus seinem Urlaub Auskunft über die Entwicklungen im Bandgefüge und das neue Werk: „Wir verbringen gerade eine dreiwöchige Tourpause, die dringend nötig gewesen ist. Letzte Woche haben wir zwar auch ein Video in Los Angeles gedreht, doch das war eher Erholung als Arbeit. Ich bin schon sehr auf dessen Fertigstellung gespannt, denn es wird ein toller Clip werden. Die übrige Zeit haben die meisten von uns am Strand verbracht und jede Menge Burritos gegessen. Schließlich muss man gestärkt sein, wenn man mit der neuen Platte wieder die ganze Welt touren möchte. Wir sind heiß darauf, neue Fans zu gewinnen und die sich uns bietenden Möglichkeiten zu nutzen.“

Die Chancen, weitere Hörer zu begeistern, stehen gut, denn AS I LAY DYING sehen auf der neuen Scheibe davon ab, allein auf einen Wechsel von Power-Riffs und Mosh-Parts zu setzen, wie sie es auf “Shadows Are Security” taten. Die Arbeit an “An Ocean Between Us“ dauerte sechs Monate, während derer das Quintett neben dem Schreiben und der Pre-Produktion des Albums sowie kontinuierlichem Touren auch ein neues Bandmitglied finden musste:

„Nachdem wir 15 Bassisten getestet hatten, entschieden wir und für einen Jungen aus Birmingham, Alabama, denn er ist der beste Bewerber gewesen. Auch seine Stimmlage sagte uns in der Sekunde zu, in der wir sie hörten. Derzeit arbeitet er sich noch in unsere Stücke ein, doch das ist bald durch. Zum ersten Mal überhaupt hat ein Bassist auch die Bassparts einer unserer Platten eingespielt. Diese Premiere ist schon einmal geglückt.“ Im neuen Line-Up besannen sich AS I LAY DYING auf die Stärken des Zweitwerks “Frail World Collapse“ zurück und forcierten die eigene Härte: “An Ocean Between Us“ hat uns jede Menge Schweiß und Anstrengung gekostet. Wir haben unglaublich viel Arbeit in das Album gesteckt, und zum ersten Mal überhaupt liebe ich alle Stücke. Aus meiner Sicht ist es uns gelungen, sowohl den bestehenden AS I LAY DYING-Fans eine neue Seite von uns zu präsentieren als uns auch noch attraktiver für neue Hörergruppen zu machen. Ich kann es kaum abwarten, zu erfahren, wie die Kids reagieren werden.“ äußert sich Sgrosso erwartungsvoll:

„Das Album beinhaltet sicherlich Passagen, die für manche Leute unerwartet sind, aber das stellt unter Beweis, dass wir als Band mehr drauf haben als nur Riffs und eine fette Double-Bass in die Waagschale zu werfen. Unser Ziel ist es gewesen, ein möglichst variables Album zu schreiben,


dessen Metal-Parts noch metallischer sein sollten. Wir wollten sicher gehen, dass die Gitarren noch dynamischer klingen. Auch das Schlagzeug ist energiegeladener als auf den vorhergehenden Alben. Das kommt wohl daher, dass wir in Vorbereitung des Songwriting mehr als sonst gejamt haben. Darüber hinaus hatte Adam D. einige großartige Einfälle, wie einzelne Parts weiter zu verbessern waren.“

Die angesprochenen Veränderungen haben pragmatische Gründe, wie der Klampfer verrät: „Unsere alten Songs langweilten uns, also mussten wir uns verändern. Ich kann nicht länger Songs mit drei Breakdowns hören oder spielen.“ Übertrieben seicht, zu moshig oder gar zu „cheesy“ wie noch auf dem Vorgänger gibt man sich auf “An Ocean Between Us” nicht mehr. Stattdessen jagt eine Temposalve die nächste, und AS I LAY DYING genießen es hörbar, wieder ausgiebig den Knüppel aus dem Sack zu lassen:

“Wir lieben es, Musik zu machen. Das ist unser Antrieb.“, so Sgrosso: „Besondere Ziele verfolgen wir mit der Band nicht, sieht man davon ab, dass sie unseren Lebensunterhalt stellt. Dennoch richten wir uns allein nach unseren eigenen Vorlieben und schreiben die Songs, die wir hören wollen. So kann es durchaus auch zu kleineren Überraschungen wie im Fall der neuen Platte kommen.“ Die Fans werden es sicherlich auch danken, wobei man nicht von „dem“ AS I LAY DYING-Fan sprechen kann: „Unsere durchmischte Hörerschaft spiegelt meiner Meinung nach den Umstand wieder, dass auch wir in der Band unterschiedliche Vorlieben auch außerhalb des Metals haben.“ sagt der Gitarrist: „Am Metal schätze ich vor allem die unbändige Energie, die er freigesetzt, doch beim Schreiben lassen wir uns von eigentlich allen Musikstilen inspirieren. Das ist wohl auch der Grund, weshalb wir uns nicht darum kümmern, in welche Schublade AS I LAY DYING passen oder nicht.“

Die Texte sind ebenfalls von individuellen Motiven bestimmt: „Obwohl es vielleicht den Anschein erweckt, ist “An Ocean Between Us“ kein Konzeptalbum. Jeder Song hat eine individuelle Aussage, die allerdings alle mit unseren persönlichen Überzeugungen und dem, was uns als Menschen auszeichnet, übereinstimmen. Ich hoffe, dass unsere durchweg positiv gestimmten Texte auch so bei den Fans ankommen. Wir selbst sind schließlich auch positiv eingestellte Leute und würden unsere optimistische Sichtweise gerne mit ihnen teilen. Zu viele Leute richten ihren Blick allein auf negative Dinge und reiben sich in Hasstiraden oder anderen Dummheiten auf. Warum können nicht alle Respekt voreinander haben?“

 
 Links:
  asilaydying.com/
 
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