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Zatokrev

Storie von: arne, am 15.06.2007 ]

Die Monumental-Metaller ZATOKREV bieten auch auf ihrem neuesten Output “Bury The Ashes” lang gezogene, ausladende und überaus intensive Songkonstrukte zwischen Sludge, Doom, Noise, Post-Core und Heavy Metal bestimmen das Geschehen. Wer angesichts dieser Beschreibung an Acts wie Neurosis, Unsane, Intronaut, Mastodon, Knut oder Cult Of Luna denkt, liegt richtig.

 
Und die Schweizer sind keinen Deut schlechter! Es ist unüberhörbar, dass dem Banddasein ein gehobener Anspruch zugrunde liegt: „Freut mich zu hören. Ich denke schon, dass viel mit der Einstellung zur Musik zu tun hat.“ führt Gitarrist und Sänger Frederyk Rotter aus: „Bei ZATOKREV ziehen alle am gleichen Strang. Beim Songschreiben spielen wir oft einfach drauflos, ohne den Hintergedanken zu haben, in irgendein Bild reinpassen zu wollen. Heutzutage kommt es mir oft so vor, dass viele Bands wie vom Fliessband kommen und daher sehr ähnlich klingen, als ob Sie sich ständig gegenseitig kopieren würden, um den großen Plattenfirmen zu gefallen, statt ihren eigenen wahren Weg zu gehen. Aber im Gegenzug gibt's auch sehr viele individuelle Künstler, die musikalisch Grosses vollbringen, sich aber oft eher in der Untergrundszene bewegen!“

In selbiger sind auch die vier Schweizer unterwegs, die ihren ersten Longplayer noch auf Codebreaker vorlegten und nun über das finnische Firebox veröffentlichten: „ZATOKREV existiert seit Anfang 2002 und wurde in unserer Heimatstadt Basel in der Schweiz gegründet. Unser zweites Album “Bury The Ashes“ ist seit März dieses Jahres auf dem Markt. Wir sind grad zurück von unserer Frankreich/Spanien/Portugal Tournee und nehmen zur Zeit bereits neue Songs für unser drittes Werk in Angriff.“

…auf dem die bisherige Marschrichtung beibehalten werden wird. Im Spannungsfeld der eigenen Favoriten entstehen brachiale, wuchtige Post-Metal-Kompositionen, die genreübergreifend und allumfassend dastehen: „Für uns interessante Bands sind zum Beispiel Burning Witch, Godflesh, Entombed, Fugazi, Disembowelment, Morbid Angel,


Neurosis oder Anathema. Die Liste ist eigentlich endlos. Wir versuchen aber, unsere eigene Art von Songwriting weiterzuentwickeln, ohne andere Gruppen nachzuahmen. Klar, jeder Musiker hat seine Einflüsse, das ist unvermeidlich und auch gut so. Dennoch passiert das Meiste bei uns spontan und wenn, dann eher selten von bestimmten Bands inspiriert.“

ZATOKREV verbleiben häufig instrumental oder begnügen sich mit einem Minimum an Vocals. Die Musik und ihre Wirkung stehen klar im Mittelpunkt und das brachial wie dicht. Die Schweizer setzen immer wieder auf eher gleichförmige Songstrukturen, die jeweils nur marginal variiert werden. Und doch erscheint das Material von “Bury The Ashes” durchweg abwechslungsreich und kompakt, denn schnell setzt ein Verstärkereffekt ein, der das Volumen und die Durchschlagskraft der Stücke entscheidend steigert. Alles baut aufeinander auf und greift wie selbstverständlich ineinander:

„Wir versuchen, uns auf keinen Fall festzulegen. Wir machen Musik aus dem Bauch raus und versuchen einfach nur, das Beste daraus zu machen. Unsere neuen Ideen scheinen momentan eher doomiger und melodischer auszufallen, was sich jedoch jederzeit ändern kann. Wir lassen alles offen. Wenn das Leute aus verschiedenen Genres anspricht, umso besser.“ Nicht zuletzt hat man auch auf der Handwerklichen Seite Einiges zu bieten: „Die technische Seite kommt bei ZATOKREV eher versteckt zum Zug. Auf “Bury The Ashes“ experimentierten wir oft mit verschiednen Rhythmen und Wechseln, die beim ersten Durchlauf wahrscheinlich kaum zu hören sind. Wir konzentrieren uns aber immer noch mehr auf das allgemeine Songwriting als auf Technik.“

 
 Links:
  zatokrev.com
 
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