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Face Down Hero

Storie von: arne, am 27.05.2007 ]

Es kann sich durchaus hören lassen, was FACE DOWN HERO mit ihrem “Opinion Converter” vorlegen. Die Band besteht seit 2004, und bis zum Release dieses Debüt-Albums ist es für die vier Death’n’Thrasher ein arbeitsreicher Weg gewesen.

 
Bereits im Sommer 2005 legten die Marburger das 3-Track-Demo “Syndrome“ vor, das flächendeckend auf positive Resonanz stieß. Auf einen Schnellschuss in Form einer zeitnah nachgelegten ersten Platte verzichteten die Musiker allerdings, die lieber fleißig am eigenen Bandsound werkelten, bevor sie einen ersten Longplayer aufnahmen: „Unsere Trademarks sind ganz klar die Mischung aus Bay Area Riffing gepaart mit viel Melodie, viel Groove sowie modernen Einflüssen.“ fasst es Drummer Carsten zusammen:

„Bei den Melodien setzen wir weniger auf den beliebten Schweden-Sound als eher auf Einflüsse aus dem US-Metal. Mit wenigen Ausnahmen kommen eigentlich alle unsere Metal-Faves aus „Amiland“, und das hört man sicherlich auch in unserem Sound. Wir versuchen, immer möglichst zeitlos zu klingen, so dass man im Stil nicht allzu limitiert ist. Zur Zeit der Demo-CD waren wir noch auf der Suche nach unserem Stil. Die Songs waren definitiv noch nicht so heavy wie jetzt auf “Opinion Converter“.“

Mit der durch viele Reviews zugewiesenen Stilbezeichnung gehen FACE DOWN HERO nur bedingt konform: „Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, was Neo-Thrash genau ist. Ich habe manchmal das Gefühl, das alles was ’nen bisserl härter und grooviger ist, und ohne durchgehende Growls oder Geschrei daher kommt, sofort diesen Stempel bekommt, da man es ansonsten schwer in eine Schublade packen könnte. Pantera und Dearly Beheadet wurden auch unter dem Neo-Thrash-Banner rausgebracht, genau wie Channel Zero. Das war Anfang der 90er. So „Neo“ dürfte das also auch nicht mehr sein. Von den genannten Bands haben wir allerhöchstens mit Channel Zero ’was gemeinsam, denn wie Pantera klingen wir nun wirklich nicht. Der Begriff Melodic-Thrash, den irgendein Rezensent mal genannt hat, trifft es in unserem Falle ganz gut. Oder vielleicht New-Neo-Thrash? Ich denke, wir haben mit dem Debüt eine sehr ordentliche


und vor allem ehrliche Arbeit abgeliefert, die hoffentlich auch bei dem einen oder anderen Anerkennung findet.“

Das ist der sympathischen Band nur zu wünschen, denn ihre Songs gehen wirklich gut an, gerade weil sie auf das Wesentliche konzentriert sind: „Wir sind eine Metal Band und das soll auch jeder hören. Unsere Songs müssen heavy und Groove-orientiert sein. Das Ganze muss einfach knallen und wuchtig rüberkommen. Das Technische ist im ersten Moment nebensächlich, hat aber natürlich auch seinen Platz bei uns. Wenn man die Platte genauer hört, entdeckt man viele Kleinigkeiten, die beim ersten Kontakt nicht so zum Vorschein treten. Dennoch versuchen wir, das Ganze straight zu halten und haben uns bei den Arrangements sehr viel Zeit genommen, so dass wirklich alles ineinander greift.“

Deshalb fällt es auch nicht negativ ins Gewicht, dass FACE DOWN HEROs “Opinion Converter“ ohne markante Hooks und erinnerbare Refrains auskommt, stattdessen auf ausgeweitete Härte und einen hoch metallischeren Anstrich setzt: „Uns war es wichtig, dass die Scheibe vor allem durch und durch heavy klingt. Wir wollten bei allem modernen Anstrich der Songs natürlich keinesfalls wie eine der Trend-Bands klingen und womöglich in eine Schublade geworfen werden, in der wir uns so gar nicht wohl fühlen würden. Dass wir da auf irgendwas verzichtet hätten, sehe ich nicht so. Der Titelsong und auch ’The Great Ressurrection’ haben meiner Meinung nach sehr erinnerbare Refrain, zumindest waren die Leute live bisher immer in der Lage, nach einem Durchlauf mitzusingen. Es mag sein, dass wir an manchen Stellen noch einprägsamer hätten sein können, aber ich denke wirklich, dass wir eine sehr eingängige Platte gemacht haben. Der einzige Vorwurf, den wir uns im Nachhinein, wie ich finde zu Recht, gefallen lassen müssen, ist, dass wir schon ein paar mehr Up-Tempo-Stücke auf der Scheibe haben.“

 
 Links:
  facedownhero.de
 
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