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Antigama

Storie von: arne, am 24.04.2007 ]

Bislang sind ANTIGAMA aus Warschau nicht viel mehr als ein heißer Geheimtipp gewesen, doch das Release ihres neuen Longplayers “Resonance” über den Underground-Giganten Relapse dürfte die Wertigkeit der polnischen Band enorm steigern. Und dieses Quartett verdient eine Menge Aufmerksamkeit!

 
Was die frühere Selfmadegod-Kombo spielt, kann sich hören und sehen lassen. Hier dürften reihenweise Kinnladen klappen, sofern man die Jungs nicht bereits kennt. Der Vierer geht mit einer irrwitzigen Mischung aus Grind, Death, Chaos, etwas Jazz und Noise an den Start. In der Vergangenheit wurde in Bezug auf ANTIGAMA häufig von „Cyber-Grind“ gesprochen, doch diese Bezeichnung trifft es heute nur noch bedingt. Die Polen haben ihre Songs merklich gestrafft und einen hörbareren Rahmen geschaffen. Die brutale Basis der Platte wird durch old-schoolig wirkenden Death’n’Grind gelegt, der um vielerlei Poly-Rhythmik und füllende Noise-Fragmente ausgebaut wird. Es sind vor allem die vielen kleinen Feinheiten am Rande und die „crazy Ideen“ der Musiker, die im Falle von ANTIGAMA den Unterschied ausmachen.

Zur neu begonnenen Kooperation mit Relapse kann Gitarrist Sebastian im Gespräch noch nicht viel sagen: „Bislang hat das Album noch kaum jemand zu hören bekommen, und es wird ja erst in einigen Wochen erscheinen. Insofern gibt es da noch kein Resümee zu ziehen. Relapse ist von unserer Platte angetan und steht voll hinter uns. Die Zusammenarbeit läuft bislang so, wie wir uns das vorgestellt haben. Nun gilt es allerdings erste Resultate abzuwarten. Wir stehen den kommenden Wochen und Monaten durchweg positiv und erwartungsfroh gegenüber, denn wir glauben an unsere neue Platte.” Und auch das „alte Label” veröffentlicht neue Tracks der Band: „Wir arbeiten nach wie vor mit Selfmadegod zusammen. Labelkopf Karol ist noch immer unser Manager, Verleger und Ansprechpartner in allen Belangen. Kurz vor der Veröffenlichung von ”Resonance” erscheint auf Selfmadegod eine 3'' Split-CD mit Drugs of Faith, die neben zwei weiteren neuen ANTIGAMA


-Tracks auch ein Goblin-Cover enthält. Die Arbeit mit zwei Labels läuft ausgezeichnet und daran wird sich auch zukünftig nichts ändern.”

Hinsichtlich des eigenen musikalischen Erscheinungsbildes hat sich jedoch Einiges getan: „Seit ”Zeroland” hat sich wirklich eine Menge verändert, vor allem was unseren Sound anbelangt. ”Resonance” klingt klar, differenziert und präzise. Gerade für unseren stark technischen Stil ist das ein wichtiger Aspekt, der in dieser Konsequenz in der Vergangenheit so noch nie zum Tragen kam. Zum ersten Mal hört man alle Feinheiten. Gleichfalls haben wir daran gearbeitet, effektivere und einstückweit kontrolliertere Stücke zu schreiben, um ein flüssigeres Rezipieren zu ermöglichen. So ist ein ganz neuer ANTIGAMA-Sound entstanden.”

Konkreter bedeutet dies: „Das Album hat 100 Prozent mehr Groove und Oldschool-Riffs, die wir mit den für uns typischen modernen Elementen verbunden haben. Nach wie vor sind wir verrückt und abgedreht, doch der Teufel steckt im Detail. Wir sind sowohl langsamer als auch schneller. Aufgrund der neu integrierten Old-Thrash-Momente ist das Hören und Nachvollziehen der Stücke für Interessierte einfacher.” Wirklich leicht zu konsumieren sind ANTIGAMA jedoch noch immer nicht:

„Wir waren noch nie auf nur einen Stil zu reduzieren und haben stets damit experimentiert, in unseren Stücken möglichst unterschiedliche und gegensätzliche Stile zusammenzuführen. Gerade bei solchen Vorhaben setzt man ungemein viel Kreativität frei. Und man erhält Ergebnisse, mit denen man vorab nicht gerechnet hat. Eben das fordert uns heraus und ist der Antrieb, voranzugehen und neue Grenzen auszuloten. Und doch ist ANTIGAMA kein Zufallsprodukt sondern das Resultat harter, bewusster Arbeit.”

 
 Links:
  myspace.com/antigama
 
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