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Shadows Fall

Storie von: arne, am 12.07.2002 ]

Massachusetts' SHADOWS FALL zählen ohne Frage zu den führenden Bands im modernen Metal. Ihr treibender und melodienlastiger Death-Metal-Sound gefällt vorbehaltlos.

 
Das musikalische Spektrum ist breit angelegt und nicht grundlos bekundete Century Media schon 1999 Interesse an diesem Quintett. Der Labeleinstand folgte ein Jahr später mit "Of One Blood".

In den Staaten äußerst erfolgreich unterwegs, blieben SHADOWS FALL hier in Europa ein Geheimtip. Vielleicht auch deshalb, weil kaum jemand Notiz von der Klasse dieser Band nahm und die notwendige Promo fehlte. Dabei war das '97er Debüt "Somber Eyes To The Sky" als LP auf dem belgischen Genet Records erschienen. In Hardcore-Kreisen blieb zudem nicht unbemerkt, dass mit Brian Fair der ehemalige Overcast- Shouter 1998 den Sangespart bei SHADOWS FALL übernommen hatte.

Anfang des Jahres erschien nun mit "Fear Will Drag You Down" ein weiteres Album der Gruppe, das kein wirklich neues ist. Vielmehr handelt es sich um das Re-Release der "Of One Blood" in neuem Artwork; abgerundet durch die Japan-only "Deadworld" EP und drei Live-Stücke. ...und endlich stand auch die erste Euro-Tour der Jungs auf dem Programm. An der Seite von Kittie spielten sich die Musiker einen Monat lang durch Europa.

Die Vorzeichen für den Gig hier in Berlin standen zunächst schlecht. Der Bandbus hatte eine Panne; der Auftritt von SHADOWS FALL war eigentlich schon abgeblasen, doch zehn Minuten vor ihrem Set kamen die Jungs tatsächlich noch an, sprangen auf die Bühne und rockten. Derart passioniert treten nur wenige Bands auf. Die Virtuosität der Gitarristen und die Durchschlagskraft des neuen Trommlers David Germain (ex- Stigmata) sind schier unglaublich. Das muss man gesehen haben.
Aufgrund der geschilderten Umstände blieb es mir am 22. Februar verwehrt ein Interview zu führen, was ich jedoch wenig später per Mail nachholte.

"Unser Anspruch

war es eine Band zu starten, die sich selbst keine Grenzen setzen sollte." erzählt Gitarrist Matthew Bachand auf meine Frage, wo sich die Band selbst positioniert sieht, "Unsere grundlegenden Einflüsse sind Rock und Metal und das war schon immer so. Von Beginn an waren wir eine Metal-Band. Abgesehen von unserer D.I.Y.-Einstellung hat SHADOWS FALL nichts mit Hardcore zu tun, wenn 'man davon absieht, dass einzelne Mitglieder in der Vergangenheit in Hardcore-Bands spielten."

Auf den Grund für das diesjährige Re-Release zielte meine nächste Frage: "Nach dem, was ich weiß, war es für die Leute in Europa schwer "Of One Blood" in den Läden zu finden. Wir brauchten zudem etwas "Neues" um unsere Tour mit Kittie zu promoten. Eigentlich hatten wir mit Stefan (Lifeforce Records -Anm. d. Verf.) die Veröffentlichung der "Deadworld" EP vereinbart, aber die Aufnahmen gehören nun einmal Century Media und sie entschieden sich die EP stattdessen für das Re-Release zu nutzen." Die drei Live-Stücke sind nach Matt übrigens die meistgefragten Songs auf den Shows von SHADOWS FALL.

Für den passionierten Sound des Fünfers gibt es eine ganz einfache Erklärung: "We just love metal." erklärt mir Matt, der mit den anderen gerade im Studio an einem neuen Longplayer feilt. Das neue Album wird "The Art Of Balance" heißen und eine Mischung all dessen sein, was aggressive Musik zu bieten hat:
"Wir haben versucht uns noch intensiver auf Songwriting, Gesangslinien und den Gesamtsound zu konzentrieren. Das Material, das wir gerade geschrieben haben, ist unglaublich. Es zeigt uns von einer anderen Seite und erstmals waren wir alle am Songwriting beteiligt. Die Verschiedenartigkeit der neuen Songs ist ihr größtes Charakteristikum."
 
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