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Killswitch Engage

Storie von: arne, am 07.07.2002 ]

Massachusetts bringt schon seit einigen Jahren die genialsten Bands der Staaten hervor. Ein weiteres Beispiel sind KILLSWITCH ENGAGE.

 
Mit diesem Quintett hat Roadrunner einen richtig großen Coup gelandet. Ja klar, die Band war schon durch ihr Debüt auf Ferret in aller Munde, aber erst jetzt starten die fünf Musiker so richtig durch. Mit ihrem Zweitwerk "Alive Or Just Breathing" sind sich die Fünf treu geblieben und setzen konsequent fort, was sie auf dem Debüt und mit ihren alten Bands (Overcast, Nothing Stays Gold und Aftershock) begonnen haben.

Inzwischen haben KILLSWITCH ENGAGE die perfekte Mischung aus Aggression und Emotionalität gefunden, die mit einer kleinen Prise Pop abgerundet wird. Dennoch ist der Sound noch immer einstückweit rau und das Album ist eine ehrliche, nachvollziehbare und eine einfach gute Platte, die sich zwischen den drei Eckpunkten Rock, Metal und Hardcore bewegt.

Erst in dieser fetter Produktion kommt das Potential der Musiker so richtig zum Tragen. Der Sound ist deutlich knalliger und sowohl die genialen Melodie-Bögen als auch der mitreißende Organ von Jesse Leech (zwischen emotionalen, cleanen und geschrienen, wütenden Parts pendelnd) können vollends wirken. Jeder der zwölf Songs ist ein potentieller Hit und das ganze Album uneingeschränkt zu empfehlen. Dabei stört nicht, dass zwei Songs vom Debüt übernommen sind und der harte Metal-Anteil reduziert wurde.

Die Platte deckt eine große Spannweite ab. Einerseits ist sie heavy genug um Metal- und Hardcore- Fans anzusprechen; gleichfalls aber auch straight-forward genug für Rock'n'Roll- und New- Metal- Kids.

Der Schritt vom kleinen Ferret Label zu Roadrunner ist schon ein großer. Szene-Polizisten sprechen in solchen Fällen schnell von Sellout.

"Damit hatten wir bisher eigentlich noch keine Probleme." erklären mir die Jungs. "Die Leute wissen ja, woher wir kommen und

wissen auch, dass es uns nicht darum geht möglichst viele Platten zu verkaufen und schnelles Geld zu machen. Wir wollen uns einfach vollends auf unsere Musik konzentrieren. Wir entschieden uns für Roadrunner um ein Maximum zu erreichen. Wir wollten nicht länger 2-3 Jobs für die täglichen Rechnungen haben. Wir wollen permanent auf Tour sein und Roadrunner war in dieser Beziehung ein unausweichlicher Schritt. Ferret hat viel für uns getan, aber das konnten sie uns nicht bieten."

Doch auch die Musiker brauchten Zeit sich als Einheit zu finden: "Die neuen Songs sind deutlich fokussierter und passen vom Soundbild besser zusammen. Wir sind inzwischen eingespielt und wissen, wohin wir wollen."

Nachdem Bands wie Aftershock und Nothing Stays Gold als christlich eingestuft wurden, interessierte mich, wie es um die aktuelle Gruppe steht: "KILLSWITCH ENGAGE ist keine christliche Band. Ich weiß nicht, wer das gesagt hat. Ich persönlich bin Christ, aber unsere Musik ist kein Glaubensbekenntnis. Textlich beschäftige ich mich positiven Dingen und versuche in unseren Fans Positives zu wecken. Man kann sie als eine Art Weckruf für die Leute verstehen, die dem Leben um sie herum keine Aufmerksamkeit schenken. Wir fordern die Leute auf sich mit dem eigenen Umfeld auseinander zu setzen. Das haben auch Bands wie die Bad Brains oder die Cro-Mags getan. Das ist nichts vorrangig Christliches. Wir haben gesunden Respekt voreinander und vor dem Leben; sind aber keine christliche Band." Es hätte mich auch nicht weiter gestört.

"Alive Or Just Breathing" ist sehr facettenreich und nicht auf eine bestimmte Richtung festgelegt. Fast jeder findet etwas, das ihn anspricht.

"Time has come to make a difference... and if I stand alone, I will fight for you!"
 
 Links:
  Killswitch Engage- Bandpage
  Roadrunner- Labelsite
 
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