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Between The Buried And Me

Storie von: arne, am 30.06.2002 ]

Schlicht selbstbetitelt ist das Debüt-Album von BETWEEN THE BURIED AND ME aus North Carolina belassen.
Auch das Artwork verrät wenig; ist (eher) minimalistisch gehalten. Nicht einmal die Songtitel finden sich auf dem Backcover; lediglich die Angabe 'tracks 1-8 00:48:32'. Mein Interesse war schnell geweckt und meine Erwartungen schnell um Längen übertroffen.

 
Wer auch immer an extremer Musik und nicht alltäglichen Song-Writing interessiert ist, sollte sich diese Band auf Lifeforce geben.

Musikalisch zeigen sich BTBAM sehr aggressiv, stark komplex und unglaublich abwechslungsreich. Monoton-lange Knüppelpassagen sucht man vergebens. Stattdessen dominiert hier stark dynamisches Songwriting mit vielen Breaks und interessanten Wendungen.

BTBAM zeichnen sich vor allem durch ihren unglaublich hohen Grad an Kompromisslosigkeit aus. Nahezu jede Songstruktur wird mehrfach aufgebrochen und in völlig andere Bahnen gelenkt. Diese Stückelarbeit verschiedenster, extremer Spielarten (Black, Grind, Death, Trash, Doom, Progressive, Hardcore und auch ein wenig Emo) findet stets in sinnvolle und nach Vorne preschende Arrangements zurück. Schleppende Passagen folgen grindigen Prügelparts, die wiederum von Heavy Metal- Zeilen aufgefangen werden oder auch einmal in ruhigem Alternative-Sound enden dürfen.

Leute von Undying, Prayer For Cleansing und Azazel verbergen sich hinter BETWEEN THE BURIED AND ME, die mit ihrem Debüt einen unglaublichen Einstand geben. Ein solch durchschlagendes Album hört man viel zu selten und ich frage mich ernsthaft, wie man ein solches Debüt noch toppen will!? Die acht Songs strotzen nur so vor übersprudelnder Spielfreude, einer gehörigen Portion Witz und auch einem gewissen Grad an Genialität. Hammer!

Ohne Zweifel ist diese Band meine Entdeckung des Jahres. Fragen an Will Goodyear waren damit unausweichlich. Zunächst interessierte mich, inwieweit das genial-schlichte Artwork mit der Musik der Platte verbunden ist:

"Unsere Band betont die eigentliche Musik und das wollten wir auch mit dem Artwork

ausdrücken. Das leere Notenblatt symbolisiert unsere Freiheit all das zu schreiben, wonach uns gerade ist. Das Klavier wiederum steht für die uns zur Verfügung stehenden Werkzeuge, mit den wir arbeiteten."

Erst im Herbst 2000 gegründet, scheint mir fast unglaublich, wie die junge Band in so kurzer Zeit ein derart passioniertes Werk an den Start bringen konnte. Doch das scheint kein Zufall zu sein:

"Von Beginn an war unser Ziel, die uns bestmögliche Musik zu spielen ohne uns dabei in irgendeiner Weise selbst zu limitieren oder auf einen bestimmten Stil festzulegen. Unser größtes Anliegen ist es keine monotonen Songs zu schreiben. Natürlich ist es hart von ganz unten neu zu starten, aber das hat uns gerade heraus gefordert."

Das klingt fast schon zu einfach. Die bereits aufgezählten Qualitäten des Quintetts sind überdeutlich und nicht jede neue Band spielt von Beginn an in der Spitzenliga mit. BETWEEN THE BURIED AND ME hingegen tun das ohne Frage. Jeder, der an kreativer und unkonventioneller Musik interessiert ist, wird vor ihrem Debüt in die Knie gehen; muss es einfach tun.

Jeder einzelne Song ist ein Hammer und auch Will selbst kann nur schwer ein Stück hervorheben: "Einen persönlichen Favoriten habe ich gar nicht. Für uns als Band ist 'fire for a dry mouth' derjenige Song, bei dem wir den größten Spaß haben. Mit Sicherheit ist es auch unser bester Song, was den kompositorischen Fluss angeht." In diesem Jahr wird die Band leider nur in den Staaten und Kanada unterwegs sein. 2003 steht dann endlich Europa auf dem Plan.

"BETWEEN THE BURIED AND ME has created a new mold from which they will produce uncompromising music for years to come."
 
 Links:
  BTBAM- Bandsite
  Lifeforce- Labelsite
 
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