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Vanna

Storie von: Hannes, am 13.08.2006 ]

Epitaph erweitert den jungen Screamo-Stall und hat mit VANNA ein kleines, bockiges Biest an Land gezogen, das sich gegen alles und jeden sträubt. Hat man mit Escape The Fate schon eine klassische Screamo Combo gewonnen, so präsentiert sich der Fünfer aus New England um einiges rauer und ungeschliffener als seine Labelmates.

 
Und ausnahmsweise hat sogar der fette „For Fans Of...“-Sticker auf dem Cover recht: Norma Jean, The Chariot oder die ganz frühen Underoath scheinen omnipräsent durch jeden einzelnen Akkord der Debüt-EP der jungen Band. Vor allem Erstgenannte scheinen bleibende Eindrücke hinterlassen zu haben. Die Gitarren kratzen, die Drums scheppern, der Gesang ist leicht unklar. Hochglanz-Screamo im Stile von Story Of The Year oder Funeral For A Friend wird auf "The Search Party Never Came" vergebens gesucht. Jeder Ansatz von Poppigen Melodien wird durch extrem düstere Growls in Grund und Boden gestampft. Es stellt sich die Frage, ist diese Produktion, die eher nach Roughmix klingt denn nach fertigem Studio Produkt, so geplant gewesen?

Oder war man so in Eile, dass man auf satten Sound mit fetten Gitarrenwänden auf Grund blinden Veröffentlichungsdrangs verzichtete? Nun gut, die Band hebt sich dadurch vom Mainstream ab, wird aber wohl nicht denselben Erfolg wie zum Beispiel die schon genannten Underoath oder Atreyu einfahren können. Man kann schon verstehen, dass sich eine gerade mal ein Jahr alte


Band im Zuge eines Epitaph Deals ziemlich beeilt um den ohnehin schon randvollen Markt bereichern zu können. Leider hat sich so auch der ein oder andere Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen und auch die Songs wirken etwas übereifrig zusammengebastelt.

Dass die Debüt-EP der fünf Jungs trotzdem mehr als ein überhasteter Schnellschuss ist, liegt vor allem am jugendlichen Übermut, mit dem die Band musikalische Ungereimtheiten durchaus zu überdecken versteht. Und gerade das macht frühe Veröffentlichungen oft zu etwas Besonderem, bevor die Band „reift“, mehr Geld vom Label bekommt und sich musikalisch „weiterentwickeln“ will. Dass so was nach hinten losgehen kann, bewiesen zuletzt The Used mit einem extrem poppigen zweiten Album. In Falle VANNA wäre es ziemlich Schade, wenn die Band auf eingängigere Pfade umschwenken würde. Lieber noch ein wenig Zeit in die angeschnittene Laufbahn investieren, dann wird’s schon irgendwie gut enden. Bleibt nur zu Hoffen, dass der Drang nach Erfolg für die Epitaph Rookies nicht zum Bumerang wird und wir schon bald mit einem Debüt-Album rechnen können.

 
 Links:
  myspace.com/vanna
 
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