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Bridge To Solace

Storie von: arne, am 02.07.2006 ]

Endlich mit einem festen Line-Up ausgestattet nehmen die ungarischen BRIDGE TO SOLACE mit ihrem zweiten Longplayer “Where Nightmares And Dreams Unite“ einen Neustart über GSR. Das unermütliche Tourprogramm der letzten Jahre hat dem sympathischen Quintett längst einen festen Platz in der europäischen Hardcore-Szene eingebracht, und der stark melodisch und new schoolig orientierte Hardcore-Stil der Band geht schlichtweg fantastisch an.

 
Mehr noch als auf den vorangegangenen Veröffentlichungen sind die neuen BRIDGE TO SOLACE-Stücke feinste Hardcore-Hymnen, die für hoch intensive Live-Shows garantieren. Und nicht grundlos sind die Gigs der Ungarn längst mehr als nur ein heißer Geheimtipp. Im Gespräch mit Sänger Zoltan Jakab galt die erste Frage dem Wechsel von Let It Burn zu GSR:

„Im letzten Herbst spielten wir zwei Shows mit Born From Pain, und dort trafen wir auch Rob von GSR. Eine Woche später nahm er Verbindung zu mir auf und fragte, ob wir Interesse daran hätten, auf seinem Label zu signen, weil er unsere bisherigen Releases und Shows beeindruckend fand. Wir überlegten nicht lange und sagten sofort zu. Ich persönlich sehe in der europäischen Hardcore-Szene ein großes Loch, was aktive Labels anbelangt. Join The Team Player gibt es beispielsweise nicht mehr, und Good Life oder Genet bringen kaum noch Platten heraus. GSR ist meiner Ansicht nach eines der wenigen Labels, das hart und beständig arbeitet und so die Szene am Leben erhält. Da sich unser Sound recht deutlich von dem der anderen Bands des Labels unterscheidet, sehen wir die Zusammenarbeit von GSR und BRIDGE TO SOLACE sehr positiv, denn beide Seiten können nur gewinnen. GSR ist ein ernsthaftes, professionell arbeitendes Label mit netten Leuten, die wissen, was sie tun und wollen und darüber hinaus auch konkrete Pläne für die Zukunft haben. Genau das haben wir gebraucht, denn wir erwarten von unserem Label Rückendeckung und bestmöglichen Support. Wir sind Chris und Let It Burn für alles, was er für uns getan hat, dankbar, doch es war an der Zeit, weiter zu ziehen, und durch die Möglichkeiten eines größeren Labels zu wachsen.“

Gute Möglichkeiten erwachsen den Ungarn dadurch, dass sie sich musikalisch recht deutlich von den anderen GSR-Bands unterscheiden: „Anfangs haben wir darauf gar nicht so sehr geachtet. Außerdem haben sie mit Blind Sight eine Band, die musikalisch recht ähnlich klingt. Wir als BRIDGE TO SOLACE stellen uns aber gerne jeder Herausforderung, denn nur wenn man das tut und auch einmal Wagnisse eingeht, kommt man voran. Wir beanspruchen aber keine Sonderstellung, und wie ich bereits sagte, wird es eine Zusammenarbeit sein, von der beide Seiten profitieren werden. Bands wie Blind Sight oder uns, die sich von den meisten anderen Gruppen eines Labels unterscheiden sind wichtig, damit sich das Label weiter etablieren und auch andere


Hörergruppen erreichen kann. Dann wächst es und ein starkes GSR ist doch das, was alle Gruppen wollen.“ Hört man “Where Nightmares And Dreams Unite“ wird deutlich, dass ein Labelwechsel nötig war, um das immense Potenzial von BRIDGE TO SOLACE besser zur Geltung bringen zu können. Und gerade die musikalische Weiterentwicklung ist beachtlich:

„Of Bitterness And Hope“ präsentierte eine Band, die in diesem Line-Up gerade mal 6-7 Monate bestand, und die ihren Stil erst noch entwickeln musste. Die folgende “Kingdom Of The Dead“ EP war dann ein Experiment mit einer weiblichen Opernsängerin, die an drei Tracks beteiligt gewesen ist. Hinsichtlich unseres neuen Albums war uns vor allem wichtig, möglichst viel Aggression und Frustration zu vertonen. Es klingt vielleicht abgedroschen, aber “Where Nightmares And Dreams Unite“ ist unsere bislang beste Veröffentlichung, weil wir zum ersten Mal wirklich kontinuierlich und zeitnah an allen Songs gearbeitet und sie auch gleich aufgenommen haben. Das Ergebnis zeigt, dass wir das wohl immer so machen sollten. Natürlich hat das beständige Touren über die letzten Jahre dazu beigetragen, dass wie als Musiker gewachsen sind, die ihre Instrumente heute blind beherrschen. Als Sänger bin ich persönlich sowohl selbstbewusster als auch variabler geworden, und das gilt auch für alle übrigen Bandmitglieder. Außerdem verzichten wir heute lieber auf zu viele unkonventionelle Ideen und schreiben in sich stimmige Stücke, die von den Hörer nachvollzogen werden können. Für die neue Platte wollten wir zudem starke, einprägsame Refrains haben, weshalb wir die melodischen Vocals etwas reduziert haben.“

Und endlich einmal mussten BRIDGE TO SOLACE „nur noch“ aufnehmen: „Ja, diesmal sind alle Songs schon fertig gewesen, als wir das Studio enterten. Nur einige meiner Texte entstandne erst in letzter Sekunde, was daran liegt, dass ich unter Druck am besten arbeite, und nur dann die prägnanten Lyrics aus meinem Inneren kommen. Für die Musik zeichnet Adam fast allein verantwortlich. Unserer neuer Gitarrist Balint brachte einige Ideen ein, die Adam, unser musikalisches Multitalent, in seine Stücke einbaute. Er spielt Gitarre, Bass, Gitarre und noch eine Handvoll anderer Instrumente. Bei sich zu Hause werkelt er an den Songs, und wenn wir uns später im Proberaum treffen, sind die Stücke fertig. Zukünftig soll Balint aber auch ins Songwriting einbezogen werden.“

 
 Links:
  bridgetosolace.org
 
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