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Deadsoil

Storie von: Janick, am 19.06.2006 ]

Mit ihrem Debüt "Venom Divine" konnte der Fünfer, um Gitarrist Boris Pracht (Copykill, Caliban) und Drummer Christian Bass (Night In Gales) gehörig Staub aufwirbeln und sogar Hardcore Ikone Jamey Jasta von Hatebreed begeistern. Die Jungs verstanden es einen extrem heftigen Mix aus Metal und Hardcore zu kreieren und heimsten reichlich gute Reaktionen ein und nun steht mit "Sacrifice" das zweite Album in den Läden. Mit diesem Werk setzten die Jungs noch mal gehörig einen oben drauf und lieferten die bis dato beste Leistung ab und ließen "Sacrifice" zu einer wahren Bombe werden!

 
Direkt nach der knapp zweiwöchigen ‚Burn Me Wicked' Tour mit Demia und Illdisposed, welches den Tross durch Deutschland, Dänemark, Belgien und die Niederlande führte, steht mir Boris Pracht Rede und Antwort. "Die ‚Burn Me Wicked' Tour war sehr gut für uns, wir sind sehr gut mit den Jungs von Demia (der Band, die als Opener mitgefahren ist) und Illdisposed ausgekommen. Die Shows waren wirklich sehr gut, bis auf eins, zwei Ausnahmen. Wir freuen uns natürlich schon sehr auf die Festivals im Sommer, vor allem da es jetzt endlich geklappt hat einen Spot auf dem With Full Force zu bekommen!" Mit solch einem Hammeralbum im Gepäck kann man natürlich auch zuversichtlich in die Zukunft schauen. "Ja, unsere neue Scheibe ist die beste CD, die wir bis dato aufgenommen haben und wir sind sehr zufrieden mit allem! Es war schon sehr komisch, dass am Ende niemand von uns auch nur ein kleines Bisschen zu meckern hatte."

An "Sacrifice" lassen sich auch nach vielen Wochen in meinem CD-Player keine Schwachstellen ausmachen und ist auch bei dauerhaftem Hörgenuss spannend geblieben, Abnutzungserscheinungen sind daher Fehlanzeige. "Das neue Album ist deutlich ausgereifter als der Vorgänger. Wir haben wirklich viel Arbeit in die Songstrukturen gesteckt und ich denke, das kann man auch hören, wenn man die letzten beiden Alben miteinander vergleichen würde. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine logische Entwicklung durch die wir als Band gegangen sind. Je länger eine Band in einem soliden Line-Up besteht, umso länger können sich auch die einzelnen Mitglieder aufeinander einspielen. Bei uns hat es aufgrund mehrerer Line-Up Wechsel in der Anfangszeit etwas gedauert bis wir dieses solide Line-Up hatten, welches jetzt DEADSOIL ausmacht." Auch in Sachen Sound bleiben keine Wünsche offen, der Sound ballert gehörig und lässt die Boxen Schwerstarbeit leisten. Das Ganze hat wunderbar funktioniert, obwohl für Produktion, Mix und Mastering mit Vincent Sorg, Jean-Francois Dagenais und Alan Douches verschiedene Menschen an verschiedenen Orten Hand angelegt hatten. "Ja, es war schon ein gutes Hin und Her. Wir wollten zuerst alles im Prinzipal Studio mischen und mastern lassen, war aber terminlich und auch Budget mäßig nicht drin, und somit haben wir nach Alternativen gesucht. Eine Alternative waren die Antfarm Studios


in Dänemark, aber auch dort war es terminlich sehr eng und wir wollten nicht nur irgendwo zwischengeschoben werden. Unser Drummer Christian meinte dann, dass Jean-Francois auch ein paar wirklich gute CDs gemischt hat und somit haben wir ihn kontaktiert und er hatte auch gleich Lust auf den Job. Da wir vom Mastering der letzten CD enttäuscht waren und uns hinterher geärgert hatten es nicht wie damals schon geplant bei West West Side mastern zu lassen, haben wir kurzerhand entschieden, es dieses Mal dort machen zu lassen. Somit sind die Aufnahmen schon einige tausend Kilometer in der Welt rumgekommen, noch bevor die CD veröffentlicht war."

Einen gewissen Weg im übertragenem Sinne hat DEADSOIL auch in der musikalischen Entwicklung als Band hinter sich gebracht. Dieser Weg ist auch anhand der Veröffentlichung gut zu skizzieren. "Als wir anfingen, hätte ich uns damals zu Zeiten der ersten MCD "Forever The Enemy" wohl als Metalcore bezeichnet. Als "The Venom Divine" veröffentlicht wurde, gab es noch Ansätze von Hardcore in den Songs, aber nur noch sehr wenige, und jetzt bei "Sacrifice" gibt es von der musikalischen Seite her keinen Hardcore mehr - das ist Metal, denn ein Breakdown macht aus einer Band noch keine Hardcore Band. Was uns wohl noch immer mit Hardcore verbindet, ist jedoch unsere Einstellung und unsere Sicht auf manche Dinge, so dass sich der Coreanteil in unserer Musik doch nun eher auf die Texte bezieht als auf die Musik."

Apropos Hardcore, Jamey Jasta von Hatebreed und Hardcore-Ikone hat DEADSOIL als eine der heißesten Bands im weltweiten Hardcore-Zirkus bezeichnet. "Ich kenne Jamey seit ca. 1999, ich habe ihn auf einer Hatebreed Show in Rhode Island getroffen, als sie zusammen mit Danzig auf Tour waren und seitdem haben wir immer wieder mal Kontakt und sehen uns wenn Hatebreed hier auf Tour sind. Irgendwann hatten wir dann mit Hatebreed gespielt und ich habe Jamey eine Promo-CD von uns gegeben und habe ein paar Wochen später in einem Interview gelesen, dass er uns so hoch gelobt hat. Natürlich freut man sich sehr so etwas zu lesen, aber das macht uns jetzt auch nicht besser oder schlechter als wir sind!" Wie gut DEADSOIL sind, davon könnt ihr euch auf dem aktuellen Album selbst überzeugen bzw. zieht euch die Jungs unbedingt Live rein oder macht am Besten beides.

 
 Links:
  http://www.deadsoil.net
  http://www.lifeforcerecords.com
 
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