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Temple Of Brutality

Storie von: arne, am 16.06.2006 ]

Wenn sich eine Band schon für den Namen TEMPLE OF BRUTALITY entscheidet, lässt sich daraus einerseits eine eher traditionelle Ausrichtung ableiten, als man andererseits auch auf gestandene Metaller im Line Up schließen kann.

 
Und tatsächlich, hier gehen Bassist David Ellefson (ex- Megadeth), W.A.S.P.-Drummer Stet Howland, Gitarrist Peter Scheithauer (Killing Machine und Belladonna) und Shouter Todd Barnes (13-A) als neue Gruppe an den Start. Über Demolition legt das Quartett sein Debüt-Album “Lethal Agenda“ vor, das sehr rau und direkt belassen eine Nische zwischen sprödem Thrash und groovigem Heavy-Metal-Rock anpeilt.

Von Beginn an entwickelt der Vierer ordentliche Schwere sowie gehörigen Druck und lässt immer wieder an längst vergangene Pantera-Hochzeiten denken. Die stark „naturbelassene“ Produktion stärkt die „Fuck You-“Attitüde, die TEMPLE OF BRUTALITY mitschwingt, und hat man sich erst einmal auf den „schepprigen“ Live-Sound der Kombo eingelassen, drückt “Lethal Agenda“ gehörig:

„Schon die aller ersten Proben liefern völlig problemlos.“ berichtet Peter: „Wir alle waren sofort auf einer Wellenlänge und interagierten ganz natürlich. Die Chemie hat gestimmt, aber das war letztlich keine große Überraschung. Ich kenne Stet seit Jahren und habe schon mehrere CDs mit ihm eingespielt. Das Gleiche gilt für Todd, mit dem ich sowohl Demos aufgenommen als auch viel geprobt habe. Dave teilt mit uns die gleichen Einflüsse und fügte sich sofort ein. Nach kleineren Abstimmungen waren wir sofort bereit, richtig loszulegen, und hier sind wir nun.“

Zum Hintergrund des TEMPLE OF BRUTALITY-Debüts ergänzt Stet: „Die Demos, die wir letztlich als Basismaterial für Temple nutzten, sind bereits vor drei Jahren in meinem Studio entstanden. Kurz danach bin ich auf eine mehrjährige W.A.S.P.-Tour gegangen, so dass wir erst weiterarbeiten konnten, als ich zurückkam.“ Das durchaus als prominent zu bezeichnende


Line-Up sorgt dabei für einen denkbar guten Start, doch Peter schwächt ab:

„Unsere Vergangenheiten bedeuten Vor- und Nachteile. Ich finde es toll, dass jemand wie Dave zurück zu seinen Roots geht und mit neuer Band noch einmal völlig neu startet. Für Stet gilt das natürlich ebenfalls. Dennoch ist es heute auch für sie etwas anderes, denn die Zeiten haben sich verändert. Wirklich bekannt ist durch seine Zeit bei Megadeth vor allem Dave, doch das hat hinsichtlich Temple keine Bedeutung. Wir verstehen uns ganz klar als eigenständige Band, die sich über ihre Songs und Auftritte etablieren möchte und nicht auf einem Bonus früherer Taten. Wir blicken voran und nicht zurück.“

Dennoch sind TEMPLE OF BRUTALITY keine feste Formation, die kontinuierlich probt: „Gewöhnlich jammen Peter und ich einige Riffs zusammen, nehmen diese in roher Song-Form auf und schicken sie an David und Todd, die dann einige Ideen entwickeln können.“ führt Stet hinsichtlich des Songwritings aus:

„Sofern Aufnahmen anstehen, proben wir und stellen die Stücke fertig, oder falls das nicht zustande kommt, bereiten sich David und Todd selbständig vor und wir treffen erst im Studio aufeinander. Doch selbst das funktioniert, was die Stücke unserer „kick ass“ Platte belegen. Die zehn Songs sind in nur einer Woche entstanden und aufgenommen worden.“

Und das Ergebnis kann sich hören lassen, Peter ist zuzustimmen: „Ich bin mit der Aufnahme sehr zufrieden, da wir genau dieses Live-Feeling und die Spontaneität einfangen wollten, die das Album jetzt verströmt. Ich war zugegebenermaßen überrascht, als ich nach dem Mix von Jason Slater hörte, wie roh und aggressiv unsere Platte geworden ist.“

 
 Links:
  templeofbrutality.com
 
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