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Parkway Drive

Storie von: arne, am 10.06.2006 ]

Sie sind Australiens best gehütetes MetalCore-Geheimnis: PARKWAY DRIVE. Zwar konnte die junge Band außerhalb ihrer Heimat in „Down Under“ noch nicht so recht auf sich aufmerksam machen, doch ist das Debüt “Killing With A Smile“ hierzulande noch gar nicht erschienen. Es sollte aufhorchen lassen, dass Adam Dutkiewicz von Killswitch Engage mit PARKWAY DRIVE gearbeitet hat, der bekanntermaßen nur mit Acts kooperiert, von denen er vollends überzeugt ist.

 
Und wirklich, die Australier wissen, wie man die Fusion von Metal und Hardcore explosiv zu inszenieren hat! Im „überlaufenen“ Genre gelingt es dem Fünfer scheinbar problemlos, eine eigene „Duftmarke“ zu hinterlassen und sich von der Masse verwandter Bands abzusetzen bzw. sogleich in die Spitzenliga zu Killswitch, Unearth und As I Lay Dying vorzustoßen.

Sänger Winston klärt im Gespräch zunächst über den Background der Band auf: „Wir alle teilen eine Vergangenheit im Punk Rock, entdeckten irgendwann den Hardcore und haben uns von ihm ausgehend immer stärker dem Metal zugewandt. In etwa so vollzog sich auch die Entwicklung des Sounds von Parkway, wobei bis heute alle Stile in unseren Songs vertreten sind.“ Dennoch bestehen längst klare Ansprüche an die eigene Musik: „Wichtig ist es uns, stets heavy zu klingen. Ähnlich wie Unearth oder Bleeding Through, die wie sehr schätzen, verbinden wie Melodien und Aggression auf einem hohen technischen Niveau.“

Dieser durchaus als professionell zu wertenden Einstellung steht ein eher bescheidenes Selbstverständnis entgegen: „Wir wollen lediglich eine Band sein, die gute Musik spielt und Leute unterhält. Wir haben niemals mit einem Chart-Einstieg oder der großen Beachtung hier in Australien gerechnet. Das alles kam einer reiseigen Welle gleich über uns und war zunächst ein richtiger Schock. Natürlich ist es toll, zu sehen, dass die Kids auf deine Songs hin abgehen, aber wir bleiben auf dem Boden, da dass auch ganz schnell wieder vorbei sein kann. Denn auch wir sind noch immer nur Kids, die Spaß haben wollen.“

Dennoch ist nicht jeder x-beliebigen Band vergönnt, bereits das Debüt weltweit lizenziert zu sehen: „Klar, und das ist unglaublich. Auch wenn die Aufnahmen schon eine Weile zurück liegen


und wir uns in der Zwischenzeit weiterentwickelt haben, sind die Songs von "Killing With A Smile" nach wie vor stark und auch repräsentativ für unsere Band. Noch immer haben wir Spaß, sie live zu spielen. Hier kommt uns zugute, dass wir genau de Songs schreiben, die wir selbst gerne hören würden, die aber keine Band anzubieten hat. Dabei ist es unwichtig, was gerade „in“ ist oder nicht. Es ist klar, dass jeder Breakdown oder Mosh-Part bereits Hunderte Male gespielt wurde, aber eben das lieben wir. Dass die Leute es später auch mögen, ist doch toll.“

Das variable Songwriting entsteht von ganz alleine: „Wir streben danach, die Songs in Bewegung zu halten und uns selbst zu fordern. Das ist das ganze Geheimnis, und letztlich ist es damit eine Mischung aus Kalkül und Natürlichkeit. Gerade, wenn man als Musiker voran kommen und sich entwickeln will, muss man sich beständig neue Ziele setzen und neue Sachen ausprobieren. Hinsichtlich des Gesamtsounds ist es nur zuträglich, verschiedene Stilelemente neu zu kombinieren, denn erst in ihrem Zusammenspiel entstehen Spannung und Substanz.“

Und auch Adam Dutkiewicz hat die PARKWAY DRIVE-Jungs zu Höchstleistungen angestachelt: „Obwohl wir schon ohne seine Zutun voll motiviert waren, hat er noch ein Quentchen mehr aus uns heraus gekitzelt. In der Arbeit mit ihm haben wir ebensoviel über Musik und Songwriting gelernt wie in der ganzen Zeit davor. Heute schreiben wir Songs mit einem Ohr für’s Recording und erkennen schnell, ob einzelne Parts etwas taugen oder nicht. Natürlich hatten wir auch mit keiner unserer früheren Bands auf einem solchen Produktionslevel gearbeitet. Allein die Tatsache, dass wir zum Aufnehmen in die Staaten geflogen und Adam als Produzenten hatten, war verrückt. “

 
 Links:
  parkwaydrive.com
 
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