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Panic! At The Disco

Storie von: Hannes, am 04.06.2006 ]

PANIC! AT THE DISCO haben verdammt viel Glück! Normalerweise landen Demos ungehört im Müll oder verstauben zusammen mit den Hoffnungen und Träumen tausender Bands in Schuhkartons. Das junge Quartett ist scheinbar einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und gerät an keinen Geringeren als an Pete Wentz, hauptberuflicher Fall Out Boy, dem die vier Jungs aus Las Vegas, vielleicht dank nicht abzustreitenden Ähnlichkeiten mit der eigenen Band, auf Anhieb gefallen.

 
Man muss sich das mal vorstellen, die vier Burschen bekommen einen Plattendeal ohne auch nur einmal auf der Bühne gestanden zu haben. Da ist es verdammt schwer, alle Erwartungen zu erfüllen. Wie fühlt man sich wohl, zum ersten Mal vor Publikum zu stehen und solch einem Erfolgsdruck ausgesetzt zu sein? “Wir hatten nicht viel erwartet und eigentlich nur gehofft, dass ein paar Leute kommen. Aber es kamen Leute von überall angereist, nur um uns zu sehen“ schwärmt Ryan Ross, seines Zeichens Gitarrist und Texter der jungen Band:

"Sie sangen alle Songs mit. Es war Großartig!“ Eine Geschichte wie im Märchen, und dass, wo Las Vegas als für junge Bands mehr als unfreundlich gilt: "Das stimmt, es gibt hier keine Community wie in vielen anderen Städten. Die Bands fangen nicht viel mit einander an und unterstützen sich gegenseitig kaum, was natürlich sehr unvorteilhaft ist." Vielleicht sind es ja gerade diese erschwerten Umstände, die das junge Quartett zu dem werden ließ, was es jetzt ist. Das Debüt-Album "A Fever


You Can't Sweat Out" spiegelt den oberflächlichen Freudentaumel einer Großstadt wieder, ohne dabei all zu oberflächlich zu wirken. Der Kitsch als gewolltes Instrument: "Wir wissen ehrlich nicht mal selbst, wie wir unsere Musik betiteln könnten. Unsere Haupteinflüsse ziehen wir aus der Musik großartiger Songwriter wie Stephen Jenkins oder Filmsoundtracks.... irgendwie kommt alles zusammen und vermischt sich zu unserem eigenen Sound" so der junge Gitarrist: "Es ist definitiv Rock, nur mit Einflüssen aus vielen anderen Richtungen." Das Quartett verbindet die Spielfreude der bereits genannten Fall Out Boy oder Emery mit den großartigen Harmonien von Hot Hot Heat und der Theatralik eines ganzen Orchesters. Gerade mal zwischen 18 und 19 Jahre alt, legt die Band eine fast unglaubliche Detailverliebtheit an den Tag und mischt ihrer Musik neben Klavier, Akkordeon oder Streichern noch den ein oder anderen elektronischen Begleit-Ton bei. Um die musikalische Zukunft dieser Band muss man sich wohl keine Sorgen machen.
 
 Links:
  panicatthedisco.com
 
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