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Todd

Storie von: arne, am 16.04.2006 ]

“Play Loud!” stand im Booklet des Albums “Purity Pledge”, mit dem die Londoner Rock-Formation TODD im letzten Jahr debütierte. Diese zwei Worte wirken nach, und die mit ihnen verbundene Aufforderung ist zwingend auch auf das Zweitwerk “Comes To Your House“ anzuwenden.

 
Das Quartett war noch nie eine Band der Kompromisse, doch hinsichtlich ihrer neuen Platte haben die Musiker um Craig Clouse (ex- Hammerhead/Shit&Shine) endgültig mit allen Konventionen gebrochen und eine wahre „Krachorgie“ eingespielt.

Doch diese hat ihren Reiz, da TODD trotz verquerer, vielschichtiger und Noise-überlagerter Arrangements niemals ihr Ziel - ein Höchstmaß an „verdaubarer“ Dichte und Druck zu kreieren - aus den Augen verlieren. Entstanden ist ein außergewöhnliches Album, das wohl noch größere Beachtung als das Debüt finden wird:

„Die Reaktionen auf unsere erste Platte waren überwältigend und stärker, als wir es jemals erwartet hatten.“ gesteht Craig: „Uns kam zugute, dass wir uns selbst keine Vorgaben machten. Zwar hofften wir, die Leute würden uns mögen, doch darauf bauen konnten wir nicht. Für eine neue Band, die einen Sound spielt, der in den letzten Jahren völlig abgemeldet war, ist es für uns super gelaufen.“

Doch zufrieden war der heute im UK lebende Amerikaner musikalisch nicht: „Um ehrlich zu sein, waren mir die Stücke des Debüts zu kommerziell, poppig und gesichtslos. Das wollte ich mit dem zweiten Album


unbedingt ändern und habe es im Songwriting berücksichtigt.“

Will heißen, dass TODD ihren Hörern mehr denn je vor den Kopf stoßen und sich anfangs noch verworrener und unzugänglicher präsentieren. Damit einher geht eine Abkehr vom „traditionellen“ Noise-Rock, den der Vierer mit seiner ersten Platte ins Gedächtnis vieler Hörer zurückgerufen hatte:

„Dieser Revival-Gedanke hat mir nie sonderlich gefallen, und ein Revival gab es für mich auch nicht. Das Noise-Genre kennen doch nur noch Leute meines Alters, und ich bin Mitte 30. Auf den verrauchten Club-Shows sieht man nur selten Zuschauer diesen Alters, während sich junge Hörer überhaupt nicht um Noise kümmern. Aus diesem Grund sehe ich meine Vergangenheit bei AmRep und TODD voneinander getrennt, auch wenn wir uns nicht so recht vom Noise-Label lösen können.

Mir gefiel, was das Kerrang über uns geschrieben hat, als sie uns als „wildem, beängstigenden Rock“ beschrieben. Diese Kategorisierung trifft es besser, oder als wir gerade letztens einen Track auf eine 10 Inch-Compilation bekamen, textete das Label: „Entweder ist es Kunst-Kacke oder genialer Noise.“ Auch das gefällt mir.“

 
 Links:
  southern.com/southern/band/TODDD
 
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