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Crash My Deville

Interview von: Hannes mit Daniel und Christian, am: 29.03.2006 ]

Die Saarländer CRASH MY DEVILLE liefern mit "The Consequence Of Setting Yourself On Fire" ein gewaltiges Debut-Album ab. Tolle Melodien, klassische Screamo-Elemente und derbe Moshparts machen das Album zu einem absoluten Highlight, das sich vor den Genre-Größen aus den Staaten keinesfalls verstecken braucht. Es steht völlig außer Frage, dass CMD das wohl bislang beste deutsche Screamo-Album am Start haben. Erfolg vorprogrammiert? Die beiden Säanger Daniel und Christian stehen Rede und Antwort.

 

Musicscan: Da ihr noch relativ unbekannt seid und gerade mit eurem Debütalbum "The Consequence Of Setting Yourself On Fire" in den Startlöchern steht, beschreibt euch doch schnell in eigenen Worten.

Crash My Deville: Daniel: Crash My Deville gibt es seit Ende 2002, in dieser Besetzung spielen wir jedoch erst seit 2004 zusammen. Die eigene Musik zu beschreiben ist generell sehr schwer, aber grob gesagt bewegen wir uns im Spannungsfeld zwischen Emo, Metal und Hardcore, also irgendwo zwischen Moshpit und Zuckerwatte.

Musicscan: Ist das Album, genau so geworden wie ihr es euch vorgestellt habt?

Crash My Deville: Christian: Die Richtung in die das Album gehen sollte, war uns schon zu Beginn der Aufnahmen klar, aber da es unser erstes Album war, sind wir unvoreingenommen ins Studio gegangen. Mit dem Resultat sind wir rundum zufrieden. Die vier Wochen mit unserem Produzenten Martin (Gernhart Studio) haben sich auf alle Fälle ausgezahlt und er hat uns, wie wir finden, einen tollen Sound gebastelt.

Musicscan: Eure CD-Release Shows habt ihr schon hinter euch. Gab es durchweg positives Feedback oder auch negative Meinungen?

Crash My Deville: Christian: Generell gab es bisher eigentlich nur positives Feedback auf unser Album, sowohl in Plattenkritiken, als auch von Leuten, die uns persönlich darauf angesprochen haben. Dass man es aber nicht jedem Recht machen kann, ist uns auch klar. Das ist aber auch gar nicht unsere Absicht.

Crash My Deville: Daniel: Unser Hauptziel ist immer noch Musik zu machen, an der wir selbst Spaß haben und Songs zu schreiben, hinter denen wir 100% stehen. Umso schöner, wenn es dann auch noch einigen Leuten gefällt.

Musicscan: Wie schätzt ihr die Erfolgschancen eures Debüts auf dem deutschen sowie internationalen Markt ein?

Crash My Deville: Daniel: Schwer zu sagen: Einerseits wollen wir natürlich so viele Menschen wie möglich mit unserer Musik erreichen, andererseits ist uns natürlich auch bewusst, dass wir als neue Band, mit dem ersten Album, nicht durch die Decke gehen werden.

Crash My Deville: Christian: Wir sehen das schon realistisch. Aber das heißt nicht, dass wir nicht alles dafür tun, uns stetig weiterzuentwickeln und dass wir hart an uns arbeiten.

Crash My Deville: Daniel: Redfield Records bietet uns dafür auf jeden Fall die perfekte Plattform, durch das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird.

Musicscan: In den USA gehören Screamo und Metalcore längst zum absoluten Mainstream. Zwar sind Konzerte wie die "Taste Of Chaos Tour" auch hierzulande glänzend besucht, dennoch ist es noch keiner deutschen Screamo Band gelungen, ähnlich kommerzielle Erfolge zu verbuchen. Wie erklärt ihr euch die etwas schleppende Entwicklung hierzulande?

Crash My Deville: Daniel: Mainstream ist immer Abhängig von der Größe der angesprochenen Zielgruppe. Natürlich gibt es in Deutschland eine große Szene, aber nicht im gleichen Ausmaß, wie es nun mal in den USA der Fall ist. Screamo und Metalcore sind immer noch „Randgruppenmusik“, wobei der Trend auch hierzulande immer größere Kreise zieht. Natürlich ist es schwer als deutsche Band, aber wie bereits Fire In The Attic und Days In Grief bewiesen haben, ist es nicht unmöglich, in einer von US-Bands bestimmten Musiklandschaft, Gehör zu finden um Platten zu verkaufen.

Musicscan: Die große Abneigung gegenüber der ganzen Emo/Screamo Szene wächst und wächst. Sobald eine Band im Radio zu hören, bzw. im TV zu sehen ist, ist sie offiziell unten durch. Wie erklärt ihr euch dieses, bzw. wie steht ihr zu dieser verbreiteten Denkweise?

Crash My Deville: Christian: Das hat nun einfach mal mit der Undergrounddenkweise vieler Leute zu tun…Man kann es niemandem verbieten so zu denken, aber schade für qualitativ gute Bands ist es allemal. Man sollte die Entscheidung einer jeden Band respektieren und ich für meinen Teil kann es nur zu gut nachvollziehen, dass Bands eine solche Plattform nutzen, um noch mehr Hörerschaft zu erreichen.

Musicscan: Gerade der brachiale Gesang hebt euch von den meisten Kollegen deutlich ab. Einerseits schiebt Ihr dadurch sämtliche Pop-Vergleiche zur Seite und erreicht viel Ansehen in der "Szene", verringert damit allerdings auch die Chance auf finanziellen Erfolg im großen Stil. War es jemals euer Ziel mit CMD ordentlich was zu verdienen um davon Leben zu können?

Crash My Deville: Daniel: Natürlich ist es unser Ziel mit Crash My Deville erfolgreich zu sein, aber um damit Geld zu verdienen muss mit dieser Musikrichtung noch einiges passieren. Emo und Hardcore sind hier in Deutschland, wie eben erwähnt, noch lange nicht im Mainstream angekommen.

Crash My Deville: Christian: Der brachiale Gesang dient auch nicht dazu uns abzugrenzen, sondern ist einfach ein Grundbestandteil unseres Sounds, genauso wie es auch Popmelodien sind. Wir wollen als Band facettenreich sein, um nicht langweilig zu klingen oder sofort in eine Schublade gesteckt zu werden.

Musicscan: Käme es für euch in Frage, bei einem Major zu unterschreiben um somit international und finanziell gesicherter agieren zu können, oder geht es euch hauptsächlich um den Spaß an der Musik und um den persönlicheren Rahmen?

Crash My Deville: Daniel: Wo unsere Prioritäten liegen ist klar. Crash My Deville ist eine Band, aus 6 Freunden, deren Ziel es ist Songs zu schreiben und diese live zu performen. Wohin die Zukunft führt wissen wir natürlich nicht, aber klar ist, dass wir alles dafür tun werden, um mit Crash My Deville den größtmöglichen Erfolg zu haben.

Crash My Deville: Christian: Wir haben jetzt schon mehr erreicht, als wir uns Ende 2002 je erträumt hätten. Einen Plattenvertrag mit Redfield Records und die Vertriebsmöglichkeit über Cargo Records ist für uns eine tolle Sache und gibt uns noch mehr Ansporn, alles für die Band zu geben.

 
 
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