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Shattered Realm

Storie von: arne, am 09.02.2006 ]

Für Freunde gepflegten Hardcore-Mosh’s sind SHATTERED REALM längst keine Unbekannten mehr, und ihr tougher Brutalo-Mix steht dem von Hatebreed, All Out War oder Full Blown Chaos in nichts nach.

 
Mit “From The Dead End Blocks...“ ist über Alveran das Zweitwerk der Recken aus New Jersey erschienen, die mit Trommler Chris Rage (Fury Of Five) und Shouter Joe Hardcore (Punishment) erneut zwei Neuzugänge im Line-Up zu verzeichnen haben. An der ultrabrutalen Marschrichtung fetter Breakdowns, geiler Slayer-Thrash-Riffs und niemals zu enden scheinender Mosh-Parts hat sich indes nichts geändert, und das ist auch gut so. Es wundert nicht, dass Gitarrist Joe None im Gespräch bestätigt, dass bei SHATTERED REALM Spaß und Dedication im Vordergrund stehen. Das hört man ja schließlich auch:

„Es gibt keinen großen Plan, denn wir sind vor allem eine Live-Band, die auf der Bühne performen will. Wir nehmen jede Möglichkeit wahr, mit den Kids da draußen zu moshen und abzufeiern. Das spiegelt sich wider, wenn wir an neuen Songs arbeiten, denn sie sollen die Leute und uns animieren zu moshen, durchzudrehen und von den Bühnen zu diven. Dieses Ziel bestimmt unser Songwriting und kennzeichnet unsere Tracks.“

Ebenso wie Texte, die sich wieder verstärkt mit der eigenen Szene beschäftigen: „Mit der neuen Platte haben wir uns vornehmlich dem ganzen Scheiß gewidmet, der in der heutigen Hardcore-Szene vor sich geht, das sinnlose Getratsche, die dummen Gerüchte usw. Den Leuten scheint es fast wichtiger, sich schon vorab das Maul zu zerreißen, denn auf Shows zu gehen und sich ein eigenes Bild von Bands zu machen. Die Kids sollten sich langsam wieder an die Ursprünge des Hardcore erinnern, die Szene und ihre Bands akzeptieren und unterstützen, und so gemeinsam etwas bewegen. Es geht nicht darum, die erste Person zu sein, die etwas sagt oder ein cooles Shirt trägt.“

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass die Formation einem traditionellen Verständnis in Bezug auf die eigene Musik verschrieben ist: „Hardcore bedeutet uns allen eine Menge, und SHATTERED REALM steht für das, wer wir sind und woher wir kommen. Im Hardcore sind wir zu Hause und dort sind unsere Familien und engsten Freunde. Aus der Szene unserer Heimatstadt heraus sind die Kids meiner Jugend unterschiedliche Wege gegangen und haben für ihre Entwicklung unterschiedliche Prioritäten gesetzt. Einigen bedeutet das Leben im allgemeinen


und Hardcore im konkreten überhaupt nichts mehr, für uns jedoch alles. Das ist unser Leben, und wir halten es fest in unserer Hand.“

Zwar ist “From The Dead End Blocks...“ von nahezu allen gängigen Hardcore-Klischees durchsetzt, doch findet sich gerade darin die Authentizität und Glaubwürdigkeit, die SHATTERED REALM ausstrahlen. Hier geht es nicht um aufgesetzte Attitüde sondern eine gefestigte Lebenseinstellung:

„Viele Kids finden sich in unseren Lyrics wieder. Gerade erst kürzlich habe ich beispielsweise den Brief eines krebskranken Jungen erhalten, der heute nur noch zu Hause sitzen und nicht mehr zu Shows gehen kann. Also hört er tagein und tagaus Musik, und unsere Platte hat ihn stark beeindruckt, wie er mir mitteilte. Sie erinnert ihr an frühere Tage in denen er noch gesund war und unsere Shows besuchte. Die CD hilft ihm, seine Aggressionen zu kanalisieren und weiterzumachen. Das erfüllt mich mit Stolz, auch wenn wir für ihn sonst nichts tun können. Dass unsere Songs andere Leute berühren und sie deren Situationen verbessern, ist ein gutes Gefühl und bestärkt auch uns.“

Trotz ausgeprägter Slayer-Edge ist das Quintett übrigens weit davon entfernt, eine MetalCore-Kombo zu sein: „Ich sehe uns in etwa in der Mitte von Hardcore und Metal, also zwischen den Stühlen. Wir spielen direkte, harte Musik, die unseren Herzen entspringt. Wir sagen, wonach uns ist, tun was wir wollen und niemand kann uns daran hindern.“ Von Beginn stützte sich die Band auf den Support ihrer Label, was eine schnelle Etablierung sowohl in den Staaten als auch hier in Europa ermöglichte:

„ Die Labelkonstellation von Eulogy und Alveran hat sich für uns als ideal erwiesen, da uns ihre enge Kooperation tolle Möglichkeiten bietet. Bislang haben sich alle unserer Erwartungen erfüllt und wir sind sehr zufrieden. Glücklicherweise habe ich nach all den Jahren im Hardcore auch in Europa viele Freunde, so dass es um SHATTERED REALM schon vor unseren Releases einen kleinen Buzz gab. Dank Alveran konnten wir dann touren und auch auf dem Pressure Fest spielen. Ich denke, wir haben in Europa eine größere Fanbasis als viele andere amerikanische Bands, die erst eine Tour gespielt haben.“

 
 Links:
  shatteredrealmnj.com
 
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