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Raunchy

Storie von: arne, am 02.02.2006 ]

Nicht zuletzt mit ihren beiden Longplayern für Nuclear Blast - “Velvet Noise” (02) und “Confusion Bay” (04) - etablierten sich die dänischen RAUNCHY nachhaltig in der europäischen „Modern Metal“-Szene und erspielten sich eine ansehnlich große Fanschar. Prägnante Gitarrenriffs, atmosphärische Keyboards und ausgereifte, erinnerbare Gesangslinien sind kennzeichnend für den als “Futuristic Hybrid Metal“ betiteltem Stil des Sextettes.

 
Auf ihrem Drittwerk "Death Pop Romance", das via Lifeforce erscheint, hat die Formation ihre markante Ausrichtung perfektioniert: „Wir kombinieren eigentlich alles angefangen von Pop bis hin zu extremen Metal-Passagen.“ erklärt Gitarrist Lars Christensen:

„In Bezug auf RAUNCHY bestehen musikalisch keinerlei Limitierungen. Von Anfang an haben wir unterschiedliche Stile gemischt, die sogar mein persönliches Hörspektrum von Depeche Mode und Muse bis hin zu Morbid Angel oder Hatebreed abdecken. Unser offensichtlichstes Markenzeichen ist sicherlich die Verschmelzung von melodischem Death Metal und offensivem Pop-Appeal, eine Kombination, vor der Metal-Bands gewöhnlich zurück schrecken. Ich liebe es, wenn brutale, technisch versierte Passagen auf geile, eingängige Melodien treffen. Wir versuchen, genau das zu perfektionieren. "Der Titel "Death Pop Romance" steht sowohl für unser drittes Album als auch unseren Sound im allgemeinen. Und so falsch können wir damit gar nicht liegen, wie die Reaktionen auf unseren Gigs beweisen. Fast immer erreichen wir einen Schnitt von 600 Leuten und nach den Shows sind sie alle Feuer und Flamme."

Die ungewöhnlichen Sounds von RAUNCHY werden heute durch die nicht minder abgefahrenen Lyrics des neuen Shouters Kasper Thomsen verstärkt:

„Unser alter Sänger hatte eher einen “Down-To-Earth-Ansatz gewählt und


über Alltagsbefindlichkeiten gesungen. Zwar waren wir von jeher zu cool, um über Drachen, Satan oder Dämonen zu singen, doch erst die Texte von Kasper sind perfekt auf unseren Stil abgestimmt. Er beschäftigt sich vorwiegend mit ungewöhnlichen, abstrakten Emotionsebenen und Geisteszuständen sowie mit leicht obskuren Philosophien. Ab jetzt muss man neben der Musik auch auf die Texte achten. In vielerlei Hinsicht liegen zwischen "Confusion Bay" und "Death Pop Romance" Welten.“

Entgegen der sonst vorwärtsgewandten Arbeitsweise resultiert die Klasse der Produktion aus dem Rückgriff auf alt bewährtes:

„Vom Klang her profitiert das Album davon, dass Jacob Hansen (u.a. Mercenary, Fear My Thoughts) ausschließlich altes, analoges Equipment benutzt, und wir dadurch weder klinisch trocken noch digital klingen.“

Vielmehr vereinen RAUNCHY das Beste aus ungestümem Thrash (The Haunted/Arch Enemy), dynamischem Drumming, das an Strapping Young Lad oder Fear Factory denken lässt, latenten Pop-Elementen und melodischem Death Metal (Soilwork/In Flames). In diesem Spannungsfeld haben die Dänen längst ihre eigene, markante Nische gefunden. Das von Tue Madsen (u.a. Hatesphere, The Haunted, Mnemic) gemixte “… Death Pop Romance” lässt keinen Zweifel daran aufkommen, welche europäische Band auf dem Thron des “Futuristic Hybrid Metal“ sitzt: RAUNCHY!

 
 Links:
  raunchy.dk
  lifeforcerecords.com
 
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