Go There
INFOS > Interviews-Stories > Details
/ 1 2 3 6 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z [
Interviews/Stories gesamt: 1787

Ocean, The

Interview von: arne mit Robin, am: 16.11.2005 ]

Die Berliner THE OCEAN positionierten sich mit ihrem Metal Blade-Einstand in direkter Nähe zu etablierten Sound-Visionären wie Neurosis, Cult Of Luna, Isis oder Breach. Das konzeptionell an seinen Vorgänger anschließende “Aeolian“ ist von Beginn an durch eine „neue Härte“, weitaus metallischere Anlage geprägt. Zu hören sind eher klassische Brachial-Metal-/ Chaos-Strukturen denn unkonventionelle Sound-Experimente wie noch in der Vergangenheit.

 

Musicscan: Bevor Euer Signing auf Metal Blade letztlich offiziell wurde, gab es ja schon wochen- bzw. monatelang die wildesten Gerüchte, wohin es mit The Ocean nun gehen würde. Das ist sicherlich bis an Euch selbst heran getragen worden. Wie habt Ihr das denn aufgenommen und diese Zeit erlebt?

Ocean, The: ich hab das eigentlich nicht wirklich verfolgt, was da geschrieben wurde... keine ahnung, was hast du denn gelesen? Sicherlich kamen von allen Seiten neugierige Fragen und Spekulationen, aber wir selbst haben uns halt zuallererst mit den Verhandlungen beschäftigt. Das hat ziemlich gedauert, weil es da auch einige Schwierigkeiten gab, was Verlagsrechte angeht u.ä.

Musicscan: Hat es Euch überrascht, dass doch recht viele Leute Interesse am weiteren Weg von The Ocean zeigten?

Ocean, The: nein, überrascht hat s uns eigentlich nicht. Wir sind uns unserer Sache ziemlich sicher und haben ja nur darauf gewartet, dass auch mal grosse Fische anbeissen. Nicht, weil die kleinen nicht auch lecker wären, aber es ist schon eine schöne Vorstellung, wenn Deine Platte nicht nur in Deutschland guten Vertrieb hat, sondern auch in Ungarn oder in Japan. Das war mit unseren bisherigen releases nicht der Fall, MMD haben zwar sehr gute Arbeit gemacht hier in Deutschland, aber im Rest Europas waren die Platten nur über einige underground Kanäle erhältlich, und in den USA oder Japan gar nicht. Das ist mit dieser Platte erstmalig anders, und das freut uns natürlich sehr. Dazu kam auch, dass die Presse für unsere beiden Vorgängeralben eben sehr euphorisch war, und sowas dauert einfach ein bischen, bis das überall angekommen ist. Von daher war es für uns eher eine Frage der Zeit, als eine Frage des "ob"...

Musicscan: Die letzte Entscheidung war auch Eurem Newsletter zu Folge zwischen Earache und Metal Blade zu treffen. Was gab den Ausschlag für MB, und welche Erwartungen/Hoffnungen verbindet Ihr mit dem Schritt?

Ocean, The: Metal Blade haben uns einfach das beste Angebot gemacht und uns auch deutlich gezeigt, dass Sie wirklich an uns interessiert sind und uns eine gewisse Priorität zuweisen. Die Entscheidung war am Ende eine ganz rationale, der deal war einfach besser. Dazu kam, dass wir ein besseres Gefühl hatten: die Verhandlungen mit Earache hatten sich ewig hingezogen, es dauerte lange, bis da eine mail beantwortet wurde, das label ist offenbar nicht so gut organisiert. Als dann deren Angebot vorlag und es um detailfragen ging, dauerte es nochmal länger. Dahingegen hatten wir von Metal Blade binnen 5 Tagen ein konkretes Angebot auf dem Tisch und schrieben und telefonierten mehrmals täglich hin und her. Die waren einfach mehr "hinterher". Ausserdem hat wohl jeder, der mal ein bischen über Earache recherchiert hat da die eine oder andere Gruselstory gefunden. Was da letztendlich dran ist vermag ich nicht zu beurteilen, aber zu denken gibt einem das schon, wenn reihenweise bands über ihr /ehemaliges) label herziehen... von daher war die Sache relativ klar. Wir hoffen, dass Metal Blade unsere Musik anständig promoten und uns nach vorne bringen, in Europa und auch in Japan und Amiland, wobei man halt sehen muss, was da dann so tatsächlich passiert.. das Interesse an europäischen Formationen ist da drüben ja generell eher bescheiden. Und wir hoffen natürlich, dass uns all dies dann ermöglichen wird, ausgiebigst zu touren, denn deshalb machen wir diese band, zuallererst: um zu touren, was das Zeug hält. Wir kriegen nciht genug davon, ich will nach Weissrussland, nach Brasilien und auf den Balkan mit der band... und noch in ganz andere Gegenden. Auch vor diesem Hintergrund war MB halt ne gute Entscheidung, weil deren distribution-Netzwerk einfach unübertroffen ist.

Musicscan: Stilistisch steht Ihr im MB-Katalog ja recht allein dar. Das garantiert einerseits sicherlich Aufmerksamkeit, ist andererseits aber vielleicht auch mit einem Risiko behaftet, oder?

Ocean, The: Das kann ich noch nicht wirklich abschätzen. Ich denke, wichtiger, als dass man sich mit allen bands auf einem label identifiziert, ist, dass das label sich in die promotion reinhängt, dass da Leute arbeiten, die Bock auf Dich haben, die motiviert sind-- dass Du nicht einer unter vielen bist. Da hatten wir bei Metal Blade von Anfang an ein gutes Gefühl. Sicher gibt es da bands, die uns persönlich eher weniger interessieren. Gleichzeitig sind unsere persönlichen Lieblingsbands aber auch auf die verschiedensten labels verteilt. Ich denke, das ist nicht wirklich wichtig.

Musicscan: "Aeolian" steht für The Ocean sicherlich zu einem Teil auch für einen Neuanfang, da durch den breiteren Support MBs noch einmal ganz neue Hörerkreise auf Euch aufmerksam werden. Dennoch ist klar, dass ihr mehr oder weniger „Spartenmusik“ spielt – Wie groß schätzt ihr das Potenzial in Deutschland und Europa ein, das Ihr bislang nicht erreicht habt?

Ocean, The: Das kann ich auch nur ganz schwer abschätzen, aber ich denke, dass da noch einiges geht. In vielen Ländern Europas, und auch in Japan, Amiland und Asien kannte uns bis vor 2 Wochen noch keine Sau. Jetzt kriegen wir interview-Anfragen aus Rumänien, Finnland und Griechenland. Das ist grossartig! Sicher gibt es in diesen Ländern nicht die grössten metal/hardcore Szenen, aber das interessiert uns nicht. Wir wollen da touren, wir wollen auch Kontakt zu den Menschen in diesen Ländern. Und selbst in Frankreich oder England ist bisher noch nicht so wirklich viel passiert, "fogdiver" war da gar nicht erhältlich, "fluxion" nur sehr spärlich. Wenn wir jetzt noch einige support-touren spielen, wird das auch noch was bringen. Viele Leute haben wohl schon irgendwie von uns gehört, aber manche glauben'seben erst wenn sie es mit eigenen Augen sehen. Das kann ich auch verstehen, da die live-show den Platten ja auch noch einiges hinzufügt.

Musicscan: Nicht zuletzt durch die vielen Gäste auf Aeolian zog sich der Aufnahmeprozeß der dritten Platte über einen langen Zeitraum. Welchen Zeitraum benötigte das Album letztlich, bis es komplett fertig gestellt war?

Ocean, The: Wir haben mit den Aufnahmen am 1.1.2004 begonnen und sind im Juli 2005 fertig geworden -- wenn Du es also so siehst, anderthalb Jahre. Aber wir haben zum Einen natürlich nicht die ganze Zeit non-stop an den Aufnahmen gearbeitet, und zum anderen haben wir uns auch bewusst Zeit genommen, weil wir wussten, wir haben die Zeit. Diese anderthalb Jahre beziehen sich zudem auf die beiden letzten Alben "fluxion" und "aeolian", mit insgesamt gut 115 Minuten Spielzeit - wir haben ja beide Alben in derselben session aufgenommen. Praktisch sah das so aus, dass wir in den ersten 3 Monaten 2004 sämtliche drums und Gitarrenspuren aufgenommen haben für beide Alben. Anschliessend wurde klar, dass unser derzeitiges label das ganze Projekt nicht als Doppelalbum veröffentlichen wollen würde. Daher haben wir dann die songs aufgeteilt, wobei die epischen, orchestralen Stücke auf "fluxion" gelandet sind und die härteren, weniger atmosphärischen Nummern auf "aeolian". Nachdem die Aufteilung beschlossen war, haben wir uns dann erstmal auf "fluxion" konzentiert und das Album fertig gebaut. Nach dem release haben wir uns dann den übriggebliebenen drums- und Gitarrenpuren gewidmet und an "aeolian" weitergearbeitet, und erst zu diesem Zeitpunkt kam auch die ganze Sache mit den Gastsängern auf, das war erst so Anfang 2005. Dann haben wir lange an den vocals gearbeitet, bis jeder part auch die optimale Stimme hatte -- sowas zeigt sich oft auch erst durch ganz banales ausprobieren. Gemastert wurde dann Ende September im Tonteknik in Schweden von Magnus Lindberg. Damit hatte der Marathon ein Ende und ich war selten zuvor so glücklich wie an diesem Abend, als ich mit Magnus und Johannes von Cult of Luna in einer schwedisch-kubanischen cocktailbar in Umea das Resultat begoss und feierte!

Musicscan: In meinem Review fragte ich ja bereits: Wie würde es wohl um das Berliner Künstlerkollektiv The Ocean stehen, wenn es im eigenen Proberaum kein Tonstudio installiert hätte?

Ocean, The: Das ist schwer zu sagen. Wir haben von Anfang an unsere PLatten selbst aufgenommen und produziert, was schlicht in der Not begründet war, dass es kein budget gab von unseren früheren labels. Das ist jetzt anders, und trotzdem erwägen wir, auch künftige Platten wieder selber zu produzieren. Wir haben einfach eine Menge gelernt und haben die Vorteile und die implizite Freiheit dieser Arbeitsweise auch sehr zu schätzen gelernt. Ich denke, wenn es das OCEANLAND so nicht gäbe, würden wir einfach anders klingen. Das mit den Streichern und der grosspurigen Orchestrierung auf "fluxion" wäre in der Form so wahrscheinlich einfach nicht machbar gewesen. Der Ocean-mässige Maximalismus, was arrangements und Instrumentierung anbelangt, geht sicher auch auf unsere Eigen-Produktions-Herangehensweise zurück.

Musicscan: Wie kommt es, dass gerade auf dem ersten The Ocean-Album, das auf einem größeren Label kommt, bekannte Gastsänger auftreten. Wer Böses will, könnte Euch Absicht unterstellen, einerseits damit eher ein Label zum Singning zu bewegen und andererseits auch die Leute zum Kauf zu ködern...

Ocean, The: sowas habe ich noch nicht gehört und werde ich hoffentlich auch nicht hören müssen... die Gastsänger sind nicht blosse Gastsänger, sondern integrale Bestandteile des Albums. Tomas Hallbom etwa singt ja nicht bloss einen part, sondern verschiedene parts über 4 songs des Albums verteilt. Sean Ingram singt einen song ganz alleine, ohne weitere Sänger. Wir haben unsere Vorproduktionen zu einem Zeitpunkt an labels herausgeschickt, als nur Meta's Gesangsparts bereits eingeträllert waren, da war von Gastsängern noch keine Spur. Zu diesem Zeitpunkt lagen auch schon einige Angebote vor, die nur auf "fluxoin" zurückgingen. Der Grund für den Schritt zu guest vocals war, dass wir auf dem neuen Album mehr Abwechslung wollten, was die vocals betrifft. Unser Meta hat schon ein gewaltiges Organ, aber wenn es nur diese Stimme ist, wird es auf die Dauer recht monoton. Daher haben wir zunächst in Berlin nach weiteren Stimmen gesucht, aber keine wirklich geilen gefunden. Irgendwann kam dann halt die Idee auf: warum nicht unsere Lieblingsstimmen fragen? Und das haben wir dann getan, nachdem es eine ganze Weile gedauert hatte, bis z.B. der Kontakt zu Tomas Hallbom hergestellt war. Neben den bekannten Figuren sind ja auch noch einige andere sehr ausdrucksstarke Stimmen auf dem Album vertreten: der Ercü von Tephra etwa, tolle band, tolle Stimme, und Carsten Albrecht, den ich gefragt hab, weil er mich an alte Darkane erinnert.

Musicscan: Wie habt Ihr die Shouter letztlich ins Studio bekommen, und wann stand eigentlich fest, wen Ihr nehmen würdet? Oder geschah das außer bei Tomas zufällig?

Ocean, The: Das war ganz unterschiedlich. Tomas Hallbom habe ich einige songs vom neuen Album und "fluxion" geschickt, er hat sich das angehört und war sofort begeistert. Eigentlich wollte er seine tracks in Schweden aufnehmen, aber wir telefonierten dann und er sagte, dass er es voll vermissen würde, mit Breach auf der Bühne zu stehen, und so schlug ich ihm vor, er solle doch einfach nach Berlin kommen, damit wir die Aufnahmen hier bei uns machen und uns mal kennenlernen könnten -- und bei der Gelegenheit gleich ein paar Konzerte zusammen spielen... das Angebot hat er sofort angenommen, und so kam es dann dazu, dass wir im April 4 Konzerte mit ihm gspielt haben, wo wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen haben, ein paar Breach-songs zu covern... Sean Ingram kannte ich schon seit einigen Jahren, aus der Zeit, als ich mal ein fanzine gemacht habe... daher habe ich ihn schnell ausfindig gemacht. Sean war die zweite Stimme, die ich unbedingt auf dem Album haben wollte. Ich konnte mir auch schon denken, dass ihm das "Queen of the Food-Chain" liegt, gesangsmässig. So habe ich ihm dann auch das Material geschickt und Sean hat sich auch wie erwartet gleich in den song verguckt... es hat sich dann aus verschiedenen Gründen ziemlich hinausgezögert, und am Ende kamen seine tracks dann nicht mehr rechtzeitig zum mastern hier an. Ich kam aus Schweden wieder mit dem fertigen master und hatte sein Päckchen im Briefkasten... wir konnten Metal Blade dann aber dazu bringen, den track nachträglich mastern zu lassen, so dass er am Ende doch aufs Album kam, in letzter Minute. Dazu kam, dass wir zunächst alle sehr... überrascht waren. Alle anderen Gastsänger hatten die vocals ziemlich genau so eingesungen, wie ich sie geschrieben hatte. Sean hingegen hat was völlig anderes gemacht! Bei den ersten Hördurchgängen haben wir uns etwas verwirrt angeguckt, aber es ist dann mit jedem mal gewachsen, und am Ende waren wir uns einig, dass Sean's Version nicht besser oder schlechter ist als die ursprüngliche Version des songs, sondern einfach nur anders. Die ursprüngliche Version, auf der auch Tomas Hallbom singt, ist übrigens auf einer limitierten 7" vertreten, die auf einem dänischen label erschienen ist, gibt's über unsere Website... Mit Nate war es alles eher zufällig. Nico kennt den Nate schon seit Jahren, und als die dann in Berlin gezockt haben, hat er ihn gefragt, ob er nicht nen part einsingen will. Dannn haben wir den converge-Haufen zu uns ins studio gekarrt und das da durchgezogen. Nate war ziemlich heiser, deshalb konnten wir leider nicht viel machen, aber ich freu mich trotzdem, seine Stimme bei OMG ist echt ne Offenbarung für mich...

Musicscan: Aeolian präsentiert Euch mehr denn je als Metal-Band und auch die harten Vocals haben deutlich mehr Raum erhalten. Wieso habt Ihr gerade diese Richtung eingeschlagen?

Ocean, The: Dieser Schritt stellt keine Entwicklung dar, ebensowenig wie "aeolian" der "Nachfolger" von "fluxion" ist. Das Material für beide Alben stammt aus derselben Zeit, die Platten wurden gemeinsam aufgenommen. "Aeolian" zeigt eine Seite von uns, die immer schon dagewesen ist, und Leute, die uns live gesehen haben, wissen das und kennen diese Seite. Es gibt songs auf "aeolian", die wir schon seit 3 Jahren live spielen, die bloss bisher nie veröffentlicht wurden. "Aeolian" ist also eine Seite des vielgestaltigen Ozeans; es ist die garstigste Seite, aber eben nur eine unter mehreren. Ich persönlich finde es aber nicht so schlimm, wenn das nun als Entwicklung wahrgenommen wird, selbst wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Schliesslich ist es in den musikalischen Kreisen, in denen unsere bisherigen Platten verkehrten und rezipiert wurden, üblich, dass man mit jedem neuen Album softer wird. Diese Tendenz kehren wir mit "aeolian" in ihr Gegenteil um. Das Resultat ist Verwirrung, und das ist gut so, denn wir mögen es, Erwartungen über den haufen zu werfen-

Musicscan: Mitunter scheinen die Arrangements fast zu voll und komplex angelegt, zu viele Ideen auf einmal „verbraten“ zu sein. Weniger ist manchmal mehr, wie es so schön heißt. Stellen sich bei Euch selbst mit etwas Abstand ähnliche Gefühle ein? Einige lockere, simplere Parts hätten das massive, harte Gesamtbild sicherlich effektiv aufgelockert und zu weiterer Variabilität beigetragen...

Ocean, The: Nein, das würde dem Konzept von "aeolian" widersprechen. "aeolian" ist ein Wirbelsturm, da gibt es keine Pause, keine ruhigen Momente. Es gibt konsequent auf die Zwölf, bis das gute Stück vorbei ist. Wer damit nicht klarkommt, soll sich die neue Maritime anhören, nicht die neue Ocean. Ich denke auch, dass trotz der hochgradigen Komplexität der Platte trotzdem der rote Faden durchweg erkennbar bleibt. Es wird zwar mächig ausgeteilt, es gibt keinen Raum zum atmen, aber gerade durch die vielen verschiedenen Stimmen wirkt das Endresultat auf mich doch weniger monoton als "fluxion". Auch die Tempowechsel tragen dazu bei. Wir wollten mit dieser Platte eine Art emotionalen Hirnfick durchziehen, wie er seinesgleichen sucht... da ist kein Platz für Kompromisse.

Musicscan: Wie nah seid Ihr letztlich mit der Platte an Eure eigene Idealvorstellung herangekommen?

Ocean, The: Sehr nahe. Wir sind mit dieser Platte in allen Punkten mehr zufrieden als mit allen bisherigen: Kohärenz, sound, artwork, song-Auswahl, arrangements... Für meinen Geschmack fehlt da auch nichts: "aeolian" ist eine sehr konsequente Scheibe, die dem Hörer keinen Raum zu Atmen lässt. Das kann man lieben oder hassen, und ganz so sind auch die bisherigen Reaktionen. Leute, die "fogdiver" mochten müssen sich selbst genauso neu erfinden, um diese Platte zu mögen, wie wir es getan haben, um diese Platte zu machen -- das ist wunderbar und trennt die Spreu vom Weizen, bzw. die echten Musikliebhaber von den genervten und frustrierten Redakteuren, die bei Geigen und Posaunen im harten Klangkleid sofort "ach wie ungewöhnlich" schreien und Höchstwertungen verteilen, und nun halt die volle metal-Kelle übergebraten bekommen, ohen orchestralen Schmuck. Wir haben keinen Bock auf solche Leute, die unsere bisherigen Platten offenbar aus den falschen Gründen gemocht haben. Wer sich näher mit der Platte auseinandersetzt, wird ihre Grösse erkennen. Davon bin ich überzeugt.

Musicscan: Gerade erschienen ist auch eine Split von Euch mit Burst. Wie kam es denn zu dieser?

Ocean, The: Wir kennen die Burst - Jungs schon länger und hatten auch schon seit ner Weile die Absicht, mal ne gemeinsame split rauszubringen. Nun bot sich die Gelegenheit, das über Garden of Exile zu machen, mit denen wir auch schon seit längerer Zeit mal was machen wollten... alles Kumpels. Auf der single ist eine Auskoppelung vom Album zu hören, mit etwas anderem Schluss als auf Platte. Nichts wirklich neues also, auch von Burst nicht, aber trotzdem eine schöne Sache, mit ocean-theamtischem Poster-artwork vom Australier Seldon Hunt, der für seine Isis und Neurosis artworks und Tourplakate bekannt ist.

Musicscan: Wird es zu Aeolian eine richtige Support-Tour geben? Mit wem würde/wird eine solche denn stattfinden?

Ocean, The: wir werden im Frühjahr eine ausgedehnte Europa-tour spielen, die uns nach Skandinavien, Zentral- und Südeuropa bringen wird -- allerdings als headliner, nicht als support. Die tour beginnt am 15.3. in Hamburg und endet um den 18.4. in Berlin. Vorher werden wir am 4.2. schonmal ne einzelne show mit "aeolian"-Material in Berlin spielen. Dazu kommen einige dates mit Textures in Holland und sicherlich später im Jahr auch eine grössere support-tour. Was oder mit wem das aber sein wird lässt sich jetzt noch nicht absehen.

 
 Links:
  The Ocean
  Metal Blade
 
oben
Platte der Woche:

Die letzten Reviews:

  Aversions Crown
  Bleed From Within
  Closet Witch
  Salvation
  Asking Alexandria

Interviews/Stories:

  Revulsion
  Dream State
  Intronaut

Shows:

  29.05. Burden Of Grief - Kassel
  29.05. Ray Wilson - Schafstedt
  29.05. Tankard - Kassel
  30.05. Tankard - Hamburg
  30.05. Ray Wilson - Schafstedt