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Rise Against

Interview von: Lukas Beer mit Tim, am: 28.10.2005 ]

Nach zwei Platten für Fat Wreck sind Rise Against bekanntlich zu Geffen gewechselt, wo vor einigen Monaten mit "Siren Song Of The Counter Culture" der neue Lonplayer der Chicagoer erschienen ist. Die Band ist den eingeschlagenen Weg "einfach" weiter gegangen und haut einen Smasher nach dem anderen raus. Das ist beileibe keine Übertreibung; dieses Drittwerk ist eine einzige Reihung schmissiger Punk'n'HC-Hymnen.

 

Musicscan: Heute Abend ist das letzte Deutschlandkonzert eurer Tour, hattet ihr eine gute Zeit hier?

Rise Against: Ja, wir hatten eine super Zeit, alle Shows waren cool und fast ausverkauft. Die Kids hier waren einfach crazy. Es war definitiv ein Highlight der Tour.

Musicscan: Ihr habt zwei coole Support-Acts, Redlightsflash und Alexisonfire, habt ihr die ausgesucht?

Rise Against: Nein, wir haben keine coolen Support-Acts.(hahahahaha) Wir haben die gewählt. Ich hab Christoph (Redlightsflash) vor längerer Zeit bei der Warped Tour getroffen, ich glaube in L.A.. Er ist ein Freund von Anti-Flag und Anti-Flag war schon hypin’ in Redlightsflash, sie gaben uns dann ein paar CDs von ihrem Label und uns gefiel es. Wir wussten, dass sie aus Österreich kommen und da wir auf unserer Europatour eine europäische Band dabei haben wollten, dachten wir an Redlightsflash. Alexisonfire ist eine Band, mit der wir schon ewig touren, wir kommen gut miteinander aus und sind gute Freunde. Wir tourten so lang zusammen und entschieden uns dann einfach dafür weiter zu machen.

Musicscan: War es ein schwerer Schritt von Fat-Wreck zu Universal zu wechseln ? Auf Fat-wreck chords ist ja ein Haufen anderer coole Bands.

Rise Against: Ja, es war ein schwerer schritt, aber nicht nur wegen den Bands, auch wegen dem ganzen Label. Dort arbeiten große Leute und auch außergewöhnliche Leute, but we have to look for the big picture, was für Rise Against das Beste sein würde. So konnten wir weiter Arbeiten und an viel mehr Leute rankommen wie zuvor, darum ist es ein Erfolg für uns.

Musicscan: Ist Universal der Grund dafür, das euer aktuelles Album „Siren Songs of the Counter Culture“ so gut produziert ist ?

Rise Against: Ja sicher, wir hatten diesmal ein größeres Budget womit wir natürlich besser arbeiten konnten. Wir waren auch länger im Studio und arbeiteten mit einem Produzenten zusammen, der sonst nur mit größeren Bands arbeitet. Das war also echt viel Spaß!

Musicscan: Was hältst du von Leuten die eure Musik, nur weil ihr jetzt bei Universal seid nicht mehr hören?

Rise Against: Das ist ihre Entscheidung. Rise Against existiert nicht um die Lieblingsband von jedem zu sein, sondern für die Leute, die unsere Musik lieben, und das ist wichtiger. Ich denke, dass diese Leute andere Grundlagen für gute oder auch schlechte Musik haben wollen, denn sehr viele gute Bands bringen ihr Zeug auf major Labels raus. Ich denke, dass jeder den du kennst auch CDs, welche auf major Labels rauskamen hört. Würde sich etwas an der Entwicklung unserer Musik ändern, hätten sie einen Grund, aber es änderte sich nichts.

Musicscan: Was habt ihr vor Rise against gemacht ?

Rise Against: Joe spielte in der Band „88 Fingers Louie“, Chris spielte bei einer Band namens „Reach The Sky“ und Brandon spielte bei „Pinhead Circus“. Ich hab bei der Band „Baxter“ mitgemacht, das war so eine Localband in Chicago, wir haben aber nicht groß getourt und so. Wir haben also viel aufs Spiel gesetzt als wir uns zusammen taten. Joe traf ich in Chicago und wir stiesen dann bei einer „Reach The Sky“ Tour auf Chris. Als Schlagzeuger bevorzugten wir Brandon aus Colorado, da er wirklich sehr gut ist. Wir riefen ihn an und fragten ob er nach Chicago, in unsere Band kommen will, und er ließ unsere Band noch besser werden.

Musicscan: Seit wann verdient ihr genug Geld mit der Musik, um davon Leben zu können?

Rise Against: Oh, ich hab’s vergessen, wahrscheinlich so zum Ende der Tour zu „the Unraveling“ hin oder mit dem Album „Revolutions per Minute“. Es war aber nicht so, dass wir genug Geld zum leben einnahmen, sondern dass wir so viel tourten, dass wir keine Jobs bekommen würden. Wenn wir in einen Laden rein laufen würden und sagen: „Hi, ich brauch einen Job, so für 2,5 Wochen, würden sie mich anstellen ?“ so wäre die Antwort: „Nein, ich werde dir kein Job geben!“. So war es also eine harte Zeit für die Band, wo wir von der wenigen Kohle, die wir bekamen leben mussten.

Musicscan: Was ist für dich das Wichtigste an der Musik?

Rise Against: Im Moment sind mir die Fans am wichtigsten, das sind nämlich die Menschen, die die ganze Sache am laufen halten, sie sind der Grund, warum wir heute Abend hier sind und warum wir jeden Abend irgend wo sind und die ganzen Platten rausbringen, sie machen das alles für uns möglich auch den ganzen Spaß den wir haben und wenn wir diesen Spaß mit anderen teilen können ist das auch super.

Musicscan: Kommen eure musikalischen Einflüsse eher aus dem Punkrock oder aus dem Hardcore?

Rise Against: Beides ist ziemlich cool, nichts von beiden ist mehr oder weniger wichtig.

Musicscan: Euer aktuelles Album hört sich ziemlich perfekt an, wie soll euer nächstes werden ?

Rise Against: Ich weiß nicht, wir haben noch nichts dafür gemacht, es ist schwer zu sagen. Wenn wir an unseren Ideen anfangen zu arbeiten werden wir sehen was passiert.

Musicscan: Was macht ihr in nächster zeit?

Rise Against: Im Juli werden wir in Amerika mit dem „Alkaline Trio“ auf Tour gehen. Dann kommen wir im Rahmen der Taste of Chaos Tour zusammen mit „The Used“ und „Killswitch Engage“ auch wieder nach Deutschland, das wird im November sein. Später gehen wir mit „Autumn to Ashes“ an der Ost-Küste auf Tour und hoffentlich kommen wir dazu neue Lieder zu schreiben und auch etwas aufzunehmen.

Musicscan: Wenn du noch ein paar letzte Worte hast, bitte.

Rise Against: Ich will den ganzen deutschen Fans danken, es war echt toll hier. Danke Deutschland.

 
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