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A Perfect Murder

Storie von: Selma, am 10.08.2005 ]

Das Auffälligste an der Bandbiographie um A PERFECT MURDER könnten in der Tat die scheinbar zahllosen Umbesetzungen sein, denen die Band seit Bandgründung 2000 in regelmäßigen Abständen unterlag.

 
Vor fünf Jahren in Montreal, Kanada, aus den Überresten von Downfall Of Men und A Death For Every Sin gegründet, begannen die fünf Kanadier eine Mischung aus klassischem Thrash Metal und Hardcore zu spielen. Ihre wuchtige und ebenso technisch ausgereifte Gradwanderung zwischen hart aufschlagenden Moshparts, groovenden Riffs und Gitarrenmelodien lässt Einflüsse der Cro-Mags, Pantera und Crowbar deutlich werden, aber ohne dabei diese großen Bands einfach nur zu kopieren. A PERFECT MURDER haben ihren ganz eigenen Sound gefunden, der atmosphärisch dicht und hart nach vorne treibend daher kommt.

Durch diese individuelle Mischung machten A PERFECT MURDER 2004 Victory Records auf sich aufmerksam und veröffentlichten so im selben Jahr ihr erstes professionelles Studio-Album „Unbroken“. Nachdem man direkt im Anschluss mit den neugewonnenen Labelkollegen wie Bury Your Dead, Love Is Red und Between The Buried And Me eine USA-Tour absolviert hatte, beschlossen Sänger Frank Pellerin, Gitarrist Kevin Lemire und Bassist Luc Verville zugunsten eines neuen Musikprojektes namens Aces&Eights aus A PERFECT MURDER auszusteigen.

Keineswegs eingeschüchtert suchten die übrig gebliebenen Bandmitglieder Carl Bouchard und Yan Chausse nun neue Musiker und wurden schnell fündig. Basser Dave Bayreuth, Sänger Kevin Randel und Gitarrist Pierre Remillard, der auch schon als Produzent für Vovoid, The End und Cryptopsy seine Finger im Spiel hatte, füllten die leeren Posten wieder auf und so waren A PERFECT MURDER gleich nach Umbesetzung wieder im Studio anzutreffen um ihr aktuelles Album „Strength Through Vengeance“ einzuspielen.

Ein wichtiges Anliegen der Band ist neben der Musik an sich die Message, die anhand der Lyrics der Fangemeinde näher gebracht werden kann. “Es ist eine gute Sache den Leuten anhand der Texte politische Themen oder ähnliches worüber es sich zu reden lohnt näher zu bringen. Die Hauptsache dabei ist eben nur zu wissen wovon man redet.“ Natürlich spielt auch die Musik eine sehr wichtige Rolle, wobei es ein sich immer weiter verbreitendes Phänomen


ist, dass Bands sich diversen Trendbewegungen anschließen und so ihre Seele verkaufen.

„Wie eine Band klingt, hängt sicherlich auch davon ab, was die Bandmitglieder im Einzelnen so hören. Es kotzt uns schon an, dass viel vom Trend abhängt. Als Poison The Well zum Beispiel ein absolutes Karrierehoch genossen, klangen viele Bands danach wie sie. Daraufhin kamen Terror und Old School war wieder voll im kommen. Dieser Trend hält noch immer an, aber wir glauben, dass Bands, die Old School machen irgendwie ehrlicher sind was ihre Musik angeht. Naja, danach kamen dann Killswitch Engage und jede verdammte Band wollte so klingen wie sie: Großflächig, clean gesungene Refrains und fette E-Mosh-Parts. Um solche Bewegungen kümmern wir uns gar nicht erst. Wir spielen das, was wir wollen und das sollte auch das sein, worum es eigentlich geht.“

Typisch für die Musik von A PERFECT MURDER sind in diesem Zusammenhang ihre musikalischen Einflüsse von eher älteren Bands, die es so ,ihrer Meinung nach, heutzutage eher selten gibt. „80er Jahre Thrash Metal! Darauf stehen wir total. Testament, Metallica, Exodus, Slayer, Megadeth, Pantera und Crowbar. Wir versuchen die aggressive Seite des Hardcore mit der heavy Seite des Metals zu kombinieren. Die alten Bands hatten die besten Songstrukturen, die es je gegeben hat. Das ist verdammt wichtig.“

Neben einer Vorliebe für traditionelle Metalbands, sehen A PERFECT MURDER Musik zu machen nicht als bloßen Zeitvertreib oder ein weiteres Hobby an. „Musik zu machen, sollte für das ganze Leben gelten und man sollte die tun um Spaß zu haben, ansonsten wird es logischerweise verdammt langweilig. Ansonsten ist es wichtig bestimmte Prinzipien nie aus den Augen zu verlieren. Ausdauer und Respekt gegenüber anderen steht da an erster Stelle. Wir haben eine Menge Respekt vor den altehrwürdigen Bands. Es wäre einfach atemberaubend einmal mit Megadeth und Dave Mustaine oder Kerry King und Slayer auf der Bühne zustehen. Denn das sind genau die Gründe weswegen Heavy Metal überhaupt entstanden ist und immer noch weiter lebt.“

 
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