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End Of Level Boss

Storie von: arne, am 06.08.2005 ]

Das Berliner Exile On Mainstream Label setzt mit dem END OF LEVEL BOSS Debüt “Prologue” die Reihe qualitativ hochwertiger Heavy-Platten fort. Erschienen zuletzt tolle Longplayer von The Hidden Hand oder Shepherd braucht sich das Album des englischen Quartetts nicht vor dieser starken labelinternen Konkurrenz verstecken.

 
Die Band ist durch und durch Heavy Rock, schön massiv und (post-)doomig angelegt als auch im besten Verständnis brachial. Dezenter Noise, latenter Grunge und eine gehörige Note Heavy Metal treffen in den acht Stücken des Debüts aufeinander.

All die genannten Einflüsse führen dabei einen klaren Post- Zusatz mit, der sich vor allem im Songwriting deutlich zu erkennen gibt. END OF LEVEL BOSS sind einerseits ganz vordergründig progressiv angelegt, bezeugen jedoch andererseits auch die Verinnerlichung traditioneller Wurzeln des Heavy Metal. Das ist kein Widerspruch! Hört einfach “Prologue” an.

Hinter END OF LEVEL BOSS stehen zwei ehemalige Mitglieder von Hangnail, die das Outfit nach einer Support-Tour für Cathedral aus der Taufe hoben, nachdem sich Hangnail aufgelösten. Schnell war Verstärkung in Person des ehemaligen Flood-Trommlers Gareth gefunden, und die Engländer konnten Gigs spielen. Gitarrist und Sänger Harry über die Startphase der Gruppe und seine Ansprüche an diese:

„Ich wollte eine Band gründen, die mit Voivod auf Tour gehen könnte. Sie sollte sowohl progressiv und schwerverdaulich angelegt ist, als auch die Möglichkeit bieten, kräftig mit dem Kopf zu den Songs zu bangen. Alles startete vor etwa zwei Jahren, als wir mit Hangnail unsere letzte Tour beendeten, und die anderen nicht weitermachen wollten. Ich startete zunächst nur ein Projekt, mit dem ich meiner Vorliebe für bizarrere Spielarten des Metals frönen wollte. Für diesen Anlass rekrutierte ich Jimm aus dem Hangnail- Line Up, und gemeinsam mit Bassist Elenajane begannen wir zu jammen. Als wir in der Londoner Metal-Szene schließlich auf Gareth Millsted stießen, war der Bandstatus schnell erreicht. Das war die Geburtsstunde von END OF LEVEL BOSS.“

Angesichts ihrer kompakten, dichten Brachial-Klänge erspielten sich die vier Musiker schnell eine ansehnliche Fangemeinde. Der ersten "Experiment" MCD von 2003 folgte kürzlich mit “Prologue


” ein beachtlicher Vollzeit-Einstand, der vor allem durch sein schier grenzenloses Volumen und seine "warme" Massivität glänzt. Für die Band ist das von Fans und Presse durchweg positiv aufgenommene Release allemal Motivation, sich zukünftig weiter zu verbessern:

„Hoffentlich werden wir uns mit jedem Release weiterentwickeln, denn andernfalls bräuchten wir ja nur eine Platte einspielen und könnten danach wieder abtreten. Ich will mich selbst beständig fordern und überraschen, gleichfalls aber auch den Rest der Band. Mein Schreiben zielt stets darauf ab, die anderen an ihre Grenzen zu bringen und sie so zu Höchstleistung zu zwingen. Ich habe das Gefühl, wir stehen mit der Band an der Schwelle zu etwas Großem. So etwas habe ich bei keiner anderen Gruppe zuvor erlebt. Nur die weitere Entwicklung wird zeigen, in welche Richtung es für END OF LEVEL BOSS gehen wird, doch ich bin überaus optimistisch.“

Schon der Album-Titel drückt diesbezüglich das Empfinden der Band aus, und da “Prologue“ tatsächlich erst der Release-Auftakt ist, darf man für die Zukunft wohl zurecht noch Einiges erwarten. Harry über die Vorzüge und Besonderheiten des Quartetts:

„Ein entscheidender Unterschied ist sicherlich die Tatsache, dass wir ein Haufen guter Freunde sind, die in einem Bandgefüge zusammengekommen sind, eine vorab definierte Sound-Vorstellung umzusetzen. Gemeinsam trinken wir Bier, haben eine Menge Spaß, doch großes Augenmerk gilt auch der Musik. Diese steht stärker als bei allen anderen Bands, an denen ich in der Vergangenheit beteiligt war, im Mittelpunkt steht. Nur so ist es möglich, ein wirklich gutes Album einzuspielen.“

END OF LEVEL BOSS stehen für realen, massiven Heavy Metal, der auf einer ähnlichem Mentalität wie der von Mastodon basiert. Sofern das Quartett in einem stabilen Line-Up über einen längeren Zeitraum beisammen bleibt, wird man von den Londonern sicherlich noch eine Menge hören.

 
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