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Hell Within

Storie von: Nis, am 22.04.2005 ]

HELL WITHIN aus Boston, Massachusetts, waren bis dato - vor allem in den Staaten – unter dem Namen Twytch bekannt und legten bislang einen selbstbetitelten Longplayer sowie die “Hatred“ EP vor. Von jeher zeigte sich das Outfit auch live präsent, was Gigs und Touren mit einschlägigen Szenegrößen wie Shadows Fall, Hatebreed, Diecast und Sworn Enemy umfasste. Mit “Asylum Of The Human Predator“ veröffentlichen HELL WITHIN nicht nur ihren Label-Einstand beim Chemnitzer Lifeforce Records, sondern erteilen allen anderen Metalcore Acts eine gehörige Lektion, was aus Zutaten zwischen Metal und Hardcore entstehen kann.

 
Dafür, dass HELL WITHIN nicht lediglich nur ein weiterer Metalcore-Acts sind, finden sich schnell gewichtige Belege. HELL WITHIN decken jedes nur denkbare musikalische Extrem zwischen Hardcore und Metal ab, ohne jedoch beide Stile lediglich in eine stimmige Mischform zu bringen. Schon während des Openers ’Godspeed To Your Deadthbed’ stampft Trommler Brian Joyce sein Schlagzeug metertief in den Boden. Eröffnet von einem unglaublich wuchtigen Blastpart, mündet der Track schnell im moshkompatiblen MidTempo-Bereich, in dem HELL WITHIN ihre musikalische Durchschlagskraft erst so richtig entfalten. Drummer „Bubba“ über die musikalische Anlage der Bostoner:

„Am besten beschreibt man unseren Sound als Zusammentreffen technischer Aspekte aus dem Metalbereich mit der rauen Intensität des Hardcores. Diesem Mix fügen wir unsere eigene Note bei und fertig ist der frische und aggressive HELL WITHIN Sound. Entscheidend hierfür ist sicherlich die gesunde Durchmischung innerhalb der Band, die sich in unseren Songs widerspiegelt. Wir allen hören verschiedene Stile von traditionellem Metal bis hin zu trockenen Death oder Thrash und modernem Hardcore. All diese Einflüsse helfen uns druckvolle Songs entstehen zu lassen. Das tiefe Growlen der Vocals in Verbindung mit meiner intensiven Double Bass, lässt deine Ohren scheppern, aber es gibt gleichfalls Open Chords mit treibenden Melodien und dezenter Schlagzeugbegleitung. Letztlich entsteht ein schlüssiger Sound mit gutem Fluss, auf den die Leute unweigerlich abfahren.“

Frontmann Matt McChesney deckt mit seinem Organ ein ungeheures Spektrum ab und nicht selten münden die Songs in einem hochmelodischen Refrain. “Asylum Of The Human Predator“ verbleibt über die gesamte Spielzeit stilübergreifend und gibt sich nicht mit weniger als den genrespezifischen Extrempunkten zufrieden. Der Bandname ist bezeichnend, wird doch mit jedem Akkord deutlicher, dass HELL WITHIN ihre Klopfer wie ’Bleeding Me Black’ oder ’Swallow The Stitches’ mit einigen Portionen Wut, Verzweiflung und Aggressivität beseelen. Das Album überrascht immer wieder durch seine melodischen Passagen, in denen man als Hörer jedoch nur bedingt rasten kann, denn in solchen Momenten scheinen HELL WITHIN nur Kräfte für den nächsten musikalisch-infernalen Schlag zu sammeln. Hinsichtlich des Songwritings könnte eine Platte diesen Schlages nicht besser arrangiert sein. ’Redemption.


..Is A Cold Body’ etwa bedient sich eines musikalischen Themas, was zu Beginn des Songs bestimmend wie melodieführend ist und während des Tracks, in verschiedenster Weise variiert, immer wieder auftaucht. Das Lifeforce-Debüt wurde von Zeuss (Hatebreed, Shadows Fall) gemischt und von Alan Douches (God Forbid, Unerath) gemastert. Ein energiegeladener Sound war damit garantiert:

“Mit Zeuss wollten wir schon immer arbeiten. Er hat das Ohr dafür, wie Metal und Hardcore zu klingen haben. Nachdem wir die Rough Mixes in Händen hielten, war klar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Doch schon von Beginn an waren wir mit ihm auf einer Wellenlänge und Zeuss was es, der uns Alan Douches für das Mastering empfohlen hat. Angesichts seiner fantastischen Arbeit haben wir ihm vertraut. Das fertige Album gibt uns recht. Zeuss und Alan sind der Inbegriff professionellen Arbeitens und hoffentlich können wir auch in Zukunft wieder mit ihnen arbeiten.“

So abgegrast das weite Feld Metalcore auch mittlerweile zu sein scheint, gibt es doch immer wieder Bands, die frischen Wind in das musikalische Szenario zu bringen vermögen. HELL WITHIN ist zweifelsohne eine solche, die sich vom Mittelmaß gehörig abhebt. Der Drummer sieht das ähnlich: „Nach meinem Dafürhalten setzen wir uns von so vielen anderen Bands dadurch ab, dass sich unsere Songs ständig verändern und wir niemals lange an einem Platz verharren. Keine zwei Parts eines Songs sind vergleichbar, irgendetwas ist immer anders. Sei es nun der Gitarreneinsatz oder der stimmliche Wechsel von schreien auf singen. Der stetige Wandel hält das Interesse des Hörers wach, sei es nun live oder wenn er das Album hört. Darüber hinaus führt der dynamische Sound in Summe auch zu größerer Intensität und auch das unterscheidet uns von anderen. Der Schlüssel ist jedoch Matt’s Stimmspektrum, das wirklich beachtlich ist. Er kann ebenso überzeugend singen und schreien als auch growlen. Er ermöglichst es den Songs zu atmen und verstärkt ihre Lebendigkeit.“

Mittels der unvergleichlichen musikalischen Spannbreite, mit der sich diese Band auf “Asylum Of The Human Predator“ präsentiert, wird der Name HELL WITHIN in Windeseile in aller Munde sein. Zusammen mit dem Engagement, das diese Band seit der Bandgründung im Jahre 1998 an den Tag legt, dürfen die Erwartungen im Falle HELL WITHIN beruhigt ganz nach Oben geschraubt werden.

 
 Links:
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