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Barcode

Storie von: arne, am 14.04.2005 ]

Die dänischen BARCODE legen ihren vierten Longplayer “Showdown“ über Nuclear Blast vor und melden sich mit diesem lautstark in der europäischen Hardcore-Szene zurück. Noch immer dürfte die Band aus Aarhus für so manche Kontroverse sorgen, denn geändert hat sich auch durch den Labelwechsel von Hardboiled zu Nuclear Blast nichts.

 
Textlich liegen die Jungs mitunter wieder jenseits des guten Geschmacks, aber bei einer Band, die sich selbst nicht immer ernst nimmt, muss das wohl so sein, zumal bei BARCODE von jeher der Spaß im Vordergrund steht. Die Dänen provozieren bewusst und nehmen dabei sowohl positive als auch negative Reaktionen in Kauf. Musikalisch bietet das Album, was der Titel verspricht: Einen knackigen Hardcore-“Showdown“!

BARCODE tragen wieder dick auf und legen ungebrochenes Selbstbewusstsein an den Tag. Die Dänen haben ihren New York Hardcore-Stil inzwischen weitestgehend perfektioniert. Direkt, schnell und unglaublich druckvoll ballern die Songs aus den Boxen und in der präzisen Produktion von Tue Madsen knallt’s gewaltig. Nachdem BARCODE ihr 2002er Album prägnant wie plakativ “Hardcore“ getauft hatten, war ich gespannt, wie wohl der nächste Longplayer heißen würde. Auch “Showdown“ ist ein treffsicherer Titel, der das übersprudelnde Tempo, das aggressive Shouting, die fetten Backing-Vokals und tollen Mosh-Parts gut zusammenfasst. Zum zehnjährigen Band-Jubiläum zeigen sich die Musiker einmal mehr in Topform.

Zum Glücklichsein brauchte es von Beginn an nicht viel, wie der Panther berichtet. Die eigene Ausrichtung stand für die Dänen niemals zur Debatte: „Bis heute haben wir uns sehr erfolgreich den typischen BARCODE-Sound und unsere Einstellung aus der Jugend bewahrt. Gerade heraus und stets auf den Punkt gebracht, liefern wir aggressiven Hardcore und nichts anderes ab. Wir sind von jeher dem traditionellen New York-Hardcore verschrieben und der wurde nun einmal von Acts wie Madball, Sick Of It All, Agnostic Front und Cro-Mags geprägt. Diese Bands sind unsere maßgeblichen Inspirationsquellen und das


soll man hören.“

BARCODE scheinen Hardcore von jeher als Mission zu verstehen, der sie sich mit voller Hingabe widmen. Über allem stehen wirklich offenkundig hörbar Madball und Agnostic Front und wenigstens mit letzteren befindet man sich ja inzwischen auf einem Label: „Wir haben uns die Entscheidung, auf einem Metal-Label zu signen, nicht einfach gemacht. Nuclear Blast mussten uns zunächst überzeugen, dass sie auch in der Lage sein würden, eine Hardcore-Band zu pushen. Gerade zu dieser Zeit unterschrieben auch Agnostic Front bei ihnen und das gab letztlich den Ausschlag für uns. Mit ihnen im Labelprogramm und der intensiven Bewerbung ihrer neuen Platte werden alle Hardcore-Kids Notiz von der Hardcore-Sparte von Nuclear Blast nehmen. Davon versprechen wir uns, dass unsere Platte auch gänzlich neue Hörerkreise erreichen wird, die wir sonst niemals angesprochen hätten.“

Das wäre den sympathischen Dänen zu wünschen. In den härteren Momenten denkt man heute mitunter sogar an Hatebreed, doch BARCODE sind niemals wirklich Metal, bleiben stets der alten Hardcore-Schule verschrieben. So war das schon immer und nach dem Abklingen der Metalcore-Welle scheint wieder die Zeit traditionell ausgerichteter Hardcore-Bands anzubrechen: „Noch kann man gar nicht von einem richtigen Old School-Revival sprechen, denke ich, doch die Metalcore-Welle hat uns sicherlich geholfen, unseren eigenen Stil noch deutlicher heraus zu stellen. Viele Bands sind auf den „neuen Trend“ aufgesprungen, doch wir haben wie eh und je unser Ding durchgezogen und die Leute haben das auch bemerkt. Dennoch bin ich froh, dass heute auch Bands wie Terror oder No Turning Back in der Szene unterwegs sind und auch Beachtung finden.“

 
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