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By Night

Storie von: arne, am 27.02.2005 ]

Nach dem ersten Lebenszeichen in Form der Split-CD mit Cipher System legen die schwedischen BY NIGHT dieser Tage mit “Burn The Flags“ ihren Vollzeit-Einstand über Lifeforce vor. Sicherlich dominiert auch auf diesem über weite Strecken hinweg zügiger Thrash- bzw. Death- Metal, jedoch hat das Quintett aus Falkenberg sein Spektrum beachtlich ausgebaut und präsentiert sich heute weitaus brachialer und vom Sound her voluminöser.

 
So sind verbreakte New School-Parts ebenso repräsentativ für die „neuen“ BY NIGHT wie die bereits bekannten trockenen und technisch anspruchsvollen Metal-Passagen. Spielwitz und die Umsetzung mutiger Ideen formen in Summe ein Album, das variabler und ungewöhnlicher kaum klingen könnte. Der Fünfer ist dabei weder reiner Metal, auch nicht Hardcore und schon gar nicht MetalCore. BY NIGHT bewegen sich zwischen gängigen Genreschubladen und können vor allem dadurch punkten, unknonventionell aufzuspielen. Im Spannungsfeld zwischen Carnal Forge/The Haunted, Extol/Meshuggah sowie Breach/Neurosis entwickelt sich ein Sound, der aufgrund seiner aggressiven Härte als auch seines emotionalen Tiefgangs einfach flasht.

Gitarrist Henke nimmt dieses Kompliment im Gespräch dankbar an: „Für uns ist das nur eine weitere Bestätigung unseren Weg weiterzugehen. Wir sehen keinen Grund, BY NIGHT als ´metal only´ zu betrachten. Uns selbst ist das längst bewusst. Der Hardcore-Einfluss lässt unsere Songs doch gerade erst aggressiver und härter als zuvor werden. Unsere musikalischen Einflüsse sind breit und so ist auch unsere eigene Musik. Ob du’s glaubst oder nicht: Auch Opeth und Katatonia stehen bei uns hoch im Kurs. Jeder von uns hat seinen eigenen Background und gerade das macht die Stärke von BY NIGHT aus.“

Bis hin zur eigenen musikalischen Nische ist es da nicht mehr weit und auf die weitere Entwicklung der Schweden bin ich schon heute sehr gespannt. “Burn The Flags“ setzt jedoch eine enorm hoch angesetzte Messlatte, aber vor dieser müssen sich die Jungs nicht fürchten, denke ich, vielmehr stellen sie sich offensiv jeder Herausforderung und verstehen sie als Chance weiter zu wachsen. So war das


schon immer, wie Henke resümiert:

„Wir kennen uns seit der siebten Klasse. Da wir fast die einzigen Metalheads waren, hingen wir zusammen ab und wurden gute Freunde. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir anfingen zusammen Musik zu machen. Das ging dann relativ schnell gut voran. In Initialzündung war dann schließlich 2002 der Einstieg von Adrian, der bis dahin Sänger bei Trendkill war. Uns allen ist klar, dass wir keinen geeigneteren Mann am Mikro hätten finden können. Ab da lief alles wie am Schnürchen und das Debüt reflektiert das alles hervorragend. “Burn The Flags“ ist in jeglicher Hinsicht eine homogene Einheit und darauf sind wir verdammt stolz.“

Henke selbst beschreibt das Treiben von BY NIGHT als: „tighten, unglaublich aggressiven Sound. Das Album ist nichts für Leute, die Angst haben, von einem wuchtigen Sound umgeblasen zu werden. Ich kann nur versichern, dass diejenigen, die eine intensive, harte Platte mit einem bombastischen Sound erwarten, nicht enttäuscht werden.“

Darüber hinaus haben die Schweden auch textlich etwas zu sagen und können als durchaus politisch motiviert verstanden werden: „Das trifft es genau. Als wir angefangen haben, Musik zu machen, hatten wir uns eigentlich dazu entschlossen, Themen wie Politik und Religion außen vor zu lassen, doch das hat sich verändert als Adrian zu uns stieß. Er hat uns nicht nur musikalisch weitergebracht sondern auch in Bezug auf unsere die Sichtweise der Band und unserer Texte. Er schreibt die Lyrics und verbreitet in ihnen Botschaften und ganz klare Statements. Also ja, “Burn The Flags“ ist eine sehr politische Platte. Man darf sich deutlichen Aussagen auch als Extrem-Metal-Band nicht entziehen.“

 
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