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Code Black

Interview von: arne mit Mark, am: 18.09.2004 ]

Unter CODE BLACK gehen Musiker an den Start, die man von Colour Trip, 5 Seconds Expired und Disturbance her kennt. Deren Debüt "Penetration" ist astreiner Thrash und nichts anderes! Cleanes Singen und schweres Grooven setzt einen guten Kontrast zum sonst harten Shouting, aber vom Feeling her geht das auch wieder eher in Richtung Crossover a la Biohazard.

 

Musicscan: Stelle uns doch zunächst bitte Code Black und die involvierten Musiker kurz vor.

Code Black: Code Black besteht aus Mark Wolzenburg (guitar), Rorri Quero (vocals), Gary Williams (drums), und Shaun Varney (bass). Die Band wurde 2001 gegruendet. Bandwohnsitz ist Burlington, VT, USA. Wir stehen zur Zeit bei Arctic Music Group aus Fort Lauderdale, FL, unter Vertrag. Der Deutschland Release Date fuer unser neues Album “Penetration” ist der 30/8/2004. Die CD wird ueber den Twilight-Vertrieb erhaeltlich sein.

Musicscan: Welchen Background bringen die einzelnen Musiker mit und wie seht Ihr Euch denn selbst positioniert?

Code Black: Alle Musiker haben langjaehrige Erfahrung in der Metal und Hardcore Szene. Gary und Shaun spielen ebenfalls bei 5 Seconds Expired und bringen in den naechsten Tagen ihr drittes Album heraus. Ich habe natuerlich lange bei Colour Trip gespielt, 4 CD’s mit den Jungs eingespielt, und reichlich durch Europa getourt. Unser Saenger Rorri ist schon seit mehr als 15 Jahren fleissig in der New England Metal Szene aktiv und hat in Bands wie Disturbance und Festivus gesungen.

Musicscan: Euer Label Arctic Music spricht in Zusammenhang mit Code Black von MetalCore, was ich nicht mal im Ansatz nachvollziehen kann. Für mich sind Code Black astreiner Thrash. Auch wenn Kategorisierungen müßig sind, was sagt Ihr dazu?

Code Black: Ich denke, dass das Thrash Label als auch das Metalcore Label passen. Die meisten Songs auf unserem Debutalbum “Penetration” waren eigentlich fuer eine neue Colour Trip CD geschrieben worden. Leider stellte sich dann heraus, dass Colour Trip Saenger Elmar es zeitlich nicht schaffen wuerden, eine CD einzusingen. Gluecklicherweise lernte ich kurz darauf Rorri kennen, der sich bereit erklaerte, die Vocals zu uebernehmen. Rorri’s Vocal Stil geht auf jeden Fall mehr in die Thrash Richtung, was die Platte im Nachhinein in eine neue Richtung fuehrte. Da es keinen Sinn machte, denn Namen Colour Trip zu behalten, da ich ebenfalls das einzig verbliebene Originalmitglied war, haben wir uns entschlossen, die Band in Code Black umzubennen und eine neuen Anfang zu starten. Ich denke, wir haben auf jeden Fall noch die alten Harcore Elemente in unserem Sound, aber im grossen und ganzen sind die Metaleinfluesse dich auf jeden Fall ueberwiegend,Hardcore

Musicscan: Welcher Idee geht Ihr allgemein mit Code Black nach und welcher konkret mit dem Debüt "Penetration"?

Code Black: Wir wollten mit Code Black auf jeden mehr in die Metal Richtung. Nach Jahrem im Crossover und Hardcore Bereich wollten wir einfach mal etwas neues ausprobieren, mit neuen Sounds und Riffs arbeiten. Gary, Rorri, und ich sind ebenfalls seit Jahrzehnten gestandene Metalheads, sodass es nahe lag, mit Code Black einen Schritt ins Richtung Metallager zu machen.

Musicscan: Ich selbst habe in meinem Review Eurer Platte gewisse Crossover-Parallelen zu Biohazard gezogen, was ich am latenten Groove der Platte festmache, aber immer wieder sehe ich auch in Pantera einen gewichtigen Einfluss auf Euren Sound. Nehmt Ihr das an?

Code Black: Ich denke mal, dass die Parallelen zu Biohazard von den Hardcore-Einfluessen kommen, die wir auf keinen Fall leugnen wollen. Wenn du dir die Backing Vocals auf “Penetration” anhoerst, wirst du auf jeden Fall viele Old School Hardcore Einfluesse hoeren (z. Bsp. Pro-Pain, Agnostic Front, etc.). Ich denke, dass die Songstrukturen auch eher an Hardcore ausgelegt sind als an traditionellen Metal. Nichtsdestrotrotz haben wir diesmal auch versucht, ein wenig zu experimentieren. “Black Mirror”, das letzte Stueck auf der CD, enthaelt viele Samples und Leads und geht auf auf jeden Fall mehr in die industrielle Richtung. Ich muss allerdings sagen, dass ich den Pantera Einfluss nicht ganz nachvollziehen kann. Ich bin auch nie ein grosser Pantera Fan gewesen. Damage Plan und Superjoint Ritual gefallen mir da auf jeden Fall besser.

Musicscan: Welchen Platten habt Ihr denn gehört, als Ihr an den Songs des Albums gearbeitet habt, also was hat da eventuell Einfluss hinterlassen?

Code Black: Waehrend wir an der Platte gearbeitet haben, haben wir sehr viel Slayer, Testament, und Overkill gehoert. Weiterhin wuerde ich auf jeden Fall noch Anthrax und Trouble als Einfluesse aufzaehlen. Es ging uns in erster Linie darum ein Album zu schreiben, dass uns allen Spass macht, und dabei noch superheavy und aggressive klingt. Es macht einfach mehr Spass Metalriffs zu spielen, da alles doch sehr viel praeziser und genauer klingt als im Hardcore. Allerdings wollten wir auf jeden Fall die Aggressivitaet und Direktheit des Hardcores beibehalten. In diesem Sinne gibt es auf “Penetration” “the best of both worlds.”

Musicscan: Wie „groߓ sind MetalCore-Bands und die Gruppen der NAWOHM an der Ostküste und wie habt Ihr die Entwicklungen im Heavy-Sektor der letzten Jahre erlebt? Haben Bands, wie auch Code Black, heute bessere Chancen schnell akzeptiert zu werden und durchzustarten?

Code Black: Hier in New England gibt es seine sehr grosse Szene. Bands wie Shadows Fall, Killswitch Engage, All That Remains, und allen voran Hatebreed und Lamb of God haben diesen Sound sehr weit nach vorne gebracht. Allerdings sind die Grenzen immer vermischter. Bands, die im Hardcore gestartet sind, spielen jetzt ueberwiegend schwedische Death Metal Riffs mit Gitarrenharmonien, und viele Metalbands wiederum greifen auf die Aggressivitaet und Direktheit des Hardcore zurueck. Im grossen und ganzen ist die Konkurrenz recht gross, obwohl die Bands sich untereinander aushelfen. Dazu kommt noch, dass die meisten US Bands auf musikalisch sehr hohem Niveau spielen, so dass man sich wirlich anstrengen muss, um etwas originales auf die Beine zu stellen. Bis jetzt war die Resonanz sehr gut, speziell aus Deutschland kamen einige wirklick gelungene Kritiken und Interview Nachfragen.

Musicscan: Der Start mit neuer Band am Nullpunkt ist immer hart, gerade dann, wenn man zuvor jahrelang mit einer schon etablierten Kombo spielte. Wie erlebt Ihr das? Oder zieht Ihr Eure Motivation aus der Tatsache, dass Ihr Euch neu beweisen müsst?

Code Black: Ich denke, dass sich eine Band bei jeder Platte neu beweisen muss. Mittlerweile kann eine mittelmaessige Platte bereits das Ende eine Karriere sein. Wir versuchen natuerlich uns mit jedem neuen Release weiterzuentwickeln. Gluecklicherweise sind Gary, Shaun, und Rorri sehr gute Musiker und es hat schon bei den ersten Proben sehr tight geklungen. Noch dazu kommt die jahrelange Erfahrung, sowohl im Studio als auch live. Gary und ich haben ebenfalls unsere eigenen Homestudios, wo wir uns voll auf die Code Black Pre-Production konzentrieren koennen.

Musicscan: Grundlegend wirkt „Penetration“ auf mich sehr geradlinig. War es Euch wichtig, möglichst straff angelegt zu sein?

Code Black: Unsere Songs sind von je her gradlinig anlegt. Ich denke, dass diese Art von Songstruktur sehr gut zu den Riffs passt. Wir vermeiden normalerweise zuviel Spielereien und setzen ein gutes Riff und einen guten Beat in den Vordergrund. Auch wenn die Songstrukturen recht gradlinig sind, gibt es immer noch genug Moeglichkeiten fuer Experimente. “Black Mirror” ist das beste Beispiel.

Musicscan: Worauf habt Ihr beim Songwriting besonders abgezielt?

Code Black: Auf “Penetration” gibt es eine Menge mehr Gitarrenharmonien und Leads. Ich habe ebenfalls ein bisschen mit Samples gearbeitet, was ich der naechsten Platte auf jeden Fall wieder machen moechte. Wir haben diesmal auch speziellen Wert auf die Backing Vocals gelegt. Ich war im Dezember in Deutschland zu Besuch, und haben mit meinen alten Kollegen Elmar und Mathias von Colour Trip die Backings eingesungen. Wir sind immer noch sehr gut befreundet und ich komme ohnehin zweimal im Jahr nach Deutschland.

Musicscan: Das Manko des Debüts ist für mich die Produktion, wie sehr seid Ihr denn mit dieser (un-)zufrieden? Ich denke, Euch ist das ein Großteil an Druck genommen worden...

Code Black: Ich bin mit der Production eigentlich recht zufrieden. Klar, hinterher moechte man meistens noch etwas veraendern, aber ich finde schon dass die Produktion genug Druck hat. Wir hatten natuerlich nicht das groesste Budget, aber JF Dagenais hat einen sehr gut Job gemacht. Schlagzeug und Bass haben wir im Studio Victor in Montreal aufgenommen, und die Gitarren in JF’s Studio. Einige der Vocal Lines habe ich dann in meinem Studio aufgenommen, ebenso einige der Leads. Gemastert wuerde die CD von Bernard Belly, der bereits Kataklysm und Malevolent Creation gemastert hat. Wir arbeiten gerade an der Pre-Production fuer die naechste Code Black CD, und ich wuerde auf jeden Fall wieder mit JF aufnehmen.

Musicscan: Der Gesang scheint sehr im Mittelpunkt zu stehen, war das so gewollt?

Code Black: Im nachhinein haette man den Gesang auf jeden Fall ein wenig leiser machen koennen, aber denoch finde ich, dass alle Instrumente insgesamt sehr gut zu hoeren sind. Ausserdem ist es Rorri Stimmlage, die uns von vielen anderen Metalcore oder Thrash Bands unterscheidet. Rorri hat auf jeden Fall eine mehr klassiche Metalstimme, und kann wirklich singen. Ausserdem sind die Texte zu verstehen. Rorri ist allerdings erst zu der Bands gestossen, als die meisten Songs und Vocal Lines bereits fertig waren, und konnte dem Sound nur bedingt seinen Stempel aufsetzen. Die neuen Songs werden einheitlicher klingen, und von den Vocals her auf jeden Fall ordentlich aggressiv sein.

Musicscan: Ziehe doch mal ein Fazit und werbe auch gleichzeitig für „Penetration“ – Was erwartet den Hörer mit der Scheibe und inwieweit habt Ihr Eure eigene musikalische „Vision“ umgesetzt?

Code Black: Der Hoerer bekommt eine astreine Thrash Metal Scheibe, mit einer gesunden Portion Hardcore Aggression. Straight-in-your-face! Wir haben diesmal auch verstaerkt Wert auf das Artwork gelegt. Das Cover Artwork ist von Travis Smith designt worden, der auch schon sehr cooles Artwork fuer Nevermore, Opeth, und Overkill entworfen hat. Ich denke ebenfalls, dass “Penetration” zurueck zu unseren Metalroots geht, und wir das ganze dann in einen modernen Sound packen.

Musicscan: Was steht jetzt für die nähere Zukunft auf Eurer Agenda, wie bringt Ihr den Namen Code Black unter die Leute?

Code Black: Wir werden jetzt demnaechst weitere Shows spielen und die Pre-Production fuer das naechste Album abschliessen. Wir haben bereits 8 Songs, und ich denke, dass wir bis zum Ende des Jahres 12-14 neue Songs haben werden. Ich denke, dass wir Anfang 2005 wieder ins Studio gehen werden.

Musicscan: Letzte Worte?

Code Black: Die CD ist in Europa/Deutschland ueber den Twilight-Vertrieb erhaeltlich (www.twilight-vertrieb.de). Ansonsten findet ihr unter www.codeblack.net weitere Infos. Besten Dank fuer das Interview und den Support.

 
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