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Deadsoil

Storie von: Zosse, am 21.08.2004 ]

Wenn man von Jamey Jasta, Mr. Hardcore persönlich und Sänger der momentan wohl erfolgreichsten Hardcore-Band aus Ami-Land, den Ritterschlag bekommt (DEADSOIL sind laut Jamey’s Interviews in diversen Mags eine der heißesten Bands im momentanen Hardcore-Zirkus!), dann ist das wohl das größte Lob, was man bekommen kann. Da müßte man ja stolz wie Bolle sein.

 
„Haha, ja, daß haben wir aus einem Interview eines amerikanischen Magazins mit Jamey von irgendwoher zugesteckt bekommen – hat uns natürlich auch gefreut. Einige Leute aus beiden Bands kennen sich nun schon seit geraumer Zeit und Jamey hat im vergangenen Jahr auf einem Festival, wo beide Bands gespielt haben unsere MCD zugesteckt bekommen, die er fett fand und auch weiteren Bands weitergereicht und vorgespielt hat, so dass wir einige Male darauf angesprochen worden sind von verschiedenen Bands. Ob wir uns selbst so sehen… Wir als Band versuchen natürlich unser möglichstes, Potentiale und Möglichkeiten, die sich uns bieten zu nutzen und unseren Stand auszubauen.“

DEADSOIL kommen aus deutschen Landen, spielen Metal Core, der ja zur Zeit angesagt ist wie nix. Bei dem Hardcore meets Thrash Metal-Sound, den die Band fährt, dürfte Fans von Bands wie Hatebreed, Sworn Enemy, A Perfect Murder, The Haunted, Dew-Scented und Darkest Hour definitiv das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Band besteht aus Friedrich Weber (Gesang), Jens Basten und Boris Pracht (beide Gitarren), Chris Bass (Drums) und Stefan Eutebach (Bass). Viele der Mitglieder spielten auch schon bei Bands wie Copykill, Caliban, Surface, Night in Gales, Since The Day, Gomorrha und Six Reasons To Kill, Basser Stefan will sich aber bei der Befragung nicht auf den All-Star-Band-Aspekt stützen.

„Es ist richtig und auch wichtig für die Band, dass wir alle schon in anderen Bands viel an Erfahrung gesammelt haben - sowohl in Bezug auf das reine Songwriting, als auch innerhalb des ganzen „Drumherums“. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf unsere Vorstellung von sinnvoller Arbeit aus. Wir sehen das als Vorteil für uns intern als Band, möchten aber nicht an unseren jeweiligen Vorbands gemessen werden oder den Eindruck einer Projekt-Band mit „members-of…“ erwecken. DEADSOIL ist unsere Hauptaktivität und wir sind meiner Meinung nach nicht in eine Schublade steckbar mit irgendeiner unserer Vorbands. Ich kann verstehen, dass Menschen dieses „members-of“ für Promotionzwecke einfach auch nutzen müssen, hilfreich finde ich es für uns nicht mehr.“

Hilfreich dürfte eine bandinterne Doppelbelastung dann aber auch nicht gerade sein, immerhin spielt Boris ja noch Bass bei Caliban?!

„Boris spielt auch fest Bass bei Caliban seit Anfang 2004, ist auch gerade mit denen in den USA auf Tour. Das hatte anfangs einiges an Konfliktpotential in sich, mittlerweile scheinen aber da die


Vorgehensweisen in Bezug auf Shows und Touren geklärt, so dass beide Bands hoffentlich in dieser Konstellation weiter bestehen können.“

Wenn man der Musik von DEADSOIL lauscht, fällt dem Hörer sofort auf, daß die Band sehr viel anspruchsvoller zu Werke geht, als viele ihrer „Kollegen“ aus der Metal Core-Ecke. Eine Tatsache, die zum Problem werden könnte, da man sicherlich für die Hardcore-Posse zu sehr im technischen Metal-Bereich wildert, andererseits könnte man den Metal-Fans als zu sehr Hardcore aufstoßen. Ein generelles Problem, was bei DEADSOIL jedoch stärker als sonst greift.

„Dieses „Problem“ wird Bands schon seit genau dem Zeitpunkt nachgesagt, als sich diese Musikrichtung entwickelt hat und auch seit diesem Zeitpunkt gibt es immer wieder Bands, die das Gegenteil beweisen – gerade auch in jüngster Zeit. Die beiden Genres bewegen sich da immer näher aufeinander zu. Klar wird unsere Musik nicht jedem Hardcoreler gefallen, wie auch Songs von At The Gates nicht den Die-Hard-Manowar-Fan ansprechen müssen. Das ist auch gar nicht unser Anspruch, es jedem Recht machen zu müssen.“

Das es manche Bands ins Ausland treibt, um das neueste Werk aufzunehmen, ist nicht neu. So auch im Falle DEADSOIL. Hier ging die Reise nach Schweden und zwar ins Berno Studio.

„Im Vorfeld haben wir einiges an Studioideen hin- und hergeworfen, wir wollten einen Ort, wo wir unser Live-Feeling zum Sound her einfangen und angenehm arbeiten können, ohne im Nachhinein eine Woche lang zum Beispiel Schlagzeug-Schläge digital zurechtrücken und bearbeiten zu müssen. So war uns eine relative „Old-School“-Arbeitsweise in Bezug auf die Aufnahmetechnik sehr angenehm. Berno ist uns schon im Vorfeld durch Erfahrungsberichte anderer Bands, die mit ihm gearbeitet haben als sehr guter Engineer beschrieben worden und die Liste der guten Bands, die dort waren ist lang. Daher fiel unsere Wahl dann letztendlich auf das Berno Studio.“

Die Erfahrungen dort waren auch sehr unterschiedlich zu deutschen Studios.

„Ganz klar, zumal der Strand auch nur 200 Meter vom Studio entfernt war, haha. Im Ernst: Gerade Berno hat ein wahnsinnig gutes Gehör, was uns im Vorfeld auch schon so beschrieben worden war, was einige Takes mehr während der Aufnahme gekostet hat, aber sich im Endeffekt gut auf das Endresultat ausgewirkt hat, denke ich.“

Das denken wir auch! DEADSOIL solltet ihr definitiv anchecken, wenn euch der musikalische Einkaufszettel gefallen hat!

 
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